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Alphacool Eisbär Aurora LT 360 RGB – Review

Alphacool Eisbär LT360 HPU CPU AiO - Test it Keep it Review

Eine Review von Tobias Oestreich

Nachdem ich vor einigen Monaten einen Bericht darüber gesehen hatte, was passieren kann, wenn eine AIO aus Kupfer _und_ Aluminium besteht, schaute ich mich um. Welche AIO-Hersteller bieten es überhaupt an, dass sowohl Kühlkörper als auch Radiator aus Kupfer bestehen? Und “im großen Stil” macht das tatsächlich nur ein Hersteller: Alphacool macht das ausschließlich so – auch von einem Wasserkühlungs-Premiumhersteller hätte ich das so nicht erwartet! Und dabei ist das Preisgefüge bei Alphacool noch nicht mal “Premium” – ich nehme vorweg – nein, hier gibt es wirklich exzellente AIOs, die leistungsfähiger sind als bei vielen teureren Konkurrenten. Einige Wochen später sah ich die Alphacool “Testers Keepers”-Aktion von PCHMG und habe mich beworben. Hat geklappt!

Verpackung

Die AIO kommt schön geordnet in einer großzügigen, chicen Verpackung. Alles ist sicher in einem Formkarton sicher verwahrt. Warum man extra jeden Kleinkram nochmal eingetütet hat, verstehe ich nicht – aber ist halt so. Die Montagekits für die einzelnen Sockel sind beschriftet, so dass man keine für einen unnützen Sachen auspackt.

Verarbeitung

Die Verarbeitung ist grundsätzlich gut bis sehr gut. Leider war auf meinem Radiator ein doch deutlich sichtbarer “Ratscher” auf den Finnen. Ich gehe ganz stark davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handelt. Glücklicherweise ist der Ratscher später unsichtbar, denn da kommen die Lüfter drüber. Wäre er auf der anderen Seite, wäre er auch nicht zu sehen, denn da wäre natürlich das Gehäuse.

Ansonsten ist alles Top! Der sonst oft bei Kupfer-Radiatoren zu beobachtende Flugrost war nicht zu sehen. Selbst wenn – im eingebauten Zustand sieht man auch das nicht. Einwandfreie mechanische Teile – z.B. auch keine oft bei anderen Anbietern zu findende, viel zu weiche “Billig-Schrauben” aus Fernost gab es hier nicht. Die mitgelieferten Schrauben machen einen wertigen und haltbaren Eindruck und sind in einer Menge mitgeliefert, die auch pingelige Käufer zufriedenstellt – für jedes Gewinde auch eine Schraube, falls man seinen Radiator mit zwölf Schrauben am Gehäuse befestigen will. Auch die Schlauchverbindung ist einwandfrei und macht einen soliden Eindruck. Da fällt auch bei Zugbelastung nichts ab. Knicken ist kaum möglich, da muss man sich schon doof anstellen.


Der Kühlblock ist zwar wohl aus Kupfer – zumindest der Teil, der mit Wasser in Kontakt kommt. Die eigentliche Kühlfläche für den Kontakt zur CPU ist aber anscheinend aus Aluminium. Oder ist das vernickeltes Kupfer? Ich weiß es tatsächlich nicht… Hauptsache wäre aber für ursprünglich erwähntes physikalisches Problem tatsächlich, dass das Wasser nicht mit Alu _und_ Kupfer in Berührung kommt.

Montage

Die Montage ist wie immer “so eine Sache”. Wie bei allen All-In-One-Wasserkühlungen wünscht man sich in manchen Situationen eine dritte Hand dazu. Aber da kann sich nur gut vorbereiten, wenn man das allein macht: Platz auf einem Tisch schaffen, Gehäuse flach hinlegen. Ein Mainboard-Ausbau ist unumgänglich – wie bei allen AIOs. Und ansonsten geht alles gut von der Hand. Irreparable Fehler kann man eigentlich nicht machen und das Konzept ist schnell verstanden. Mainboard raus, alter Kühler ab, Backplate vorbereiten, der Kühlerblock wird mittels einer zusammenschieb- und verriegelbaren Arretierung montagefertig gemacht. Grundsätzlich geht das alles sogar werkzeugfrei, wobei ich die vier Halteschrauben dann doch – trotz Hinweis, dass dies nicht nötig sei! – nochmal ganz leicht mit dem Schraubendreher angezogen habe. Dann das Mainboard einbauen, Kabel einstecken (weil sonst evtl. auch Anschlüsse schwerer zugänglich sind, wenn der Radiator zu früh eingebaut wird) und zum Schluss den Radiator befestigen. Ich habe in meinem Fall den 360mm-Radiator oben im Gehäuse eingesetzt.

Im Lieferumfang finden sich Mounting-Kits für quasi alle momentanen Sockel von AMD und Intel. Intels neuer Sockel 1700 wird ebenso unterstützt wie alle anderen der 10 Jahre zuvor, inklusive der HEDT-Sockel. Bei AMD geht alles ab AM4, also auch TR4, sTRX4, wTRX8 und sogar der Server-Sockel SP3. AM5 wird dank Kühler-Kompatibilität zu AM4 wohl auch funktionieren. Nur für die beiden aktuellen Intel Server-Sockel 3647 und 4189 passt die AIO nicht. Wobei ich aber sagen muss, dass der Kühlkörper für so manchen großen Sockel wie bei Threadripper zu klein sein könnte. Da wird evtl. nicht alles bedeckt.

Was mir in einem anderen Review zu der LT360 HPE negativ aufgefallen war und was ich zunächst fast nicht glauben konnte: es kann eventuell tatsächlich DIMM-Slot “A1” blockiert werden! Da beim “LT” Modell die Schläuche am Kühlblock seitlich herausschauen, blockieren diese den ersten DIMM. Das sind bei den allermeisten Boards wohl ein paar wenige Millimeter zu viel. Das Modell ohne “LT” hat seine Anschlüsse oben am Kühlblock – dafür aber halt kein schönes LED-Logo mit einem Eisbär.

Alternative: den Kühlblock gedreht aufsetzen – so habe ich es gemacht. Klar, dann schaut einen nicht mehr der Eisbär an, wenn man ein Standard-Gehäuse hat. Ist dann so, war mir aber egal. So zeigt der Kabelanschluss für Pumpe und A-RGB-LEDs in Richtung DIMMs, aber die kleinen Käbelchen kann man problemlos und sicher noch vor dem Slot A1 wegführen. Das ist also insgesamt etwas, das stört. Wenn einem Optik wichtig ist und man plant, alle 4 RAM-Bänke zu belegen, sollte man vielleicht nicht zur LT-Version greifen.

Auch zur Montage gehört für mich das Thema Lüfter und RGB. Hier ist auch gleich der zweite Kritikpunkt zu finden: die LEDs der Lüfter können zwar ganz normal per 5V A-RGB angesprochen werden, aber die Anschlüsse sind dummerweise proprietär. Zwar legt Alphacool gleich einen Adapter auf den normalen 3-poligen A-RGB Header bei, aber das erklärt nicht, warum man nicht gleich auf die Standard-Stecker und -Buchsen setzt. Sogar ein kleiner A-RGB-Controller wird mitgeliefert, den ich aber nicht getestet habe. Das ist natürlich interessant für Leute, die noch ein älteres System haben und sonst die AIO nicht leuchten lassen könnten. Die normale Lüfterfunktionalität wird über Standard-4-Pin-PWM-Kabel gelöst. In Reihe schalten lassen die sich mangels Kupplung von Haus aus nicht, aber der Hersteller packt ein 3er-Verteiler-Kabel mit in die Packung – das ist voll in Ordnung.

Für meinen Test habe ich erstmal keinen Wert auf das Kabelmanagement gelegt. Alle Kabel sind aber lang genug, um das ernsthaft betreiben zu können. Die Kabel an der Pumpe als auch jene an den Lüftern ließen sich wunderbar verstecken – wenn man denn wollte.

Testsystem
Mein System wird momentan von einer Arctic Liquid Freezer II 420 gekühlt – im Sandwich-Betrieb mit sechs (!) Stück Arctic P14 140mm. Ein harter Gegner für die “Eisbaer LT360 Aurora HPE”. Die Arctic war bisher in der Front meines Phanteks Enthoo 719 montiert – kein kleines Gehäuse, aber die stattliche 420mm AIO passt nicht ins Top vom Enthoo. Ich will hier keinen 1:1 Vergleich veranstalten, sondern das Beste aus den mir gegebenen Möglichkeiten machen. Also kommt die Alphacool ins Top und in der Front des Phanteks Gehäuses verbleiben drei Stück Arctic P14. Unten im Gehäuse zieht ein weiterer Arctic 140mm Lüfter Frischluft ins Gehäuse. Insgesamt wird somit mehr Luft eingesogen als Luft ausgeblasen – ein Überdruck entsteht. Ziemlich gute Voraussetzungen für die Alphacool AIO.

Die AIO soll einen Intel Core i7 11700K kühlen. Der sitzt auf einem Asus ROG Strix Z590-E und wird im Rahmen des Tests auch übertaktet, um ein bisschen auszuloten, wo die Grenzen dieser AIO liegen. Eine dedizierte Grafikkarte gibt es momentan nicht, es wird die iGPU der CPU verwendet. Zwei 32GB DIMMs von Patriot stecken ebenso auf dem Brett wie eine Kingston A2000 NVMe SSD. Die ebenfalls verbaute Asus Thunderbolt-AIC und die Nvidia Tesla sind dauerhaft im Idle und kommen zusammen auf rund 20 Watt Verlustleistung – beeinflussen den Test also quasi gar nicht.

 

Temperaturen und Drehzahlen

Ich führe alle Tests in meinem Keller bei rund 17°C Raumtemperatur durch. Das Gehäuse ist geschlossen – auf den Fotos ist die Seitenscheibe nur auf, weil diese sonst stark gespiegelt hätte. Auch die Rückseite ist nur auf den Fotos demontiert. Die Temperaturen lese ich mit HWiNFO 7.24 aus. Zunächst lassen wir beide AIOs auf 100% Pumpe und auch 100% Lüftergeschwindigkeit laufen. Das ist realitätsfremd, aber ein guter Vergleich.

Zunächst einmal: keine Überraschung im Idle-Betrieb: die Alphacool Eisbaer kommt auf 26°C – genau wie die Arctic ALF2 420.

Dann: Test mit Prime95, Small FFTs – also so mit das Härteste, was man einer Intel-CPU antuen kann. Zunächst noch unübertaktet. Das bedeutet 56 Sekunden lang rund 220 Watt, dann ist die TAU um und es werden rund 125 Watt Verlustleistung. Wir kommen auf ein sehr gutes Ergebnis von maximal 63°C. Nach Ablauf der TAU sogar nur 45°C! Meine gesandwichte 420er Arctic AIO ist hier nur jeweils 3-4°C besser!

Nun übertakten wir den Core i7 auf feste 5,0 GHz und alle Bremsen ab, die es so gibt. Das ist ungesund für meine CPU, aber mir völlig egal. So kommen wir laut HWiNFO in der Spitze auf bis zu 1,658V Kernspannung. Prime95 mit Small FFTs lässt die CPU dann immerhin satte 260 Watt saufen. 260 Watt Verlustleistung ist schon mal nicht ohne. Meine Arctic Liquid Freezer II 420 lässt den 11700K auf bis zu 76°C kommen. Die HPE-Edition der Eisbaer schafft sehr gute 80°C! Gegen ein Monster mit sechs 140mm Lüftern! Das ist meiner Meinung nach wahnsinnig gut!

Aber: 100% Drehzahl sind laut, egal ob Arctic P14 oder die Lüfter von Alphacool. Die drehen immerhin dann mit 2500 UPM, was wohl auch einer der ausschlaggebenden Punkte für die Bezeichnung “HPE – High Performance Edition” ist! Wir nehmen hier eine deutliche geringere Drehzahl und finden ~1100 UPM sehr ruhig und angenehm. Die Pumpe selber läuft dauerhaft auf ~2600 UPM, ist aber flüsterleise. Da kann man nichts gegen sagen.

Das tolle: selbst mit den ~1100 Umdrehungen werden die Temperaturen nur um rund 5-7°C schlechter! Das ist schon wirklich ein tolles Ergebnis für diese AIO. Das habe ich so nicht erwartet. Und das ganze in “leise”! Insgesamt gesehen sind die Geräusche, die die Alphacool produziert, nicht nervend. Der Betrieb mit 40% bis maximal 60% Lüfterdrehzahl ist für die allermeisten Prozessoren völlig ausreichend und dabei leise.

Beleuchtung

Manche wissen es: ich bin kein sonderlich großer RGB-Fanatiker. Das ganze funktioniert jedoch problemlos, wenn man die eingangs bemerkten Voraussetzungen beachtet. Ich habe die proprietären A-RGB-Anschlüsse per mitgeliefertem Adapter auf “normales” A-RGB adaptiert und konnte diese dann problemlos ans Z590-E klemmen. Verschiedene Farbprofile waren mit OpenRGB und auch “Armoury Crate” problemlos möglich. Das blau-grüne Wechselspiel gefiel mir dabei auf Anhieb. Die Lüfter haben an der Seite eine Art “Schlitz” durch die ebenfalls das RGB-Licht dringt. Sehr angenehm.

Fazit

Wer eine noch bezahlbare, hübsche und vor allem sehr leistungsfähige AIO sucht, wird sie bei Alphacool finden. Nie hätte ich gedacht, dass das Teil so nah an meine große Arctic kommt. Die Montage ist wie bei allen anderen AIOs am Markt, wobei vielleicht sogar noch etwas einfacher. RGB funktioniert problemlos und sieht gut aus. Die Nachteile sind klein und eher optischer Natur. Verwirrung besteht noch um die Garantie, die Alphacool bietet. Im Augenblick denke ich, dass Alphacool gar keine Herstellergarantie bietet, sondern nur die gesetzliche Gewährleistung über den Händler.

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Alphacool Eisbär Aurora LT360 RGB Review

Alphacool Eisbär Aurora LT360 RGB - Test it Keep it Review

Eine Review von Sven Wedeken

Moin,

ich habe die Alphacool Eisbär Aurora LT360 beim PCHMG „Test it – Keep it“ gewonnen. Erst einmal vielen herzlichen Dank an das PCHMG Team und Alphacool für diese tolle Gelegenheit.

 

Hier will ich nun meinen Eindruck von der AiO mit der Community teilen.

Beim Öffnen des Pakets erwartete mich gleich eine kleine Überraschung: Neben der AiO fanden sich auch ein Alphacool Anti-Streßball und eine große Mausmatte mit Alphacool Logo im Karton.

Darüber habe ich mich sehr gefreut, auch wenn es vermutlich nicht zum normalen Lieferumfang der AiO gehört.

Die Eisbär Aurora selbst kommt in einem recht voluminösen Karton, da die einzelnen Komponenten darin sicher und stoßgeschützt in einer Pappform lagern

  • AiO mit Pumpe im CPU Block und Radiator
  •  3 x ARGB 120mm PWM Lüfter
  • Montageset für die Lüfter an Radiator / Gehäuse
  • einzeln verpackte Montagesets für die unterstützen Sockeltypen
  • ein farbig bebildertes, mehrsprachiges und sehr ausführliches Manual
  • Wärmeleitpaste
  • PWM Kabelweiche 3 auf 1
  • Alphacool ARGB Controller mit 12V Anschluss für die Pumpe

Ersteindruck

Die Eisbär Aurora wirkt gut verarbeitet und hochwertig. Keine scharfen Stanzkanten an den Montagerahmen, die Lamellen am Radiator sind alle einwandfrei in Ordnung.

Der CPU Sockel besteht aus vernickeltem Kupfer. Am CPU Block befindet sich ein Refill-Ventil. Die Schläuche sind relativ dick und nicht gesleeved, dafür aber verhältnismäßig weich und flexibel. Einer der Schläuche ist mit einem Erweiterungs-Schnellverschluss versehen. Eine der Besonderheiten der Alphacool Eisbär Serie ist ja, dass sie erweiterbar ist – in den Kreislauf lassen sich auch noch Grafikkartenkühlkörper oder andere Komponenten einfügen.

 

Der Radiator misst stolze 390 x 120 x 25 mm, Alphacool setzt hier zur Kühlung ebenfalls auf Kupfer und nicht auf Aluminium – ein wichtiges Detail, will man den Kreislauf erweitern, denn die beiden Metalle sollte man nicht mischen.

Montage

Die Alphacool Eisbär Aurora unterstützt eine Vielzahl an Sockeln, auch der aktuelle Sockel 1700 von Intel wird bereits nativ unterstützt. Das Montagematerial für die verschiedenen Typen ist in separaten Plastikbeuteln verpackt, so dass man immer gleich die passenden Teile für das eigene System zur Hand hat.

Das grundsätzliche Prinzip ist bei allen Sockeln gleich: Zwei Klammern werden mit gefederten Schrauben versehen und am CPU Block aufgesteckt. Je nach Sockel wird eine mit gelieferte Backplate verwendet oder die originale Backplate des Sockels, so z.B. bei AM4. Auf diese Backplate wird dann der CPU Block aufgesetzt.

Das gestaltet sich leider vor allem beim Intel unnötig schwierig. Die Backplate verfügt über keine Einstellmöglichkeiten, welchen Sockeltyp man verwendet sondern die Gewinde sind beweglich in Schienen gelagert. Dadurch ist es leider einige Fummelei, bis die Backplate richtig an der Rückwand des Boards sitzt und man den CPU Block von vorne dagegen setzen kann.

 

Was auch nicht optimal ist, ist, dass die Schlauchanschlüsse am CPU Block oftmals den ersten RAM Slot blockieren. Natürlich kann man den Block um 90° drehen, aber dann steht das Logo nicht mehr aufrecht.

Lautstärke

Die Kühllösungen von Alphacool stehen ja samt und sonders im Ruf, auch höchsten Ansprüchen zu genügen. Der Aurora 360LT hat Alphacool zudem eine neue Pumpentechnik spendiert, die leiser und laufruhiger sein soll.

Die mitgelieferten Lüfter sind über PWM Signal von 0 rpm bis ca. 2800 rpm regelbar. Gerade in den oberen Drehzahlbereichen werden sie aber unangenehm laut.

 

%PWM

Drehzahl

Lautstärke

 

 

rpm

dB

Lüfter

0%

0

11,1

 

20%

790

11,8

 

40%

1450

18,1

 

60%

2000

25,6

 

80%

2330

30,6

 

100%

2780

34,3

Die Lautstärke wurde über ein hochempfindliches Instrumentenmikrofon aus 50cm Abstand gemessen. Als Vergleichswert entsprechen 10 dB einem komplett stillen Raum ohne besondere Schalldämmungsvorrichtungen. 20dB sind vernehmbares Atmen, 30 dB dagegen schon störendes Surren/Rauschen.

 

Die Alphacool ist damit um einiges lauter als die bisher verbaute Arctic Liquid Freezer II 360, die bei Lüfterdrehzahlen von 0 bis 1800 rpm selbst bei maximaler Drehzahl unter 20 dB bleibt. Im Gegensatz zur unhörbaren Arctic Pumpe ist die Aurora Pumpe auch (sehr) leise zu hören im Betrieb, wenn die Lüfter nicht drehen.

Kühlleistung

Getestet wurde die Kühlleistung bei fest eingestellter Drehzahl der Lüfter auf einem Intel i5 10600K im Standardtakt und jeweils mit All-Core OC auf 4,7 und 4,9 GHz. Raumtemperatur ca. 22°C, vor dem Test wurde die CPU für 5 Minuten mit dem Prime95 Torture Test gestresst und dann wieder auf Idle Temperatur abfallen gelassen. Jede Temperaturmessung erfolgte nach 5 Minuten Testbetrieb.

Testsystem A:
– MSI MPG Z590 Gaming Force

– Intel i5 10600KF

– G.Skill Aegis DIMM DDR4-3000 16 GB F4-3000C16

– Samsung 970 Evo m.2 SSD

– EVGA RTX 2070 Super XC Ultra

– DeepCool DQ-750-M-V2L

 

Idle

Prime95 Torture 4.5GHz

Prime95 Torture 4.7GHz

Prime95 Torture 4.9GHz

%PWM

Ø CPU °C

max. CPU °C

Ø CPU °C

max. CPU °C

Ø CPU °C

max. CPU °C

Ø CPU °C

0%

32

72

62

75

62

78

65

20%

30

65

58

66

58

69

57

40%

28

63

56

64

55

62

55

60%

27

62

56

 

 

 

 

80%

27

61

55

 

 

 

 

100%

27

60

55

 

 

 

 

Positiv hervorzuheben ist, dass die Temperaturen der CPU auch bei niedrigen Drehzahlen und sogar im halbpassiven Modus (nur Pumpe, Lüfter auf 0rpm) vollständig im grünen Bereich der CPU bleiben. Unter 80°C ist für den Intel völlig ok, hier beginnt noch keinerlei Thermal Throttling.

Größere Hitzköpfe als der 10600K dürften diese Marke allerdings leicht knacken – da helfen dann höhere Drehzahlen, die aber zu entsprechender Geräuschkulisse führen.

Ein Testsystem mit Ryzen 5 3600 zeigt sehr ähnliche Ergebnisse.

Testsystem A:

  • MSI MEG X570 ACE
  • Ryzen 5 3600
  • G.Skill Trident Z 16GB DDR4 3600CL18
  • WD m.2 SSD 500GB
  • ASUS Rog Strix Vega56
  • beQuiet Straight Power 10

Eisbär Aurora LT360

Ryzen 5 3600

Idle

Prime95 Torture

%PWM

Ø CPU °C

max. CPU °C

Ø CPU °C

0%

36,4

78,6

67,8

40%

34,2

71

65,3

100%

33,1

69,8

64,3

Das sind durchweg gute Werte, aber kein wirklich herausragendes Ergebnis.

Die Arctic Liquid Freezer II 360 unterbietet diese Temperaturen jeweils um ein paar Grad – und ist dabei leiser im Betrieb.

(i5 10600K nach den o.g. Testverfahren)

 

Arctic
Liquid Freezer II 360

Idle

Prime95 Torture 4.5GHz

%PWM

Ø CPU °C

max. CPU °C

Ø CPU °C

0%

31

67

59

20%

28

60

53

40%

27

56

50

60%

27

55

49

80%

26

54

49

100%

26

53

48

Testbetrieb

 

Rein optisch macht die Eisbär Aurora einen großartigen Eindruck. Das ARGB Logo am CPU Block ist ein Blickfänger und die ARGB Lüfter sind nahezu vollständig illuminiert. Im normalen Betrieb ohne minutenlangen CPU-Torture drehen die Lüfter mit einer entspannt eingestellten Lüfterkurve auch so gut wie immer im kaum wahrnehmbaren Bereich.

Fazit

Die Alphacool Eisbär Aurora LT360 lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück.

Zum einen sieht sie (persönliche Meinung) wirklich gut aus und macht insgesamt einen hochqualitativen Eindruck.

Die Erweiterbarkeit des Kühlkreislaufs ist ein absoluter Pluspunkt. Die Kühlleistung ist gut, wenn auch nicht herausragend. Aber für den normalen Gebrauch bietet die Aurora mehr als ausreichend Reserve.

Lediglich die Lautstärke der Lüfter bei hoher Drehzahl trübt das Bild.

Und – auch wenn man die AiO ja nicht dauernd ab- und wieder aufmontiert – könnte die Installation gerade für Leute, die nicht jeden Tag einen PC zerlegen und zusammenbauen, noch etwas einfacher gehalten sein.

Alles in allem ist die Eisbär Aurora LT360 eine tolle AiO.

 

Mit ca. 150 € ist sie allerdings auch kein unbedingtes Schnäppchen. Wer aber unbedingt eine erweiterbare AiO Lösung sucht oder schlicht besonderes Gefallen an der Optik der Aurora findet, macht hier in jedem Fall nichts verkehrt.

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Seasonic Syncro Q704 mit Syncro Connect DGC-750w

Seasonic Syncro Q704 mit Syncro DGC-750 + Syncro Connect Modul

Ein Review von Sebastian Schwerdtfeger

Ich bin kürzlich durch die PCHMG „Test it – Keep it“ Aktion an ein Seasonic SYNCRO Q704 mitsamt DGC-750W Netzteil gekommen. Das Gehäuse fand ich wirklich sehr lang sehr spannend und wollte das unbedingt mal in der Praxis ausprobiert haben. Von daher konnte ich kaum froher sein, als Martin mich mit der erfreulichen Nachricht anschrieb 🙂 In diesem Sinne schildere ich jetzt hier Stück für Stück meine Eindrücke!

Zuvorderst: Seasonic ist auf dem Hardwaremarkt eine bekannte Größe. Wer nach qualitativ hochwertigen Netzteilen sucht, wird an dem taiwanesischen Unternehmen kaum vorbeikommen. Selbst wer einen anderen Hersteller wählt, hat mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit am Ende doch ein Seasonic Netzteil daheim. Viele bekannte Hersteller vertreiben letztlich „bloß“ umgelabelte Seasonic Produkte. Mit so viel Vertrauen von Verbrauchern und Industrie hat Seasonic sich nunmehr scheinbar gedacht, dass es an der Zeit wäre, die Produktpalette etwas zu erweitern und mit dem SYNCRO Q704 ein erstes Gehäuse herausgebracht.

Seasonic wählt hierbei nicht den einfachen Weg, sondern liefert in zweierlei Hinsicht einen pfiffigen Tower ab:

1.) Das Gehäuse ist primär auf die Seasonic CONNECT Netzteile abgestimmt. Diese versorgen mit nur einem Kabelstrang die sogenannte CONNECT Box, von der aus Kabel an alle weiteren Komponenten gehen. Aus dem Netzteil selbst kommt sonst kein weiteres Kabel mehr. Das soll vor allem das Kabelmanagement verbessern, da die eigentlichen Anschlusskabel kürzer sein können und besser erreichbar sind. Meines Wissens ist das ein wirklich einzigartiges Konzept, vergleichbare Umsetzungen sind mir nicht bekannt.

2.) Das Mainboard wird auf den Kopf gedreht und wandert deshalb entsprechend auf die linke Gehäuseseite. Da die Heißluft von der GPU so nicht mehr zur CPU aufsteigen kann, soll dies vor allem dem Wärmemanagement dienlich sein und ist für mich der eigentliche Aufbringer, der mich seit Launch so begeistert.

In diesem Sinne bin ich total begeistert, jetzt dieses Schmuckstück in meinen Händen zu halten – wobei ich die 15 kg Case nicht wirklich in den Händen halten will, sondern sie doch lieber vor mir auf den Boden stelle. Die UVP für Seasonics Gehäuse-Erstwerk liegt bei sagenhaften 389,90, selbst mit Netzteil liegt man hier also theoretisch in der absoluten Oberklasse. Der aktuelle Marktpreis (01.06.2022) liegt hingegen bei ungefähr gemäßigteren 260€ – die Erwartungshaltung bleibt hoch. Schauen wir uns also mal an, was Seasonic hier abgeliefert hat!

Auspacken & Loslegen

Es gibt Tage, an denen ich die Paketboten wirklich nicht beneide. Heute ist so ein Tag. Der Karton vor meiner Wohnungstüre wirkt erstmal riesig. Wie groß mag wohl das Gehäuse sein?

Ich habe Hummeln im Hintern und fange direkt mit dem Auspacken an. Da fällt direkt etwas auf: Gehäuse und Netzteil sind jeweils in separaten Kartons verpackt. Das finde ich aus mehreren Gründen merkwürdig:

1.) In Deutschland wird das SYNCRO Q704 nur in Verbindung mit den SYNCRO CONNECT Netzteilen verkauft, nicht stand-alone. Da Gehäuse und Netzteil auch aufeinander zugeschnitten sind, ist das aus meiner Sicht durchaus sinnvoll. Wenn diese Teile nun sowieso nur zusammen verkauft werden, warum sind sie dann nicht bereits vormontiert? Das würde einem einiges an Arbeit beim Aufbau ersparen, worauf ich noch später zurückkommen werde.

2.) Als erfreulichen Side Effect würde man dadurch noch Verpackungsmaterial einsparen und auch die Verpackungsgröße könnte deutlich reduziert werden.

Einmal ausgepackt sieht das Gehäuse klasse aus. Ein Blick ins Innere wird zwar anfangs noch aufgrund der verschraubten Transportsicherung verwehrt, aber äußerlich hat man hier ein sehr dezentes Schmuckstück geschaffen. Der Materialmix aus robustem Stahl, Alu und Glas hinterlässt eine hohe qualitative Anmutung. Seasonic liefert hier kein „dünnes Kuchenblech“ sondern ein rundum stabiles Produkt. Nichts wackelt, nichts klappert, hat irgendwie Spiel oder macht schon beim Ansehen seltsame Geräusche. An den Kanten schneidet man sich nicht und vom ersten Eindruck her muss man kein Raketenwissenschaftler sein, um das Case mit den Komponenten seiner Wahl zu verschmelzen. Die Staubfilter sitzen alle gut und lassen sich auch einwandfrei entnehmen und reinigen. Kaum 5 Minuten nach Auspacken machte mein Kater seinerseits einen Praxistest und sprang auf’s noch leere Gehäuse. Steht fest, Staubfilter oben sitzt und wird auch nicht von seinen Krallen durchlöchert. Es könnte also gar nicht besser anfangen.

Seasonic CONNECT DGC-750W

Das DGC-750W ist für mich gewissermaßen ein Abstieg, da ich bis zum Beginn des Tests noch ein etwas größeres Seasonic PRIME GX-850 verwende. Dieses sieht quasi 1:1 wie das CONNECT Netzteil aus – bis auf den Umstand, dass eben nur ein großes Kabel aus der Rückseite kommt und in die CONNECT Box geht. Die CONNECT Box wird im Gehäuse befestigt und ist dann ein von außen sichtbares Element. Dazu muss man allerdings erst das standardmäßig verbaute Tray zum Kabelmanagement demontieren. Wenn man doch eh beides zusammen erwerben muss, hätte das aus meiner Sicht bereits passiert sein können. Schwamm drüber! Falls es jemanden interessiert: Standard-Netzteile lassen sich NICHT mit der CONNECT Box verbinden.

Die CONNECT Box stellt 6 PCIe Stromanschlüsse Mainboard-seitig bereit sowie den ATX-Stromanschluss für’s Mainboard. Alle weiteren Anschlüsse (CPU, SATA,…) sind auf der Vorderseite und somit per se gut hinter der Gehäusetüre versteckt. Die Box verfügt zudem über einen PWM und RGB Connector zum Mainboard und insgesamt 7 PWM Fan sowie 6 RGB Header. Von Haus aus gibt es allerdings keinerlei Beleuchtung (bis auf natürlich die Power-LED), es bleibt erstmal dezent. Die frontseitig standardmäßig verbauten 3 Gehäuselüfter sind anfangs über einen Splitter gekoppelt, können aber so einzeln an die Box angeschlossen werden. Bei theoretischem Vollausbau im Gehäuse mit 8 Lüftern müsste somit höchstens einer (bzw. 2 zzgl. CPU-Lüfter) am Mainboard angeschlossen werden, wodurch nochmal weniger Kabel zu sehen sind. Anschließend konfiguriert man nur im BIOS den jeweiligen PWM-Anschluss vom PWM-Sync mit der Connect Box und schon surren alle Lüfter mit der gewünschten Drehzahl.

Das Netzteil selbst besitzt den bekannten Hybrid Modus, bei dem der Netzteillüfter erst unter Last zu drehen beginnt. Hörbar ist er aber ohnehin nicht. Das mitgelieferte DGC-750 sowie das kleinere DGC-650 sind jeweils 80 PLUS GOLD zertifiziert, das größere DPC-850 sogar 80 PLUS PLATINUM. Darüber hinaus gibt es zumindest zum Testzeitpunkt keine größeren Alternativen mehr. Da der Stromhunger der Hardware mit jeder Generation größer zu werden scheint, wird Seasonic hier eventuell in absehbarer Zeit nachlegen müssen. Andernfalls müssten Interessenten des Gehäuses bzw. vielmehr der Gehäuse-PSU-Kombi auf andere Netzteile schwenken, was aber den Reiz hinter dem Ganzen etwas schmälert. Und wenn man sowieso ein Netzteil mitkaufen müsste, welches anderswo kaum je Verwendung finden wird, was damit anstellen?

Damit die Glastüre wirklich zur Geltung kommt, sollte man – anders als ich anfangs – die Schutzfolie tunlichst auf BEIDEN Seiten abziehen. Es handelt sich übrigens wirklich um eine richtige Türe zum Aufziehen mit rückseitigen Scharnieren, die an der Vorderseite magnetisch gehalten wird. Der vordere Gehäusestaubfilter lässt sich nur bei geöffneter Türe entnehmen, würde aber auch sonst nicht einfach aus Versehen herausfallen. Alle Staubfilter sind übrigens sehr gut luftdurchlässig – ein Luftzug ist deutlich bemerkbar.

Sobald man die Türe dann mal geöffnet hat, fällt schnell auf: in diesem Gehäuse gibt es Platz. Jede Menge Platz! Ob riesige Grafikkarten, umfangreiche Custom-Wasserkühlung, hohe Towerkühler, Radiatoren (2 x 360mm möglich!), drei Plätze auf der Mainboardrückseite für 2,5″ Laufwerke, entnehmbarer Käfig für zwei weitere 3.5″ Laufwerke.. wer braucht mehr? Und was sehe ich bei der Gelegenheit: Alphacool hat tatsächlich einen fullcover Kühlkörper für meine 3080 Xtreme, ruft da wohl ein neues Projekt? (●’◡’●)

Aufbauen

Der Aufbau geht grundsätzlich locker von der Hand, auch wenn man natürlich erstmal die Blenden fürs Kabelmanagement entnehmen und dann stattdessen die CONNECT Box einbauen muss. Gehäuselüfter sollten evtl. VOR der restlichen Hardware verbaut werden. Speziell der untere Lüfter auf dem Netzteil-Tray wird unkonventionell verschraubt, vor allem aber sind vermutlich die allermeisten CPU-Kühler später im Weg. Für keinen Lüfter ist eine Entkoppelung vorgesehen, einzig und allein 3.5″ Laufwerke werden entkoppelt. Festplatten müssen jeweils verschraubt werden, werkzeuglose Montage ist hier nicht möglich. Speziell angesichts der UVP hätte ich hier mehr erwartet.

Der Eindruck vom Platzangebot im leeren Gehäuse täuschte nicht. Sobald meine Hardware drin steckte, war immer noch reichlich Stauraum vorhanden. Durch das CONNECT Netzteil samt zugehöriger Box ist das Kabelmanagement wirklich ein Kinderspiel. Weniger Aufwand für ein aufgeräumtes Gehäuseinnenleben hatte ich noch nie.

Die standardmäßig mitgelieferten Gehäuselüfter lassen sich nur äußerst wackelig an der CONNECT Box anschließen, aus irgendeinem Grund rasten die 4 Pin Anschlüsse nicht richtig ein. Was aber viel mehr aufstößt, ist ihre unheimliche Lautstärke. Ich hatte die Lüfter initial an der Box angeschlossen und meine gewohnte Lüfterkurve beibehalten. Das führte dann dazu, dass mir fast die Ohren abfielen, obwohl die Lüfter laut Sensoren mit „nur“ knapp über 900 RPM drehten. Bei ansteigender CPU-Temperatur sitzt man dann gefühlt neben einer Turbine. Weil ich anfangs an einen Fehler meiner selbst oder der CONNECT Box dachte, schloss ich die Lüfter testweise direkt ans Mainboard an, jedoch ohne Besserung.
Laut Fan Specifications im User Manual können die Lüfter bis zu 2150 RPM schnell werden und erzeugen maximal 34 dBA, wobei nicht angegeben wird, in welchem Abstand die Lautstärke gemessen wurde. Jedenfalls sind mir die Nidec Gehäuselüfter VIEL zu laut. Ich wollte ursprünglich die Lautstärke des Systems messen, aber das halten meine empfindlichen Ohren nicht aus. Nicht nur ist das Lüftergeräusch an sich schon laut, es kommt mir auch noch so vor, als würden Schwingungen das Problem noch potenzieren. Unter ca. 900 RPM lassen sich die Lüfter per PWM nicht regulieren und laden im Prinzip dazu ein, die Kopfhörer lauter zu stellen. Aber will man sich anschreien lassen, weil die Hintergrundgeräusche so enorm sind?

Von daher zog fast unverzüglich mein Sammelsurium an Noctua Redux Lüftern aka den grauen Eminenzen ins Gehäuse, insgesamt 6 x 140mm und 2 x 120 mm und damit doppelt so viele Lüfter wie vom Werk. Und voila: Ohne Anpassung der Lüfterkurven (35%/45%/65%, 40/50/70°C) kehrt sofort Ruhe ein. An dieser Stelle muss ich klar die Empfehlung abgeben, die Standardlüfter nicht zu verwenden und möglichst auszutauschen. Jedoch wird das preislich ohnehin nicht gerade günstige Gehäuse so zu einem preislich ziemlich teurem Vergnügen, wenn man nicht gerade noch entsprechende Lüfter auf Vorrat hat. Ich muss hier anfügen, dass die Lüfter das System absolut vertretbar belüfteten und kühlten. Die Laufstärke ist aber aus meiner Sicht nicht nur angesichts der stolzen UVP absolut unangemessen. Zudem spricht Seasonic von „powerful, yet silent cooling“. Letzteres trifft nicht zu.

OPTIMIZED AIRFLOW

Kaum viel intensiver bewirbt Seasonic das gedrehte Layout auf der Artikelseite, dabei ist das ja noch längst keine Alltäglichkeit. Und wer weiß, ob es je eine wird? Was mein Interesse an diesem Gehäuse bisher besonders förderte, war, dass Seasonic hier bei luftgekühlten Systemen gewissermaßen gegen die Physik kämpft. Wo anderswo kalte Luft von unten reinströmt und die warme Luft nach oben abgeführt wird, blasen die Grafikkarten hier die warme Luft plötzlich nach unten. Damit soll vermieden werden, die CPU weiter aufzuheizen. Ein echtes Dilemma hinsichtlich der Belüftung: Sollen die Lüfter im Deckel nun herausblasen oder hineinsaugen? Seasonic selbst sagt dazu:

Empfohlen wird also, die Lüfter für die bestmögliche Kühlung der GPU hineinsaugen zu lassen – und bis auf den Lüfter auf der Rückseite alle anderen Lüfter ebenso. Maximal ein 140mm Lüfter findet dort Platz, was mich zweifeln lässt. Schafft der das?

Ich habe dazu entsprechend ein paar Tests mit reinsaugenden bzw. herausblasenden Lüftern im Deckel in für mich üblichem Betriebsmodus durchgeführt. Neben Messungen der idle Temperaturen habe ich noch einen 30-minütigen Gaming-Benchmark durchgeführt. Zum Vergleich habe ich dieselbe Hardware im vorherigen Gehäuse, einem kleineren und weniger belüfteten Fractal Design Define 7 herangezogen. Die Lüfterbestückung lasse ich möglichst vergleichbar, da das Define 7C weniger Lüfter aufnehmen kann: 2 x 140 mm Front, 2 x 140 mm Deckel, 1 x 120 mm jeweils unten und hinten.

Im idle unterscheiden sich meine Messungen nicht ungeachtet der Lüfterausrichtung, CPU (i7-11700) und GPU (AORUS RTX 3080 Xtreme) schlummern bei ca. 36°C. Die GPU-Lüfter sind bei diesen Temperaturen nicht aktiv.
Unter fortwährender Last dagegen kommt die Belüftung richtig zur Geltung: im kleinen Define sowie herausblasend im Q704 erreicht die Grafikkarte (Hot Spot) bis ca. 84°C. (Die GPU-Temperaturen liegen in meinem Falle immer ca. 10°C darunter, Memory Junction etwa 3-4°C.) Saugen die Lüfter im Deckel jedoch Luft ein, gehen die Temperaturen herunter, und zwar deutlich. Plötzlich waren es nur noch ca. 79°C (Hot Spot). Immer noch zu viel? Mit Vollbestückung an Lüftern lande ich nunmehr bei ca. 77°C. Die CPU-Temperaturen habe ich dabei noch gar nicht erwähnt. Die Differenzen waren hier im Höchstfall 1-2°C, was ich grundsätzlich als Messungenauigkeit abtuen würde. Zudem war das nicht die Differenz zwischen unterschiedlicher Ausrichtung, sondern der oben genannten Anzahl Lüfter und maximaler Vollbestückung. Im Gaming-Test hieß das allerdings, dass die Temperatur 70°C erreichte, wodurch die Lüfter auf das von mir festgelegte Limit von 65% Drehzahl loslegten. Fazit für das Belüftungskonzept also bisher: Es klappt! Ich würde durchaus Vollbestückung empfehlen, es macht sich bemerkbar.
Als Anmerkung sei an dieser Stelle gesagt, dass alle dieser Temperaturen völlig im erlaubten Betriebsrahmen sind.

Der Vollständigkeit halber eine kurze Auflistung meiner Testhardware:

MSI Z590 Unify
Intel i7-11700 + Deepcool AK620
Crucial 2 x 16GB DDR4-3600
Gigabyte AORUS RTX 3080 Xtreme
WD SN850 + WD SN750

Seltsames

Ein paar von Seasonics Design- oder Ausstattungsentscheidungen kommen mir etwas merkwürdig vor. So lässt sich der Laufwerkskäfig an 2 Positionen im Boden befestigen. Anders gesagt: es ließen sich 2 Laufwerkskäfige installieren – wenn nicht nur einer geliefert würde. Als Zubehör wird’s scheinbar auch nicht vertrieben, schade eigentlich. Ob jetzt jemand in heutigen Zeiten abseits von NAS & Co. wirklich so viele 3.5″ Laufwerke beherbergen will oder muss, sei hier dahingestellt. Die Festplatten werden übrigens entkoppelt, können allerdings nicht werkzeuglos montiert werden.

Benötigt man den Laufwerkskäfig aber nicht und entnimmt diesen, täte sich auf dem Boden prinzipiell wieder reichlich Platz für Gehäuselüfter auf, zwei 140er könnten unten vielleicht reinpassen. Leider sieht man das bei Seasonic wohl anders und hat das Gehäuse hier nicht entsprechend mit Bohrungen vorbereitet. Verschenktes Potenzial!

Ein 120mm Lüfter kann immerhin auf dem Netzteiltray befestigt werden, allerdings sollte man das speziell mit luftgekühlter CPU UNBEDINGT machen, BEVOR der CPU Kühler eingebaut wurde. Andernfalls kann man genauso gut das gesamte Board mit Kühler erstmal entnehmen oder wie ich mit nur 2 von 4 Schrauben zufrieden sein. Passt, wackelt und hat Luft (Quatsch, fest genug!).

Irgendwie gefällt es mir ja schon, dass die Kabel hier so sauber und schön verlegt werden, ohne, dass man viel dafür tun müsste. Dennoch sind die Stromkabel für PCIe und Mobo weder Fisch noch Fleisch, besonders schön sehen sie m.E. nicht aus. Das ist für mich nicht ganz so wichtig, da der Rechner unter den Tisch kommt und neben dem Glasfenster doch frecherweise mein Tischbein steht. Das Glasfenster ist ja aber gerade der Indikator dafür, dass man hier vermutlich auch an all diejenigen denken wollte, die ihre Technik gerne zur Schau stellen.

Wer im Übrigen die Stock Fans nutzen will (z.B. aufgrund akuter Taubheit nach dem ersten Einschalten), der wird feststellen, dass das Kabel vom hinteren Lüfter im Leben nicht bis zur CONNECT Box reicht. Das man sowas nicht bedacht hat, bereitet mir doch irgendwie Kopfkratzen.

Was ich ehrlich gesagt toll gefunden hätte, wäre ein integrierter GPU-Halter. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob / wie ich die AORUS 3080 Xtreme (1,8kg Grafikspaß) davon abhalte, der Schwerkraft nachzugeben. Eventuell mit einem stabilen Faden am Deckel festbinden? Ansonsten fällt bei der Grafikkarte die tolle LCD-Anzeige auf, wer AiO-Waküs mit Display verwendet oder entsprechende Anzeigen auf dem Mobo hat (wie auch mein MSI Z590 Unify) wird aber ebenso feststellen, dass er sich absofort auf den Kopf stellen muss, um die Anzeigen abzulesen. Aus den bereits genannten Gründen ist das für mich nur Spielerei. Falls jemand auf derlei Späße steht: bei Gigabyte z.B. lässt sich die Anzeige der AORUS 3080 Xtreme nicht einfach auf den Kopf stellen, kA wie’s anderswo aussieht!

Wer im Übrigen die Stock Fans nutzen will (z.B. aufgrund akuter Taubheit nach dem ersten Einschalten), der wird feststellen, dass das Kabel vom hinteren Lüfter im Leben nicht bis zur CONNECT Box reicht. Das man sowas nicht bedacht hat, bereitet mir doch irgendwie Kopfkratzen.

Was mich angesichts des neuen und kleineren Seasonic Q503 etwas überrascht hat ist der Umstand, dass das Q704 eine andere CONNECT Box verwendet. Das bereitet mir doch etwas Sorge in Hinblick auf die Zukunft. Ich würde mich jedenfalls nicht darauf verlassen wollen, dass man in ein paar Jahren noch problemlos Ersatzteile für dieses proprietäre Stück Technik bekommt, welches ja quasi nur in diesem einen Gehäuse Verwendung findet.

Fazit

Kurz und schmerzlos: Im Grunde genommen macht man mit dem Gehäuse nichts verkehrt und ich empfehle es sehr gerne weiter. Wer jedoch nicht unbedingt das gedrehte Layout und die hohe Integration von Netzteil und Gehäuse braucht oder will, dem fehlt hier vielleicht irgendein besonders lockendes Argument.

Dabei spricht sehr vieles für das Q704:

+ Top Verarbeitung
+ sehr gutes Platzangebot
+ 1A Kabelmanagement
+ leichte Montage
+ Das Kühlkonzept funktioniert!
+ Seasonic-typisch einwandfreies Netzteil
+ Optik (klar, subjektiv)
+ Entkopplung für 3,5″ Laufwerke (wer solche denn noch braucht)

Weniger gut sind hingegen:

– die ab Werk verbauten Lüfter gehen unter keine Kuhhaut und sind unnötig laut
– keine Entkopplung der Lüfter, besonders mit den Stock Fans sorgte das für zusätzliche Unruhe
– an vielen Stellen wäre werkzeuglose Montage wünschenswert

Einigen Punkten stehe ich relativ neutral gegenüber. Ob die Integration von SYNCRO und CONNECT oder die CONNECT Box als solches sich durchsetzen wird und auch auf mittel- oder längerfristige Sicht Ersatzteile verfügbar sein werden, wird sich erst zeigen müssen. Ich, von Haus aus Pessimist, kann hier somit bestenfalls positiv überrascht werden. Problematisch sehe ich da schon eher, dass Seasonic hier nur von 650 bis 850W gedacht hat, was für Interessenten mit leistungshungrigerer Hardware u.U. nicht ausreicht.

Der Preis ist grundsätzlich ein heikles Thema. Würde mich jemand fragen, ob ich ihm die Kombi aus Q704 und DGC-750 für 389,90 UVP wärmstens empfehle, müsste ich verneinen. Mir scheint das nicht angemessen, zu diesem Kostenpunkt würde ich zumindest Features wie Entkopplung der Gehäuselüfter und werkzeuglose Laufwerksmontage erwarten. Zudem wäre ein integrierter GPU-Halter wirklich toll; wie ihr seht, mehr Features kann man sich immer wünschen. Vor allem aber erwarte ich dann leise Gehäuselüfter.

Reden wir nun von 260€ klingt das erstmal immer noch nach viel Geld, aber man bekommt dafür ja zum Gehäuse auch noch ein passendes Netzteil und zusammen dann ein pfiffiges Gesamtkonstrukt mit prima Kabelmanagement. Ein vergleichbares Seasonic Prime GX-750 Netzteil kostet aktuell knapp 130€, womit noch 130€ für’s Gehäuse blieben. Das kostete mein Define 7 Compact und ganz ehrlich: da bin ich Seasonics Q704 dann eher zugeneigt. Das Gesamtpaket aus Optik, Belüftung und Platzangebot gewinnt hier, auch wenn der Vergleich mit dem deutlich kleineren Kompaktgehäuse vielleicht nicht ganz fair ist. Die Nidec-Lüfter lassen mich allerdings weiterhin die Zähne knirschen. Bitte Seasonic, setzt in der nächsten Generation hier an. Ihr macht hier viel richtig, verscherzt es euch nicht an den Ohren eurer Käuferschaft 🙂

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Asus ROG Gladius 3 Wireles Review – Niclas Engelmann

Review Rog Gladius lll Wireless

Ein Review von Niclas Engelmann

Ich hatte die Ehre an der „Test it Keep it“ Aktion 3/22 teilzunehmen und damit verbunden natürlich auch die Aufgabe die ASUS ROG GLADIUS III Wireless auf Herz und Nieren zu testen.

Zuerst natürlich die Verpackung der Maus, und da lässt sich Asus Rog Strix natürlich wie bei allen Produkten nicht zweimal bitten und legt mal wieder ordentlich vor. Die Maus kommt in einem kleinen aber feinen rot schwarz gehaltenen Karton. An der rechten Seite ist der Karton mit dem Klebestreifen versiegelt und darunter ist ein Magnetstreifen, der auch nach dem Öffnen den Karton schön zusammenhält. Öffnet man den Karton dann sieht man eine Schaumstoffform in welcher die Maus selbst, das USB-C Kabel und der Dongel liegen. Nimmt man die Maus dann aus der Verpackung ist diese mit Folie an der groben Oberfläche und an den Gleitpads geschützt. Nimmt man die Schaumstoffform dann raus erspäht man die üblichen Beilagen, Handbuch, Aufkleber usw. Aber auch für mich neu waren die beiliegenden 5pin Omron Switches, doch dazu später mehr.

Die Maus verfügt wie im Namen verraten über Wireless Verbindungsmöglichkeiten. Man kann die Maus per USB-Dongel über RF 2,4 GHz verbinden oder mit der Standard BT Verbindung betreiben. Natürlich ist die Maus auch mit dem USB c Kabel verbunden weiterhin verwendbar. Der Dongle sowie das Kabel sind unfassbar hochwertig verarbeitet, und auch am Dongle hat ROG Strix nicht an Individualität gespart. Überall „sexy“ Kanten und Ecken, meiner Meinung nach sehr edel, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Als Sensor ist ein üblicher optischer Sensor verbaut der von 100 bis 26.000 DPI bei einer maximalen Abweichung von 1 % unterstützt.
Die verbauten Rog-Mikroschalter verfügen über eine Lebensdauer von ca 70Millionen Klicks, doch Asus Rog Strix liefert dazu noch die Möglichkeit bei Plug n‘ Play die Switches einfach auszutauschen. Man kann die Switches von 3 Pin Mikroschalter zu den neusten optischen 5pin Omron Schaltern tauschen.

Optisch macht die ROG GLADIUS III Wireless natürlich schick was her. RGB Beleuchtung über Armory Crate steuerbar, was will man mehr? 
Mich besonders hat die Beleuchtung an der linken Seite der Maus sehr angesprochen, diese kleinen feinen und hochwertigen Schriftzüge beleuchtet sind schon beeindruckend. Unter anderem ist das Mausrad und das ROG STRIX Logo auf der Front der Maus mit beleuchtet.
Nun zu meiner Meinung nach 14 Tagen Test.
Optisch wie auch technisch macht diese Maus ordentlich was her. Für mich als absoluter ROG STRIX Fanboy ist das natürlich wie gemacht. Optisch gebe ich der Maus daher eine glatte 10/10. Technisch muss ich leider einen Punkt abziehen, da ich in Verbindung mit 3 weiteren WLAN verbundenen Geräten feststellen musste, dass die Maus dann „Verbindungsprobleme“ aufweist. Daher eine 9/10.

Zusammenfassend ist die ROG GLADIUS III Wireless eine absolute Empfehlung wert.


Hersteller Seite: https://rog.asus.com/de/mice-mouse-pads/mice/wireless/rog-gladius-iii-wireless-model/

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Asus ROG Keris Wireless – Domenico L. Ninotta

Asus ROG Keris Wireless Gaming Maus

Ein Review von Domenico Lauricella Ninotta

Testobjekt: „Asus ROG Keris Wireless“

Vielen Dank vorab an PCHMG und Asus, die mir die Möglichkeit geboten haben, die neue Wireless Maus „Asus ROG Keris“ ausführlich zu testen.

Lieferumfang / Karton:
Die Maus kommt in einer schlichten, aber dennoch stylischen Verpackung, auf der man eine gute Übersicht der Eigenschaften und Funktionen erhält. Die Verpackung ist ökologisch gut durchdacht und umgesetzt, da sie hauptsächlich aus Papier bzw. Pappe besteht und wirklich kaum Plastik verwendet wurde.
Neben den Handbüchern wird ein „ROG Paracord“ als Aufladekabel mitgeliefert.
Neue „100% PTFE-Mausfüße“ mit abgerundeten Kanten sind auch enthalten und können jederzeit ersetzt werden, sobald die alten durch sind.
Zwei Sets austauschbarer farbiger „Seitentasten“ und die neuen „Omron Mouse Switches“ werden mitgeliefert und verlängern somit die Lebenszeit der Maus enorm.

Optik / Qualität / Bewertung
Die Optik der ROG Keris ist schlicht und dennoch interessant. Sie ist relativ klein, aber dafür ergonomisch ausgereift.
Die Maus hat eine hochwertige Qualität. Der untere Teil der Maus ist „glatt“ gehalten, während die Oberfläche der Maustasten und die Oberfläche der Seiten etwas rauer ist und man somit mehr Grip hat.
Die Maustasten haben ein wirklich gutes Feedback und das Klicken fällt nicht zu leicht aber auch nicht zu schwer, man klickt also nicht ungewollt mehrfach wie es leider bei manchen anderen Mäusen der Fall ist. Einzelklicks wie z.B. für das „singlefire“ funktionieren also problemlos.
Die Daumentasten sind auf fast einer Ebene mit der Maus und stören somit keineswegs. Die austauschbaren Daumentasten, die mitgeliefert werden unterscheiden sich jedoch nur farblich. Für die Auslösung der Daumentasten muss man etwas mehr Druck ausüben, was aber am Ende gegen „ungewollte“ Klicks hilft und somit positiv zu bewerten ist.
Die Gleitfüße der ROG Keris habe ich in dieser Form bisher noch nicht gesehen, aber die Gleiteigenschaft der Maus ist wirklich sehr gut.
Das Mausrad ist aus einem weichem Gummi, welcher einen super Grip und ein super Handling liefert. Außerdem fühlt sich das Mausrad qualitativ hochwertig an und sitzt sehr stabil. Das „scrollen“ fällt leicht und unbeschwert.
Die ROG Keris ist sehr präzise dank des „PAW3335“ Sensors und es macht Spaß mit ihr FPS Shooter zu spielen. Die wireless Übertragung der Maus ist wirklich klasse und ich hatte sogar das Gefühl weniger input Lag im Vergleich mit meiner alten
wireless Maus beim Spielen zu haben..
Die Software besitzt alle regulären Einstellungen.
Die DPI lässt sich in 100ter Schritten einstellen und man kann zwischen insg. vier verschiedenen Profilen per Knopfdruck wählen. Es gibt sogar spezifische Profilvergaben für eure Spiele bei denen ihr die Maussettings je nach Spiel anpassen könnt. Man kann noch eine „Winkel-Erfassung“ oder auch die „Lift-off“ Erkennung einstellen.
Ihr habt diverse Beleuchtungseinstellungen sowie die „Aura-Sync“ Funktion bei der ihr eure Hardware etc. passend farbig synchronisieren könnt.
Das Gewicht der Maus ist kein Problem und man hat ein gutes Allround Handling.
Der Akku der Maus wird leider nur in 25er Schritten angezeigt, so dass man den genauen Entladezeitpunkt der Maus schwer deuten kann. Da die Maus aber nach ca. 15min Ladezeit wieder bei rund 50% Akku steht, ist dies nicht allzu störend.
Der Akku hält ca. 2-3 Tage bis er wieder geladen werden muss.

Fazit:
Die Form der Maus ist sehr ergonomisch und selbst eine Stundenlange Nutzung wirkt nicht belastend. Meine Finger verkrampfen nicht mehr nach mehreren Stunden wie es bei anderen Mäusen der Fall war.
Die ROG Keris ist bestens für Nutzer mit einem „Palmgrip“ oder „Clawgrip“ geeignet.
Durch ihre Größe ist sie jedoch eher optimal für Nutzer mit kleineren bis mittelgroßen Händen.
Ich habe große Hände und mein Daumen und mein rechter kleiner Finger, schleifen beim spielen auf dem Mauspad. Dadurch bin ich öfters mal beim tracking des Gegner verrutscht, was aber für mich nicht so schlimm ist, als vielleicht für andere Gamer.
Aus dem Grund würde ich die Maus wie oben schon erwähnt, eher Leuten mit kleinen bis mittelgroßen Händen empfehlen.
Im Großen und Ganzen ist die ROG Keris jedenfalls für mich eine definitive Kaufempfehlung.
Sie bringt alles mit was ein echter Gamer braucht und ist zudem noch wirklich zuverlässig und Präzise. Die wireless Übertragung funktioniert einwandfrei und ich hatte keine einzige Unterbrechung oder Störung während der gesamten Nutzung.
Ich habe zudem noch keine Maus im Einzelhandel gesehen, die sogar Ersatzswitches mitliefert und somit die Lebenszeit der Maus auch nach Ablauf der Garantie enorm steigert.
Ein klarer Daumen hoch für die „ASUS ROG Keris wireless“ !!

Herstellerseite: https://rog.asus.com/de/mice-mouse-pads/mice/wireless/rog-keris-wireless-model/

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Sharkoon TG7M Review – Adrian Kramny

Sharkoon TG7M PC Gehäuse

Ein Review von Adrian Kramny

Guten Tag Community.

Heute darf ich euch das Sharkoon TG7M RGB vorstellen. Vielen dank an dieser Stelle an Sharkoon für das Bereitstellen des Gehäuses. Wer schon länger bei uns ist, weis, dass Sharkoon einer unserer Partner mit seiner Produktpalette ein starkes P/L Verhältnis hat und neben Gehäusen auch Netzteile, Lüfter und sonstiges Zubehör auf dem Markt zu Verfügung hat.

Das Gehäuse, kommt sicher verpackt und eingetütet in einer Stoffhülle welche wie sonst auch üblich von Styropor an der Front und Rückseite gesichert ist. Nach dem Entfernen der Umverpackung konnte ich den ersten Blick auf das ganze werfen. Ein modern aussehendes Case mit den Abmessungen L/B/H von 48,5 x 22,0 x 48,8 cm. Mit einem Gewicht von gerade einmal 7,8 kg ist es zudem auch noch recht leicht. Das Sharkoon TG7M Rgb kommt mit schon 4 vorinstallierten ARGB Lüftern von denen 3 in der Front sitzen, wo wir eine schickes Mesh vorfinden, um Maximalen Airflow zu bekommen und einem als outtake auf der Rückseite. Man könnte jedoch noch weitere 3 x 120 mm im Deckel platzieren. Oder optional 2 x 140mm. Sharkoon liefert zudem jede Menge zubehör mit, welches wie folgt aussieht.

  • Kabelbinder

  • Enkopplungsringe

  • PWM Adapterkabel

  • jede Menge Schrauben

  • Blende für den vertikal Mount

  • Klettverschlüsse

Dies ist ehrlich gesagt mein erstes Gehäuse von Sharkoon, das mir bislang auf den Tisch gekommen ist und ich muss direkt mal sagen, die Aufmachung macht schon einiges her und auch auf den ersten Blick ist es ein sehr hochwertiges gut verarbeitetes Gehäuse.

Ich bin hinsichtlich des ersten Eindrucks über das Platzangebot in dem Case positiv überrascht. Denn nicht nur die schon vorhandenen Lüfter machen es einem einfach sein System darin zu komplettieren, sondern vor allem der großzügige Platz auf der Rückseite lässt genügend platz für ein ordentliches Kabelmanagement. Sehr schön finde ich auch den schon vorinstallierten ARGB HUB der sauber verkabelt auf der Rückseite Platz gefunden hat.

Laut den Abmessungen, habt ihr im TG7M RGB, genügend Platz, um in der Front oder Oberseite 3x 120 mm Lüfter / 2 x 140 mm zu platzieren sowie an beiden stellen Radiatoren bis zu 360 einzubauen. Falls es Luftgekühlt sein soll, besteht die Möglichkeit Kühler mit bis zu 172 mm Maximalhöhe zu verbauen, was es problemlos macht, einen Noctua NH-D15 zu montieren.

Auf der unteren Seite des Gehäuses gibt es neben der Abdeckung, die eine Aussparung für Netzteile mit Display bietet, auch die passenden Gewindebohrungen für den Vertical Mount den Sharkoon uns ebenfalls mitgeliefert hat. Die Montage dieses Vertical Mounts ist kinderleicht und in wenigen Minuten vollzogen. Zudem hat man unter der Abdeckung noch die Möglichkeit eine 3,5 Zoll HDD zu platzieren.

Es können in TG7M RGB Grafikkarten mit eine Maximalen Länge von bis zu 38 CM verbaut werden, was so gut wie jedes Modell Kompatibel macht.

Staubfilter auf der Unterseite der Front und im Deckel verhindern hier das zu viel Staub angesaugt wird und ersparen einem ständiges saubermachen.

Leider ist es mir derzeit nicht möglich gewesen ein Testsystem darin zu verbauen, weil mir schlichtweg die notwendige Hardware fehlt. Dafür entschuldige ich mich an dieser Stelle.

Im Großen und Ganzen, kann ich sagen, dass Sharkon mit dem TG7M RGB ein schönes solides und sehr hochwertig verarbeitetes Gehäuse im Sortiment hat, das mit einem Preis von 100€ +- 5 € P/L technisch gesehen einen sehr guten einstieg, bietet. Es ist laut Herstellerangaben mit den gängigsten Programmen steuerbar darunter,

  • MSI Mystic Light Sync

  • ASUS Aura Sync

  • Gigabyt RGB Fusion Ready

  • ASRock Polychome Sync

Bedauerlicherweise konnte ich das diesmal nicht selbst testen. Ich kann das Case jedoch ohne Bedenken empfehlen und zwar aufgrund seiner doch großen Flexibilität, was die gesamte Ausstattung betrifft. Der Einbau von maximal 7 Lüfter, die Mesh Front und das gesamte durchdachte Gehäuse lassen sicherlich problemlos die Hardware mit einem Kühlen Kopf ins Rennen gehen.

Alles in allem werde ich sicherlich beim nächsten Build das TG7M RGB zum Einsatz bringen, denn optisch spricht mich das ganze schon sehr an.

Vielen Dank nochmal an Sharkoon für das Bereitstellen und die Chance es euch hier zeigen zu können.

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Test it - Keep it

Sharkoon TG7M RGB + Vertical GPU Kit

Test it - Keep it: Sharkoon TG7M RGB + Vertical GPU Kit

Ein Review von Andreas Wolf

An dieser Stelle ein Danke an Sharkoon für die Bereitstellung des TG7M RGB, für das folgende „Test it- Keep it“ Review.
Wer kennt Sharkoon nicht? Ein Hersteller für PC Hardware und Peripherien, der durch eine grosse Palette an Produkte, die ein sehr gutes P/L Verhältnis haben, bei immer mehr PC Enthusiasten auf der Auswahlliste steht.
Auch ich hatte schon ein Case aus der TG Reihe im Einsatz, nämlich das TG5. Ein tolles Case, wenn es nicht dieses eine Problem hätte: die Front aus Glas sorgte leider dafür dass der Airflow nicht sehr optimal war.
Im folgenden Review möchte ich meine Erfahrung mit dem TG7M mit Euch teilen und Euch zeigen wieso Ihr bei Eurer Suche nach einem neuen Case, auch das TG7M zur Auswahl hinzufügen solltet oder auch nicht. 

Link zur Produktseite: https://de.sharkoon.com/product/35069

Versand und Verpackungsinhalt

Das Sharkoon TG7M Gehäuse kommt in einem sehr robusten und schlicht gehaltenen Karton.
Der Karton zeigt uns auf den Aufdruck was uns hier erwartet und die wichtigsten Spezifikationen.
Im
Inneren ist das Case nochmals in einer Stoffhülle verpackt und wird von 2 Styroporteile, die dazu dienen das Case zu sichern, gehalten. Diese sind am Boden und Top des Gehäuses positioniert.
Um das Case aus dem Karton zu entfernen muss dieser oben geöffnet werden, auf der linken Seite gekippt und danach das Case rausgezogen werden, damit es auch richtig rum steht.
Da das Glas nicht sehr geschützt wird, z.B durch ein Styroporteil, hätte ich mir hier eine andere Möglichkeit zur Sicherung im Karton gewünscht, vielleicht so dass die Seitenteile in Styropor eingeschlossen werden und nicht wie jetzt nur Boden und Top des Gehäuses.
Einmal ausgepackt, steht vor uns das Sharkoon TG7M, eine Anleitung sowie ein Stickerbogen.
Weiteres Montagematerial ist, wie meist üblich, in einem kleinen Karton im HDD Schacht verstaut.
Hier enthalten ist:
– die Blende für den vertikalen Einbau der GPU
– Klettverschlüsse
– Kabelbinder
– Entkopplungsringe
– PWM Adapterkabel
Schrauben
Schon vormontiert, finden wir im inneren des TG7M eine Anzahl von 4 x 120mm aRGB Lüfter.

Spezifikationen / Einbaumöglichkeiten

Um nicht alles hier reinzuschreiben, könnt Ihr gerne die Daten den Spezifikationen, die Sharkoon zur Verfügung stellt, entnehmen.
Was ich aber hinzufügen möchte ist, anders als angegeben, dass in der Front auch ein Radiator bis zu 60 mm eingebaut werden kann, wenn die Lüfter zwischen Frontblende und Gehäusefrontwand befestigt werden. Bei einer Push-Pull Konfiguration ist dann wieder nur eine geringere Dicke möglich.

Was den vertikalen Einbau einer Grafikkarte betrifft, hier ist nur der Einbau einer 2-Slot Grafikkarte möglich. Eine 3-Slot Grafikkarte kann man auch einbauen, jedock „klebt“ diese am Glasseitenteil und könnte langsam „ersticken“, da hier kein Platz „zum Atmen“ übrig bleibt.

Für den Einbau einer Custom-Wasserkühlung sehe ich da ausreichend Platz.

Erster Eindruck

Sharkoon bietet uns hier ein sehr stabiles und wertiges PC Gehäuse, das genügend Platz für die zu verbauende Hardware zur Verfügung stellt.

Mit dem TG7M bieten nun Sharkoon auch eine Lösung für die schlechtere Luftversorgung der Komponenten bei den Vorgängermodellen, durch den Einbau einer Meshfront, die dafür sorgt dass die Komponenten ausreichend mit kühlere Luft versorgt werden und auch den Airflow verbessert.
Der Front wurde, abgesehen vom Mesh, 2 graue metallische Zierblenden spendiert, die der Front einen besonderen Look verleihen, anders als sonst flacher Form bei anderen Hersteller. Ein Sharkoon Logo ist im unteren Bereich des Meshgitters angebracht.

Die schon erwähnte Lüfter sind genauer gesagt die Silent Storm RGB PWM 120mm, bieten ein Drehzahlbereich von 400 bis 1400 rpm und als Beleuchtung finden wir 9 adressierbare LEDs pro Lüfter. Die Einstellung der Beleuchtung der Lüfter erfolgt über den mitgelieferten und bereits eingebauten Controller. Diesen kann man entweder als Controller mit eigenen Beleuchtungsmodi nutzen oder als Hub durch die Verbindung am aRGB Header des Mainboards. Wird der Controller am Mainboard angeschlossen, ist die Steuerung über den Resetknopf nicht mehr möglich. Eine Anzahl von 8 aRGB Lüfter sind damit steuerbar. Wer auch im oberen Bereich des Gehäuses Lüfter einbauen will, der sollte über einen PWM Lüfter Hub nachdenken, um die Drehzahl den eigenen Bedürfnissen anpassen zu können und den Lüfter Header am Mainboard zu entlasten.
Die Seitenteile werden von der Rückseite durch jeweils 2 Rändelschrauben fixiert und lassen somit das Gehäuse etwas cleaner aussehen. Das Glas ist leicht getönt, was aber den Einblick auf die verbaute Hardware nicht stört.
Um den Betrieb staubfreier zu halten, finden wir auf den Deckel und hinter der Front
jeweils einen magnetisch fixierten Staubgitter. An der Unterseite befindet sich noch ein Staubfilter für das Netzteil, der nach hinten herausgezogen werden kann um ihn zu säubern.
Der Einschaltknopf, Resetknopf (alternativ Umschaltknopf für
den aRGB Controller), 2 x Status-LEDs, 2 x USB 3.0, 1 x USB-C und Audiobuchsen für Kopfhörer und Mikrofon befinden sich auf den Deckel des Gehäuses.
Das Innere des Gehäuses bietet ausreichend Platz für den Einbau eines Mainboards von einer mITX bis hin zu eATX Grösse. Ausreichende Kabeldurchführungen sind vorhanden, sowohl über als auch unterhalb des Mainboards. Seitlich finden wir Kabeldurchführungen passend für ein Mainboard bis zu einer ATX Grösse und zusätzliche für ein eATX Mainboard. Der Platz zwischen diesen Kabeldurchführungen wird auf der Rückseite für das Kabelmanagement genutzt. Leider werden beim TG7M keine Gummidurchführungen genutzt oder mitgeliefert, so dass die Kabel auf der Rückseite sichtbar bleiben und so das Kabelmanagement erschweren. Das PSU Cover bietet, durch die vorinstallierte Aufnahmen, den Einbau der 2,5 Zoll Laufwerktrays von der Rückseite, so dass diese sichtbar bleiben. Eine Öffnung im PSU Cover lässt den Blick auf das eingebaute Netzteil frei. Die auf dem Cover befindlichen „Schlitze“ dienen zur Umleitung des Luftstroms des unteren Frontlüfters, so dass die eingebaute Grafikkarte besser mit Luft versorgt wird.
Die Rückwand
stellt typisch eine Aussparung für die I/O Blende, 7 Slots mit Blenden für Erweiterungskarten und eine Aussparung für die mitgelieferte Blende für den vertikalen Einabu einer Grafikkarte.
Was den Platz für den hinteren Lüfter betrifft, hier ist leider nur der Einbau eines 120mm Lüfter möglich.
Die Gehäusewand bietet in der Front die Aufnahme von 3 x 120mm oder 2 x 140mm Lüfter,
was auch auf den Deckel zutrifft. Wie schon erwähnt, bleibt bei einer Montage der Lüfter in der Front zwischen Frontblenden und Gehäusewand, mehr Platz für ein Radiator, jedoch entfällt dabei die Möglichkeit der Nutzung des Filtergitters.
Die Rückseite des Mainboardtrays bietet genug Möglichkeiten für ein gutes Kabelmanagement, auch wenn man die Kabeln anders verlegt als vorgegeben. Die hier befindlichen
2,5 Zoll Laufwerktrays können werkzeuglos montiert werden, die Laufwerke müssen aber an den Trays verschraubt werden.
Im vorderen Bereich, unter dem PSU Cover, befindet sich noch ein HDD-Käfig. Hier ist der Einbau einer 3,5 Zoll Festplatte im Käfig und einer 3,5 Zoll Festplatte oder einem 2,5 Zoll Laufwerk auf den Käfig, möglich.
Das Netzteil liegt zur Entkopplung auf 2 Moosgummistreifen.

 

Kleiner Testeinbau

Verwendete Hardware:

  • Netzteil: Sharkoon Silent Storm Cool Zero 750W

  • Mainboard: Asus ROG Maximus XI Hero

  • CPU: Intel i7 9700k

  • CPU Kühler: Arctic Freezer 34 eSports Duo Weiss

  • RAM: Patriot Viper RGB 16GB DDR4-3600 CL17

  • Grafikkarte: 1 x MSI RTX 3070ti Ventus 3x 8GB
    1 x Gigabyte GTX 970 G1 Gaming Windforce

  • Laufwerk: Micron 240GB SATA SSD

Der Einbau war dem verfügbaren Platzangebot entsprechend leicht und der kurze Testbetrieb angenehm leise.
Auch die RGB Steuerung war problemlos möglich, sowohl per Resetknopf als auch per Software, bei einer Verbindung mit einem aRGB Header am Mainboard.

Das „Vertical Graphics Card Kit“

Das mitgelieferte Kit für den vertikalen Einbau einer Grafikkarte beinhaltet einen PCIe 3.0x16 Riser Kabel, Schrauben und eine Halterung für die Befestigung des Riserkabels im Gehäuse. Leider ist diese Halterung nicht für das TG7M Gehäuse geeignet. Hier müssen die Abstandshalter für die Befestigung auf dem PSU Cover genutzt werden. Dadurch geht meiner Meinung nach etwas an Stabilität des PCIe Slots am Riserkalbel verloren. Wie oben schon erwähnt, ist hier nur der vertikale Einbau einer 2-Slot Grafikkarte möglich.

Mein Fazit

Das Sharkoon TG7M Gehäuse kann durchaus überzeugen, auch wenn paar Kleinigkeiten noch Verbesserungen benötigen. Sharkoon ist aber auf den besten Weg dahin, wenn man die Entwicklung der TG Reihe anschaut, sowie die neuen Produkte aus dem Hause Sharkoon. Für einen aktuellen Preis von knapp 103 Euro ( https://geizhals.de/sharkoon-tg7m-rgb-a2655435.html ) bekommt man ein solides Case das sich zeigen lässt. Von mir eine klare Kaufempfehlung für jemanden der nicht viel ausgeben will, dennoch ein tolles Case haben möchte.

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Test it - Keep it

Noiseblocker Test it Keep it eLoop X – Alexander Heussner

PCHMG X Noiseblocker Test it keep it

Ein Review von Alexander Heussner

Auf die Frage wie viel Meter Kabel man vermutlich benötigen wird hatte Noiseblocker eine simple
Antwort:
JA!

Und mit diesem Satz wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen meines Reviews, denn auch ich hatte die Ehre die Noiseblocker eLoop-X BP12-PS in der Farbe schwarz zu testen und darf für euch meine Erfahrungen und Beobachtungen schriftlich festhalten. An dieser Stelle möchte ich mich direkt bei dieser tollen Community sowie beim PCHMG-Team direkt bedanken.

Angekommen sind die sechs 120mm sowie der einzelne 140mm Lüfter in einer schwarzen schlicht gehaltenen und um ehrlich zu sein etwas „billig“ wirkenden Einzelverpackung. Dies soll keinesfalls direkt eine Kritik sein, wenn ich jedoch nichts von der Firma wüsste, so würde ich vermutlich im stationären Handel als Laie an den Lüftern vorbei gehen und mich vermutlich für andere Lüfter entscheiden. Noiseblocker steckt also lieber etwas mehr Geld in Verarbeitung und Lieferumfang als das Geld für großartig aussehende sowie gut durchdachte Verpackung zu vergeuden. Das ist mir persönlich sogar lieber. Sofort nach dem Öffnen der Verpackung springen einem die vielen Kabel ins Auge. 2x PWM sowie 2x ARGB in zwei verschiedenen Längen.

Dazu möchte ich nur eines sagen:
Klasse! Für mein Vorhaben hätte es nicht besser laufen können. Dazu später mehr. Zusätzlich fand ich ein kleines einzeln verpacktes Tütchen mit allerlei Befestigungsmaterial. Nachdem ich mit dem Staunen über die Hülle und Fülle des Lieferumfangs fertig war versuchte ich direkt einen Lüfter aus der Schachtel zu fummeln. Hier macht sich nun wieder die Verpackung bemerkbar. Ich bin ein Mensch, der gerne Schachteln aufheben möchte und sie so gut es geht unbeschadet lassen möchte, falls man sich doch mal für den Verkauf der Hardware entscheidet. Leider ist mir direkt beim ersten Lüfter der Karton, der zur Stabilisierung sowie Abtrennung von Lüfter und Befestigungen/Kabel zuständig ist gerissen. Vielleicht bin ich ein wenig autistisch veranlagt bzgl. der Verpackung, jedoch war ich da schon leicht enttäuscht. Bei den anderen Lüftern war ich dann etwas vorsichtiger. Auf den ersten Blick ist mir direkt die – wirklich – sehr gute Verarbeitung der Lüfter aufgefallen. Die einzelnen Rotorblätter werden durch einen äußeren Ring verbunden und stabilisieren den Lüfter dadurch. Allgemein wirkt die Verarbeitung der Lüfter sehr hochwertig. Das Gehäuse sowie die Gummierungen sind in einem schlichten, matten schwarz gehalten. Das bionisch geformte Lüfterrad ist durchsichtig mit aufgerauten Enden. Der ARGB Hub, welcher ebenfalls im Testpaket enthalten war, ist auch sehr hochwertig verbaut. Hierbei ist mir direkt aufgefallen, dass dieser sowohl über SATA als auch Molex Strom beziehen kann. Dieses kleine Feature finde ich sehr nützlich, da viele SATA Anschlüsse am Netzteil vermutlich bereits durch andere Controller, Festplatten, Pumpen o.ä. belegt sind.

Die Lüfter sind haben die Abmessungen 120x120x25mm und schaffen bei 12V Umdrehungen von 0 bis 1500 Umdrehungen in der Minute bei einer Startspannung von 6V. Angeschlossen werden sie über 4-Pin Molex (PWM). Der Motor hat eine Leistungsaufnahme von 0,95 Watt. Die sieben adressierbaren LEDs, welche sich an der Nabe befinden und sich mittels externem (nicht im Lieferumfang enthaltenen) Controller oder über diverse Mainboard Software steuern lassen, werden über einen 3 Pin 5V Anschluss angeschlossen. Die LEDs verbrauchen dabei bei statisch weißem Licht ca. 0,99 Watt. Durch die aufgerauten Enden der Rotorblätter wird das Licht wunderschön und gleichmäßig gestreut. Ich habe noch keinen Lüfter gesehen, bei dem das Licht so gleichmäßig und clean rüberkommt.

Ich habe die Lüfter nicht klassisch ins Gehäuse verbaut, sondern die Gelegenheit genutzt einen externen Radiator für meine Custom Loop zu installieren. Dazu musste ich natürlich erstmal die Kühlflüssigkeit ablassen und die Hardtubes an einer Stelle trennen, damit ich einen geschlossenen Kreislauf mit dem externen Radiator haben konnte. Die Schläuche habe ich durch die Kabeldurchführung meines Lian Li o11 Dynamic Mini geführt und am Radiator angebracht. Die Lüfter selbst habe ich in Push/Pull Konfiguration an den Radiator montiert.
ACHTUNG an dieser Stelle: Die mitgelieferten Schrauben sind NICHT für Radiatoren (in meinem Fall EKWB Coolstream SE XT30) geeignet, da diese viel zu lang sind. Ich habe die Schrauben dennoch genutzt und einfach die Befestigungsmutter für normale Montage als Platzhalter genutzt (Siehe Foto). Nach dem Anbringen der Lüfter überlegte ich mir genau wie ich die Lüfter am PC anschließe. Ich habe mich dazu entschlossen einen externen PWM Hub zu kaufen und die Lüfter darüber mit den kurzen beigelegten PWB Kabeln anzuschließen. Diesen Hub sowie den ARGB Controller habe ich an der Seite des Radiators befästigt, da ich so wenig Kabel wie möglich (nun insgesamt 4 Statt 12) zum Gehäuse führen wollte. Dadurch entstand nun am Radiator selbst eine riesige Wulst aus Kabel und Controller. Diese wird bei Zeit noch mit einem Selbstgebauten Radiatorstand aus Holz abgedeckt.
Durch das Verwenden der kurzen mitgelieferten Kabel konnte ich die langen PWM und ARGB Kabel als Verlängerung zusammenstecken und diese dann zum Gehäuse führen. Dadurch konnte ich mir den Kauf zusätzlicher Kabel sparen. Ich hätte mir sehr eine Daisy Chain Funktion für PWM sowie
ARGB gewünscht, damit man sich den Kabelsalat sparen würde. Ich bin mir leider nicht sicher warum das nicht schon alle bekannten Lüfterhersteller machen. Dafür gibt es dringenden Bedarf. Dennoch ein „Luxusproblem“. Wenn ich jedoch Lüfter im Wert von mehreren hundert Euro kaufe, darf ich durchaus dieses „Luxusproblem“ haben. Nachdem ich also endlich alle Kabel verlegt, die Lüfter angeschlossen, den Loop befüllt und auf Leaks getestet habe konnte endlich der eigentliche Test losgehen. Schließlich erhoffte ich mir durch die neuen Lüfter die Wassertemperatur bei niedriger Lautstärke signifikant zu reduzieren.

System eingeschaltet, die Lüfter haben sofort die durch mein Asus Board vorfestgelegte Farbe erkannt und haben diese 1:1 abgebildet. Da ich den PWM Hub an den PWM Anschluss meiner Arctic P12 PST angeschlossen habe wurde auch hier direkt die Geschwindigkeit übernommen. Leider habe ich kein Messgerät, mit dem ich die db messen kann, jedoch fiel mir gleich auf, dass die Lüfter bei ca. 50-60% Geschwindigkeit kaum zu hören sind. Man muss dazu sagen, dass ich sehr wenig Platz habe (1.6qm) und er PC ca. auf Kopfhöhe maximal 40cm neben meinen Ohren steht. Dadurch höre ich die Lüfter deutlich lauter als die Lüfter im Gehäuse. Wenn man das Glas des Gehäuses entfernt, sind sie aber verhältnismäßig leiser als die bei mir verbauten Konkurrenten von Arctic. Dafür laufen sie
allgemein aber einen Tick unruhiger. Die Lüfterdrehzahl ist bei mir an die Wassertemperatur gekoppelt. Zwischen 23 Grad bis 30 Grad laufen die Lüfter auf 40-50%. Zwischen 30 und 40 Grad steigt die Drehzahl von 51-100% an. Jeweils war die Pumpe bei 50% fest eingestellt. Die Ergebnisse
haben mich sehr überrascht. Natürlich war eine Verbesserung zu erwarten. 

 

An dieser Stelle möchte ich gerne kurz etwas über mein System sagen:
Lian Li o11 Dynamic Mini
Z690 (ATX Format)
I9 12900k
RTX 3090


Jeder, der dieses Gehäuse kennt weiß, dass es mit einem ATX Board eng wird. Dennoch habe ich imDeckel einen 240mm Radiator und im Boden zusätzlich 360mm verbaut. Im Idle war ich ohne externen Radiator auf der CPU bei 33 Grad und auf der GPU auf 25 Grad bei einer Wassertemperatur von 23 Grad. In der Load lagen die Temperaturen bei CPU 70 Grad, GPU 60 Grad und Wasser nach 3 Stunden bei 38 Grad. Mit externem Radiator waren die Temperaturen identisch, in der Load jedoch
lag nun die Temperatur der CPU bei 56 Grad und GPU bei 47 Grad. Die Wassertemperatur fiel auf 29 Grad. Ich hatte eine Verbesserung erwartet, jedoch wurde meine Erwartung mehr als übertroffen. Ich kann leider noch keine Vergleichswerte mit anderen Lüftern mit gleichem Setup liefern, jedoch werde ich das definitiv nachholen.

Die Noiseblocker eLoop-X haben Vor- und Nachteile. Sie sind sehr hochwertig produziert, sehen richtig gut aus, liefern ein Super Ergebnis beim Kühlen und sind dazu noch flüsterleise. Die Lüfter sind jedoch unnötig kompliziert zu montieren und der Kabelsalat hat mich daran erinnert, warum ich eigentlich keine RGB Lüfter mehr wollte. Ich hoffe, dass mein Test dazu führt, dass sich der ein oder andere mit den Lüftern näher beschäftigt und diesen bei der Kaufentscheidung unterstützt. Ich hoffe
zudem, dass ich die Lüfter behalten darf, denn ich habe sie schon jetzt mit all ihren Macken in mein Herz geschlossen. Letztendlich haben mich Qualität und Design überzeugt. Sobald sie mal montiert sind, ist der Act mit der Montage und mit dem Kabelmanagement schon wieder vergessen. Von mir gibt es für die Lüfter definitiv eine Kaufempfehlung. Ich habe das Testen der Lüfter sehr genossen und freue mich auf weitere Test it, Keep it Aktionen von PCHMG. Wenn du es beim Lesen bis hier her
geschafft habt möchte ich mich auch bei dir für deine Geduld und deine Aufmerksamkeit bedanken.

In diesem Sinne
#vondercomfürdiecom
Euer Alex

 

Text unbearbeitet von Alex übernommen

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Test it - Keep it

Noiseblocker Test it Keep it eLoop X – Adrian Kramny

PCHMG X Noiseblocker Test it Keep it

Ein Review von Adrian Kramny

Guten Tag Community.

Heute möchte ich euch gerne die mir übersendeten NB eloop-X BP12-PS in weiß vorstellen.

Vielen dank an dieser Stelle schonmal an PCHMG und Noiseblocker für diese Möglichkeit.

Aber kommen wir doch erstmal zu den Lüftern an sich. Angekommen sind die Lüfter 9 Stück alle einzeln verpackt. Zu jedem Lüfter beiliegend gibt es 1 Kurzes PWM & ARGB sowie ein langes Kabel. Diese Option hat mich schonmal sehr Positiv gestimmt, da ich selbst entscheiden konnte, ob ich ein eher kurzen oder langen weg zum ARGB-HUB habe, was unnötigen Kabelsalat beim verlegen zu gute kommt. Die Noiseblocker eloop-x BP12 PS in weiß fühlen sich schon direkt auf den ersten Griff sehr hochwertig an.

Ein sehr stabiler Rahmen mit dem Bionisch geformten und durchsichtigen Lüfterrad runden das ganze elegant ab.

Jetzt aber ein wenig zu den Technischen Daten der eloop-x mit ARGB:

  • Maße: 120x120x25 mm
  • Nenndrehzahl (12V): 0-1.500 U/min
  • RPM Anschluss: 4-Pin Molex (PWM)
  • Startspannung: 6 V
  • Leistungsaufnahme Motor: 0,95 Watt
  • Anschluss LED: ARGB Connector 3Pin
  • Spannung ARGB LEDs: 5 Volt
  • Leistungsaufnahme LEDs: < 0,99 Watt (Licht weiß)
  • Es sind 7 LEDS in der Nabe verbaut.

Es gibt eine Last Erkennung, welche die Drehzahl auf Radiatoren automatisch anpasst. Mann kann Sie komplett auf 0 RPM stellen.

Durchsichtiges Lüfterdesign mit Mattierten Flächen die das Licht der LEDS nach außen Leiten. Hierbei muss ich sagen, dass ich die Lüfter alle an den ARGB HUB von Noiseblocker angeschlossen habe, welcher ebenfalls im Paket mitgeliefert war. Schließlich hat man bei den Lüftern 1x PWM und 1x ARGB Kabel. Was in meinem Fall 18 zusätzliche Kabel ausmacht. Hier lobe ich mir die Variante der Lianli Unifan120 mit ihrem Stecksystem. Aber das ist eher ein Luxusproblem von dem wir hier sprechen. Der Einbau des ganzen in ein bestehendes System ( reiner Lüfter wechsel ) war doch ein wenig Fummelei. Das ist weniger den Lüftern, als dem Schraubensystem von Noiseblocker geschuldet. In einen kompletten Neubau wäre das weniger ein Problem. Jedoch bei mir und meinen Wurstfingern sehr mühsam das ganze einzubauen, ohne alles zerlegen zu müssen. 

Naja schlussendlich waren alle 9 eloop-x verbaut, angeschlossen und bereit für den ersten Testlauf. Alles läuft auf Anhieb ohne jegliche Probleme. Alle LEDS laufen Tadellos und ich muss überraschender weise sage, verdammt sind die Lüfter Leise! 

Wer mein System kennt, weis das ich bisher 9x Arctic Bionix 120 verbaut hatte, welche schon einen sehr angenehmen Geräuschpegel haben. Aber was Noiseblocker hier abliefert ist wirklich erstaunlich. 

Nach kurzem anpassen der eloop-x zum restlichen System ist es bei mir absolut minimal hörbar. Bis ca. 60 % Lüfterdrehzahl sind sie gar nicht bis kaum hörbar. Ab 70% merkt man das Sie etwas mehr arbeiten. Aber selbst bei 100% Drehzahl haben wir gemessen direkt am Gehäuse gerade einmal 65 dB, was wirklich erstaunlich ist. Auch die von mir bis hierhin gemessen Temperaturen sind nicht ohne und absolut im annehmbaren Bereich. 

Idle CPU 41 Grad Average Idle GPU 34,6 Grad. Was wirklich sehr stark ist im Vergleich zu vorher. Natürlich musste ich als RGB Fan direkt mal schauen, ob und wie sich die Noiseblocker eloop-x farblich verhalten und vor allem ob sie über mein Asus Armoury Crate Steuerbar sind. 

Kurz und knackig. Ja sie wurden direkt erkannt und sind ohne Probleme mit der Software Steuerbar. Sämtliche Optionen und Farbkombinationen werden von allen LEDS aufgenommen ohne das auch nur eine aus der Reihe Tanzt.

 

 Im ganzen kann ich von meiner Seite aus sagen, dass diese Lüfter ihr Geld wirklich wert sind. Ich würde Sie jedem empfehlen der sowieso etwas mehr Budget in die Optik stecken möchte. Absolute Kaufempfehlung meinerseits.

*Text unbearbeitet vom Tester übernommen*

 

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Test it - Keep it

LC-M27-QHD-165 Member-Review

LC-M27-QHD-165-C-K PCHMG Test it Keep it

User Review von Gerhard K.

Hallo liebe Community,

vor kurzem hatte ich die Gelegenheit den o.g. Monitor zu testen, an dieser Stelle meinen Dank an PCHMG und LC-Power. Der Einfachheit halber werde ich den Namen des Monitors einfach auf M27 verkürzen oder nur Monitor sagen. Wobei der Buchstaben- und Zahlensalat von LC-Power ansatzweise nachvollziehbar ist, ungleich der vieler anderer Hersteller. M(onitor), 27(Zoll), QHD(Auflösung), 165(Bildwiederholrate), C(urved), K(eine Ahnung), also alles Wesentliche ist da. Die Tendenz, sich auf das Wesentliche zu beschränken, zieht sich wie ein roter Faden durch beim M27, wie wir noch sehen werden.

 

LC-Power als Marke ist den Meisten wohl eher aus dem Budgetsegment bekannt und gehört zur Silent Power Electronics GmbH aus Willich in NRW. Seit immerhin 2003 wird unter der Marke LC-Power kostengünstiges Zubehör für PCs und Notebooks, sowie diverse Komponenten und Peripherie zu erschwinglichen Preisen vertrieben. Dazu gehören auch primär auf Gaming ausgerichtete Monitore.

Was auffällt ist die Unauffälligkeit der Box. Nüchtern, auf das Wesentliche beschränkt und sorry, etwas langweilig. Das Wappen mit dem K konnte ich jetzt nicht wirklich mit dem Monitor in Verbindung bringen, sieht auch irgendwie deplatziert aus. Aber gut, wichtig ist was in der Box, die aus sehr robustem Karton besteht, verpackt ist.

Im Inneren ist der Monitor und seine Zubehörteile in eine passgenau geschäumte Styroporhülle gebettet und in diversen Plastiktüten verpackt. Hier gibt es, wie bei allen Herstellern, Luft nach oben was die Umweltverträglichkeit der Verpackung angeht.

Ausgepackt liegen dann vor einem: der Monitor, der Monitorarm, der Standfuß, diverse Kabel (Display-Port, HDMI und USB-C auf USB-C; alle in Weiß), Netzteil und Netzkabel für EU und UK, VESA-Halterung und Schrauben, die mehrsprachige Bedienungsanleitung und ein Schraubendreher. Wobei der kleine Schraubendreher einen recht wertigen Eindruck macht und ein brauchbares Add-on darstellt.

Auch wenn der M27 als Gaming Monitor angepriesen wird, ist das Design doch angenehm zurückhaltend. Das Weiß in dem der Monitor geliefert wird wirkt geradezu elegant! Zur Eleganz trägt auch der filigrane Standfuß maßgeblich bei, ebenso wie die mitgelieferten weißen Kabel.
Die Monitorränder sind angenehm schmal, oben und unten ca. 1,8 cm, links und rechts ca. 1,5 cm.
Das Gamerdesign blitzt dann doch dezent mit einem quer über die Rückseite des Monitors laufenden ARGB-Streifen durch. Einzelne LEDs sind dank des Diffusors nicht sichtbar, sodass ein sehr schöner Effekt entsteht.
Die verwendeten Materialen wirken an und für sich wertig. Eine Ausnahme bildet die Abdeckung des Monitorarms. Die schwarze Abdeckung wirkt tatsächlich etwas billig. Aber es gibt keine scharfkantigen Grate o.ä. zu bemängeln.
Obwohl der Standfuß und der Monitorarm filigran wirken, sie erfüllen ihren Zweck. Trotzdem wäre eine gewichtigere Konstruktion des Standfußes wünschenswert, da er zusammen mit dem Monitor „abhebt“ wenn man die Höhe verstellt.

Viele der Ausstattungsmerkmale kann man bereits aus der Monitorbezeichnung ableiten. Das Panel hat eine Größe von 27 Zoll, bietet eine maximale Auflösung von 2560 X 1440 Pixel, maximale Bildwiederholrate von 165 MHz(!) und das Panel ist gekrümmt mit 1000R (Radus 1000 mm).

LC-Power verbaut ein oberflächenentspiegeltes VA-Panel mit einer Reaktionszeit von 1 ms Grau zu Grau, was zusammen mit der hohen Bildwiederholrate von 165 Hz das Gamerherz höherschlagen lässt. Ebenso wie die RGB-Beleuchtung am Monitor, denn wir wissen ja, mehr RGB = mehr FPS.

Eine hohe Bildwiederholrate bringt allerdings wenig wenn es beim Gamen zu Screen-tearing kommt. Deshalb verbaut LC-Power hier ein Panel mit Adaptive-Sync Technologie, kompatibel mit AMD Radeon Grafikkarten und ebenfalls mit NVIDIA GeForce ab der Pascal Generation von Grafikkarten (GTX 10XX und höher).

 

Mit dem HDR1000 Standard erfüllt der Monitor mit die höchsten Anforderungen an Kontrast und Leuchtdichte, wodurch Spiel- und Filmszenen zu einem Augenschmaus werden sollten.

Was die Anschlussmöglichkeiten angeht, so wird hier guter Standard geboten mit einem Displayport 1.4, drei Mal HDMI 2.0, einem USB-A und 3,5 mm Klinke Audio-In. Eine Besonderheit bietet der Monitor aber dann doch, nämlich einen USB-C Anschluss, der nicht nur Bildsignale empfangen kann, sondern auch mit bis 65W zum Laden von Geräten genutzt werden kann.

Da beim Monitor nur wenige „bewegliche“ Teile dabei sind, ist der Aufbau schnell erledigt. Der Monitorarm wird per im Standfuß gehaltener Flügelschraube schnell und sicher befestigt und die Adapterplatte des Monitorarms einfach in die Aufnahme für die VESA-Befestigung eingeklickt. Alles sehr unkompliziert und von einer Person zu schaffen.

Wer die VESA-Befestigung zur Wandmontage nutzen will schraubt einfach die mitgelieferte Adapterplatte mit den ebenfalls mitgelieferten Schrauben und dem beiliegenden Schraubendreher am Monitrorrücken fest.

Der Anschluss an die Bildquelle in Form von PC, Laptop oder sonstigem ist unproblematisch mittels der mitgelieferten Kabel, die allerdings mi 1,5 m recht kurz dimensioniert sind. Das Netzteil hingegen bietet ca. 3,5 m Kabellänge für genügend „Bewegungsfreiheit“.

Höhen- und Neigungsverstellung funktionieren an und für sich intuitiv und leichtgängig. Einzig die zu leichte Basis führt manchmal dazu, dass selbige festgehalten werden muss

Kommen wir zur Bedienung des OSD, die vollumfänglich über einen kleinen, blau leuchtenden Joystick erledigt wird. Dieser sitz griffgünstig mittig, unten am Monitor. Leider ist der kleine Knubbel recht unpräzise im Handling und eher labil montiert. Zusätzlich weicht LC-Power bei der Bedienungslogik von anderen Herstellern ab, bei denen ein Druck auf den Joystick die Auswahl bestätigt. Hier schaltet ein Druck auf den Joystick den Monitor aus. Das ist mir mehrfach passiert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. In der Bedienungsanleitung ist dies auch nicht klar dargestellt. Zum Bestätigen einer Auswahl muss der Joystick nach rechts gedrückt werden, zum Abbruch bzw. zum vorigen Menüpunkt nach links gedrückt werden.

Ein Druck in eine beliebige Richtung am Knubbel aktiviert das erste Auswahlmenü. Drückt man hier nach links, werden die voreingestellten Bildmodi nacheinander durchgeschaltet. Ein Druck nach unten führt ins Menü zur Steuerung der ARGB-Streifen am Monitorrücken und ein Druck nach rechts führt ins Hauptmenü.

Eine weitere Besonderheit für Gamer bietet der Monitor mit einem hardwareseitig eingeblendeten Zielpunkt. In das Auswahlmenü gelangt man durch Druck nach oben zum Gamepad. Das bietet bei Shootern wie CS:GO sicher einen Vorteil beim Schuss aus der Hüfte mit einer AWP. Ob das Cheating ist, überlasse ich jedem Einzelnen.

Die Sonstigen Einstellungen im Hauptmenü und auch den anderen Menüs sind logisch aufgebaut und alles ist tadellos bedienbar, vorausgesetzt man hat die bereits beschriebene Bedienlogik internalisiert.

Eine kurze Information vorab zum verwendeten Testsystem.

Ich habe primär meinen Desktop PC verwendet in dem ein AMD RYZEN 7 3800X und eine NVIDIA GeForce GTX 1080 (Treiber 497.09) werkeln. Somit konnte ich neben der allgemeinen Bildqualität auch die Adaptive Sync Funktion testen. Die Bildqualität habe ich mit dem bekannten EIZO Monitortest unter die Lupe genommen.

Hier treffen leider viel Licht und viel Schatten aufeinander.

Zum einen sind die Farben schön gesättigt und das Bild ist dank HDR1000 wunderbar kontrastreich und es sind keinerlei tote Pixel erkennbar. Dank 165 Hz und 1 ms Reaktionszeit gibt es keine Schlierenbildung oder Geisterbilder. In der Standardeinstellung ist auch die Farbtreue des Monitors mehr als ausreichend, wer mehr will muss ein bisschen mit den Einstellungen spielen und z.B. ein Retina Display von Apple als Referenz heranziehen.

Zum anderen aber: Die sonstigen voreingestellten Bildmodi sind absolut nicht zu gebrauchen. Die Einstellungen zu Helligkeit und Farbtemperatur wirken völlig willkürlich. Besonders der Spielmodus und noch mehr der Ego-Shooter-Modus sind indiskutabel hell und schlicht überbelichtet. Lediglich der Standardmodus mit leichten Anpassungen liefert gute Ergebnisse.

Das größte Problem dieses Monitors offenbart der EIZO Monitortest.

Was Farben, Kontrast, Reaktionszeit und Pixelfehler beziehungsweise das Fehlen von selbigen angeht, schneidet der Monitor subjektiv hervorragend ab. Die Schwarzwerte und die Trennschärfe der Graustufen stellt sich problematisch dar.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, schimmern beim Schwarzbild deutlich Hotspots der Hintergrundbeleuchtung in einem Rautenmuster durch und das gerade bei einem VA-Panel, das für besonders gute Darstellung von dunklen und Schwarztönen geeignet ist.

Durch die Hotspots wird natürlich auch die Darstellung des Farbverlaufs von Dunkel zu Hell beeinträchtigt, besonders plastisch sichtbar bei Grautönen.

Zum Glück bemerkt man von diesem Manko im Alltagsbetrieb nicht allzu viel, trotzdem ärgerlich.

Wer sich diesen Monitor zulegt, sollte sich im Klaren sein für welche Zielgruppe er gedacht ist: Gamer und sonst eigentlich niemand.

Zur Foto- und Videobearbeitung ist das Panel dank der ungleichmäßigen Grauverläufe und der nominalen 85% AdobeRGB Abdeckung weniger geeignet. Obwohl, zur Erstellung eines Fotokalenders für die Verwandten zu Weihnachten hat es gereicht. Wer aber (semi-)professionell arbeiten möchte wird auf diverse Schwierigkeiten stoßen.

Reine Office-Anwendungen meistert der Monitor aber tadellos, scharfgestochene Buchstaben und Zahlen, sehr kontrastreich dargestellt.

Was bewegte Bilder angeht, also Streaming oder von optischen Datenträgern, macht er ebenfalls eine passable Figur. Lediglich in sehr dunklen Szenen sind die ungleichmäßigen Grauverläufe merklich, aber dank bewegtem Bild nicht wirklich störend.

Wo der M27 aber wirklich glänzen kann ist beim Gaming! Bildwiederholrate von 165 Hz, Reaktionszeit von 1 ms und die tadellose Umsetzung Adaptive Sync wissen zu begeistern. Adaptive Sync ist zwar ab Werk deaktiviert, ein paar Klicks im OSD Hauptmenü und ein Monitor mit variabler Bildwiederholrate wird vom Grafiktreiber erkannt und funktioniert tadellos. Glücklicherweise sind NVIDIA Grafikkarten ab der Generation GTX 10XX mit Pascal Chips kompatibel mit Adaptive Sync und FreeSync, sodass dieses wichtige Gamingfeature nicht mehr nur Besitzern von AMD GPUs und teuren G-Sync Panels vorbehalten ist.

Auch die Grauverläufe fallen hier fast gar nicht ins Auge, nur wieder bei sehr dunklen Szenen kann man mit viel Konzentration die helleren Stellen ausmachen.

Da beim Monitor nur wenige „bewegliche“ Teile dabei sind, ist der Aufbau schnell erledigt. Der Monitorarm wird per im Standfuß gehaltener Flügelschraube schnell und sicher befestigt und die Adapterplatte des Monitorarms einfach in die Aufnahme für die VESA-Befestigung eingeklickt. Alles sehr unkompliziert und von einer Person zu schaffen.

Wer die VESA-Befestigung zur Wandmontage nutzen will schraubt einfach die mitgelieferte Adapterplatte mit den ebenfalls mitgelieferten Schrauben und dem beiliegenden Schraubendreher am Monitrorrücken fest.

Der Anschluss an die Bildquelle in Form von PC, Laptop oder sonstigem ist unproblematisch mittels der mitgelieferten Kabel, die allerdings mi 1,5 m recht kurz dimensioniert sind. Das Netzteil hingegen bietet ca. 3,5 m Kabellänge für genügend „Bewegungsfreiheit“.

Höhen- und Neigungsverstellung funktionieren an und für sich intuitiv und leichtgängig. Einzig die zu leichte Basis führt manchmal dazu, dass selbige festgehalten werden muss

Kommen wir zur Bedienung des OSD, die vollumfänglich über einen kleinen, blau leuchtenden Joystick erledigt wird. Dieser sitz griffgünstig mittig, unten am Monitor. Leider ist der kleine Knubbel recht unpräzise im Handling und eher labil montiert. Zusätzlich weicht LC-Power bei der Bedienungslogik von anderen Herstellern ab, bei denen ein Druck auf den Joystick die Auswahl bestätigt. Hier schaltet ein Druck auf den Joystick den Monitor aus. Das ist mir mehrfach passiert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. In der Bedienungsanleitung ist dies auch nicht klar dargestellt. Zum Bestätigen einer Auswahl muss der Joystick nach rechts gedrückt werden, zum Abbruch bzw. zum vorigen Menüpunkt nach links gedrückt werden.

Ein Druck in eine beliebige Richtung am Knubbel aktiviert das erste Auswahlmenü. Drückt man hier nach links, werden die voreingestellten Bildmodi nacheinander durchgeschaltet. Ein Druck nach unten führt ins Menü zur Steuerung der ARGB-Streifen am Monitorrücken und ein Druck nach rechts führt ins Hauptmenü.

Eine weitere Besonderheit für Gamer bietet der Monitor mit einem hardwareseitig eingeblendeten Zielpunkt. In das Auswahlmenü gelangt man durch Druck nach oben zum Gamepad. Das bietet bei Shootern wie CS:GO sicher einen Vorteil beim Schuss aus der Hüfte mit einer AWP. Ob das Cheating ist, überlasse ich jedem Einzelnen.

Die Sonstigen Einstellungen im Hauptmenü und auch den anderen Menüs sind logisch aufgebaut und alles ist tadellos bedienbar, vorausgesetzt man hat die bereits beschriebene Bedienlogik internalisiert.

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