LC-M27-QHD-180 – TIKI User-Review

Hallo von der Testfront! Ich habe von PCHMG und LC-Power die Möglichkeit bekommen, den LC-M27-QHD-180 Monitor zu testen. An dieser Stelle meinen Dank!

Vorab kurz ein paar Infos zu LC-Power als Marke. LC-Power gehört zur Silent Power Electronics GmbH aus NRW und vertreibt seit 2003 unter der Marke LC-Power budgetfreundliches PC-Zubehör in großer Bandbreite. Von Gehäusen über Gaming-Stühle bis hin zu Festplatten und Monitoren kann man von LC-Power erwerben.

Um hier auch gleich mal die Bezeichnung des LC-M27-QHD-180 Monitors aufzudröseln: „LC“ steht für die Marke LC-Power
„M27“ bedeutet Monitor mit einer Bildschirmdiagonale von 27 Zoll
„QHD“ bezeichnet die Auflösung Quad HD
„180“ bezieht sich auf die Bildwiederholrate von 180 Hz

Verpackung

Der Monitor kommt in einem Verpackungskarton und ist darin zwischen zwei passgenauen Styroporteilen sicher verpackt. Auch das restliche Zubehör hat an der Außenseite des Styropors seinen Platz und ist einzeln in Tütchen verpackt.
Apropos Lieferumfang, das ist dabei: Neben dem 27″-Monitor gibt es einen Ständerschaft, eine Ständerbasis, ein HDMI-Kabel, ein Netzteil und vier Wandmontageschrauben mit passendem Schraubendreher sowie eine mehrsprachige Bedienungsanleitung. Tatsächlich hätte ich mir hier noch ein DisplayPort-Kabel gewünscht.

Aufbau und Anschluss

Der Aufbau geht wirklich total flott und leicht von der Hand. Ständerschaft und Ständerbasis werkzeuglos verbinden und den Monitor auf die Halterung aufsetzen. Eine Sache von einer Minute und wenigen Schritten. Auf dem Standfuß fühlt sich der Monitor stabil und sicher an, obwohl der Standfuß an sich doch recht leicht ist. Mit dem mitgelieferten Standfuß ist der Monitor neigbar, kippbar und stufenlos höhenverstellbar. Auch das Benutzen im Hochformat, mit der sogenannten Pivot-Funktion, ist möglich. LC-Power bietet die Möglichkeit, statt des mitgelieferten Standfußes den Monitor an einer 75x75mm VESA-Halterung anzubringen. Der Anschluss erfolgte auch recht fix. Durch die Kabelführung ließen sich das Netzteilkabel sowie das HDMI-Kabel gut verlegen. Hier muss ich allerdings sagen, dass ich das 1,5m HDMI-Kabel sehr knapp bemessen finde.

Design

Der Standfuß macht einen wertigen Eindruck, hat sogar eine Kabelführung, was ja immer super ist, um wenigstens ein paar Kabel verschwinden zu lassen. Zudem hat er an der Rückseite einen Kopfhörerhalter, eigentlich ein nettes Detail, für meinen Gebrauch allerdings etwas ungünstig. Den Monitor an sich finde ich auch recht schick. Er hat jeweils links und rechts an der Unterkante blaue LED-Details und auch hinten eine blaue Ambientebeleuchtung. Ein weiteres blaues, diesmal metalloptisches Detail ist die Oberseite des Standfußes. Ich für meinen Teil benötige keine Ambientebeleuchtung am Monitor, aber wenn, fände ich es schon schöner, wenn man diese farblich einstellen könnte. Da mein Setup RGB im Farbwechsel beleuchtet wird, weiß ich nicht, ob ich die Beleuchtung in Zukunft anlassen werde.

Erstes Einschalten, erster Eindruck: Ich habe den Monitor als Zweitmonitor aufgestellt, dementsprechend ist mein Blick auf ihn meistens nicht 90°. Durch diesen Blickwinkel kann ich trotzdem alles gut erkennen. Die Farben wirken satt, Schrift und Symbole scharf. Der Monitor hat an der Oberseite sowie links und rechts jeweils einen Rand von 8 mm, ist nicht schlimm, ich würde optisch aber eher einen dickeren Rahmen aus Plastik bevorzugen.

Der Wippschalter

Tatsächlich habe ich Tasten an Monitoren noch nie öfter als nötig benutzt. Hier gibt es neben den Standardeinstellungen wie Helligkeit, Kontrast usw. auch die Möglichkeit, einige Spieleinstellungen vorzunehmen. Sei es das Einstellen eines hardwareseitig eingebundenen Fadenkreuzes oder das Anpassen des Spielmodus. Das Ganze wird über einen Wippschalter bedient, welcher sich an der Rückseite des Monitors befindet. Da mein Monitor mit der linken Kante am Hauptmonitor steht, lässt sich die Wippe für mich schlecht bedienen, eine tiefere Platzierung wäre optimaler. Allgemein bin ich eher ein Freund von etwas mehr Tasten als nur einer Wippe, denn es macht, vor allem am Anfang, absolut keinen Spaß, diese Wippe zu bedienen. Dementsprechend hatte ich auch erstmal große Probleme, beim Durchschalten zu bestätigen, weil ich von anderen Monitoren gewohnt war, fürs Bestätigen eher zu drücken. Hier wird der Monitor allerdings ausgeschaltet. Dann gibt es da auch noch Hotkeys, wodurch man über den Wippschalter zum Beispiel den GamePlus-Modus wählen kann, welcher je nach Wahl das Spiel optimieren soll. Auch fix lässt sich die Einstellung entsprechend nach der Aktivität optimieren. Es gibt einen Filmmodus, Lesemodus und Nachtmodus. Werde ich diese Optionen benutzen? Eher nicht. Gesagt sei auch, dass der Wippschalter und dessen Funktionen gut in der Anleitung beschrieben sind, einzig allein das Bestätigen musste ich selber herausfinden.

EIZO Monitortest

Um den Monitor gleich etwas auf die Probe zu stellen, habe ich ihn mir mit dem EIZO-Monitortest angesehen. Auf dem Testbild sehe ich klar und deutlich Linien sowie Frequenzmuster und weiche Farbverläufe. Pixelfehler kann ich in keinen Farben entdecken. Beim schwarzen Bild erkennt man auch gut die gleichmäßig verteilte Backlight-Beleuchtung. Dort gibt es, auch in den Kanten, kein Bleeding. Beim Testen von Farbabständen konnte ich nichts auffallend Negatives feststellen, was aber mit 99% sRGB-Farbraum zu erwarten war. Beim Homogenitätstest sehe ich ein gleichmäßiges Bild ohne auffällige Bereiche. Schrift ist, wie ich ja schon vorher beschrieben habe, scharf und deutlich. Beim Blickwinkelstabilitätstest des Monitors geht es darum, ab wann sich die dargestellten Kreise in Form und Größe ändern. Der Blickwinkel ist vor allem wichtig, wenn man den Monitor nicht als Hauptmonitor verwendet und ihn nicht direkt 90° vor sich aufstellt. Hier fiel mir auf, dass durch Vergrößern des Blickwinkels trotzdem alles gut erkennbar ist, was wohl am IPS-Panel liegt.

Einsatzbereiche

Gaming

Mit einer Reaktionszeit von 1 ms und einer Bildwiederholrate von 180 Hz kann sich der Monitor im Gaming-Bereich sehen lassen. Adaptive Sync, welches man manuell am Monitor aktivieren muss, sorgt in jeder Spielfrequenz für ein smoothes Bild. Das hardwareseitig eingebundene Fadenkreuz ist ein witziges Feature. Die vielen Einstellmöglichkeiten für Gaming sind praktisch.

Office:

Für die klassischen Office-Arbeiten ist der Monitor sehr gut geeignet. Gestochenscharfe Schrift, klare Kanten, keine komischen Schattierungen – was will man mehr?

Video-Bildbearbeitung:

99% sRGB, 85% AdobeRGB-Farbraum. Hier würde ich behaupten, kommt es sehr auf den Anwendungsbereich an. Mit dem 99% sRGB-Farbraum lässt er eigentlich keine Wünsche offen, wenn man vorrangig Bilder oder Videos fürs Internet bearbeitet. Sollte man Fotos zum Beispiel drucken wollen, ist die Farbdarstellung von AdobeRGB wichtiger. Da diese mit 85% nicht sonderlich hoch ist, kann es beim Druck zu Farbabweichungen zur digitalen Datei kommen.

Fazit

Wie man eventuell herauslesen konnte, hatte ich ein paar „Beanstandungen“, aber im Großen und Ganzen hat mich der LC-M27-QHD-180 Monitor von LC-Power positiv überrascht. Für einen Preis von unter 200€ bietet dieser Monitor eine super Leistung, die durchaus mit teureren Modellen mithalten kann. Der Aufbau und Anschluss sind kinderleicht und schnell erledigt und das Design ist modern und eben „gamingwürdig“. Im Betrieb überzeugt der Monitor mit scharfer Bildqualität und die Specs machen ihn vor allem für Gaming interessant. Ein paar Punkte sind zwar verbesserungswürdig oder eben gewöhnungsbedürftig, mindern aber den Gesamteindruck nur geringfügig. Insgesamt kann ich den LC-M27-QHD-180 Monitor von LC-Power aufgrund seines hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses und seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten wärmstens empfehlen, sei es als Hauptmonitor oder als Ergänzung. Wer einen zuverlässigen und leistungsstarken Monitor sucht, der sowohl fürs Gaming als auch für Office- und Medienarbeiten geeignet ist, macht mit diesem Modell nichts falsch.

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Den Monitor bekommt ihr bei uns im PCHM.de Shop Versandkostenfrei mit dem Code „PCHMG“, aber z.B. auch auf Amazon. 

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