Patriot Viper Xtreme DDR5 8000MHZ CL 38 - Review

Ein Review von Tino Müller

Heute wollen wir euch eines der neuen Patriot Viper DDR 5 Ramkits vorstellen. Es handelt sich hierbei um ein 48 GB Kit aus der 8000 c38 Serie, die mit Hynix Chips ausgestattet sind.

Die genaue Bezeichnung lautet Patriot Viper Xtreme 5 8000MT/s CL 38, 48 GB Kit. Hier werden nun zwei 24 GB Module benutzt, um eine Kapazität von 48 GB zu erreichen.

Unboxing:

Die Speicher befinden in einer gewöhnlichen, unspektakulären Verpackung, mit dem innen liegendem Blister aus Kunststoff. Die Module selbst, in unserem Fall sind schlicht Schwarz mit Viper Logo und Patriot Aufschrift auf der einen, und dem Aufkleber über die Spezifikationen und Seriennummer auf der anderen Seite. Am oberen Rand befindet sich der weise Diffusor für die RGB LEDs.

Technik und Details:

Die Heatspreader bestehen aus 1 mm dickem, Schwarz eloxiertem Aluminium die zusätzlich an den äußeren Ecken verschraubt sind. Für den Fall das man diese wechseln möchte, gelingt das hier ziemlich einfach ohne großen Kraftaufwand. Zum Abnehmen der Platten empfiehlt es sich jedoch die Module zu erwärmen damit sich auch der Kleber auf den Chips noch etwas besser lösen kann.

Patriot nutzt hier ein 10 Layer PCB zusammen mit der zweiten Generation Hynix M-DIE Chips die nun mit jeweils 3 GB pro Chip, und damit insgesamt 24 GB pro Modul verbaut werden.

Zur Spannungsversorgung wird ein offener OC PMIC von Richtek genutzt den wir auch schon auf vielen anderen Modulen, diverser Speicherhersteller gesehen haben.

Offensichtlich hat sich Richtek bewährt und zählt im Moment zu den besten PMICs ihrer Art.

Eine RGB Beleuchtung ist ebenfalls mit dabei und kann zum Beispiel über ASUS Aura Sync, MSI Mystic Light oder Gigabyte Fusion adressiert und eingestellt werden.

On DIE Error Correction, kurz ECC ist ja Standard bei DDR 5 und hilft der Fehlerbehebung der Daten im Speicher selbst und beugt damit dem Datenverlust vor.

Übertakten:

Für unsere Tests nutzen wir das Asus ROG Maximus Z790 Apex Encore (Test BIOS 0070), intel core i9 13900KS und ein Seasonic Prime Platinum Netzteil mit 1300 Watt. Der Prozessor lief bei 5.5Ghz Kern und 4.5 Ghz Cachetakt um wirklich exakt zu allen vorherigen Testkits vergleichen zu können.

Im offenen Aufbau auf dem Benchtable ist die CPU wassergekühlt, in einem „Custom Loop“ mit zwei 360er Radiatoren und einem Alpha cool core 1 Block, die Speicher selbst bleiben im Originalzustand.

Die Speicher wurden problemlos erkannt und das XMP Profil von 8000MT/s CL 38 läuft auf Anhieb stabil im Windows und jeglichen Benchmarks. Die Werte der Benchmarks sind schon beeindruckend, wenn man bedenkt das es „nur“ das XMP Profil ist. Geekbench 3 spuckt 14021 Punkte in der Speicherleistung aus.

Einfaches erhöhen des Ramtaktes klappt auch ohne irgendwelche zusätzlichen Einstellungen bis 8400 MT/s, für mehr Takt und scharfe Timings mussten wir dann tiefer in die Materie eingreifen.

Unsre Referenz ist 8800 MT/s CL 36 mit scharfen Subtimings, die wir mit all unseren vorherigen Hynix A-DIE 32 GB Ramkits erreicht haben. Wir haben hier nun 24 GB pro Modul, und damit eine etwas andere Topologie des Speichers. Das machte sich schnell bemerkbar in dem wir ein paar Timings verändern mussten um überhaupt erstmal die 8800MT/s booten zu können.

Schließlich liefen dann auch die angepeilten 8800 MT/s CL36 mit 1.65/1.63v VDD/Q was ein Ergebnis im Geekbench 3 von 16364 Punkten in der Speicherleistung brachte. Damit liegt dieses Kit ziemlich gleich auf mit unseren 32 GB Speichern. Auch im Aida64 Speicherbenchmark kommen wir wieder auf 138.89 GB/s Lesen, 135.36 GB/S Schreiben, 133.25 GB/s Kopieren und einer Latenz von 50.4 ns.

Positiv zu bemerken ist das bessere Bootverhalten was den neuen M-DIE ICs geschuldet ist. Unser Asus Board konnte diese Einstellungen dann direkt beim ersten Anlauf trainieren und erfolgreich ins Windows booten.

Um den Speicher Alltags-stabil mit maximalem OC einstellen zu können haben wir uns wieder für den Y Cruncher VST Stresstest entschieden der dann knapp eine Stunde bei 8400 MT/s CL 36 50 50 36 2T mit 1.53/1.5v VDD/Q gelaufen ist. Viel mehr Spannung würden wir für den 24/7 Betrieb nicht empfehlen, eher etwas weniger um letztendlich auch die Temperaturen der Module unter Vollast runter zu bekommen.

Das war uns aber noch nicht genug und wir testeten weiter um den Speicher in wirklich jeder Lebenslage, mit moderaten Spannungen Stabil zu bekommen. Dafür nutzten wir den Memtest Pro 7.0, der unseren RAM dann maximal belasten sollte. Diesen Test nutzt auch die Industrie um Ihre Arbeitsspeicher für die jeweiligen Mainboards, als kompatibel und lauffähig zu verifizieren.

Da Ergebnis waren respektable 8400 MT/S CL 38 51 51 36 2T mit scharfen Subtimings bei nur 1.47/1.44v VDD/Q die wir mehrfach, über einen Zeitraum von einer Stunde durch Memtest gejagt haben. Die Chips erreichten dabei Temperaturen von knapp 40° Celsius, mit aufgelegtem Lüfter da im offenen Aufbau kein wirklicher Airflow entstehen kann.

Das kann sich wirklich sehen lassen und gibt dem System nochmal ein gutes Leistungsplus, verglichen zum XMP Profil. Unser Kit ist eins von der Stange und wurde vorher nicht selektiert.

Man bedenke aber das unsere Tests alle auf dem Asus Apex, also einem zwei Dimm Board erfolgen. Diese Art von Mainboards stellen höchstmögliches Übertaktungspotenzial bereit. Mit vier Dimm Boards sind diese Einstellungen sicher nicht eins zu eins möglich, aber dennoch ein guter Anhaltspunkt für etwaige Selbstversuche!

Fazit:

Patriot hat hier Speicher mit hoher Kapazität und der neusten Generation Hynix IC´s auf den Markt gebracht. Mit einer Frequenz von 8000MT/s und CL 38 bieten diese eine hohe Leistung, allein durch Laden des intel XMP Profil.

Durch manuelles Übertakten ist es möglich die Leistung nochmal deutlich zu steigern und weit über 8000MT/s zu kommen. Schlicht Schwarz ohne viel Bling Bling, mit RGB Beleuchtung und einer guten Verfügbarkeit auf dem Deutschen Markt sind die Speicher von Patriot eine ganz klare Kaufempfehlung für diejenigen die hochpotenten Arbeitsspeicher suchen. Im Moment muss man dafür ca. 280 € ausgeben, was unserer Meinung nach absolut in Ordnung ist.

Auch die nachfolgenden Kits mit 8200 oder 8400 MT/s werden sich voraussichtlich in dem Bereich von 300 bis 320 Euro ansiedeln.

Kurz und knapp, gute Speicher zum sehr guten Preis!

Wir bedanken uns bei Patriot für das Zusenden des Testkits.

https://viper.patriotmemory.com/products/xtreme5-ddr5-performance-ram

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