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Test it - Keep it

LC-M27-QHD-165 Member-Review

LC-M27-QHD-165-C-K PCHMG Test it Keep it

User Review von Gerhard K.

Hallo liebe Community,

vor kurzem hatte ich die Gelegenheit den o.g. Monitor zu testen, an dieser Stelle meinen Dank an PCHMG und LC-Power. Der Einfachheit halber werde ich den Namen des Monitors einfach auf M27 verkürzen oder nur Monitor sagen. Wobei der Buchstaben- und Zahlensalat von LC-Power ansatzweise nachvollziehbar ist, ungleich der vieler anderer Hersteller. M(onitor), 27(Zoll), QHD(Auflösung), 165(Bildwiederholrate), C(urved), K(eine Ahnung), also alles Wesentliche ist da. Die Tendenz, sich auf das Wesentliche zu beschränken, zieht sich wie ein roter Faden durch beim M27, wie wir noch sehen werden.

 

LC-Power als Marke ist den Meisten wohl eher aus dem Budgetsegment bekannt und gehört zur Silent Power Electronics GmbH aus Willich in NRW. Seit immerhin 2003 wird unter der Marke LC-Power kostengünstiges Zubehör für PCs und Notebooks, sowie diverse Komponenten und Peripherie zu erschwinglichen Preisen vertrieben. Dazu gehören auch primär auf Gaming ausgerichtete Monitore.

Was auffällt ist die Unauffälligkeit der Box. Nüchtern, auf das Wesentliche beschränkt und sorry, etwas langweilig. Das Wappen mit dem K konnte ich jetzt nicht wirklich mit dem Monitor in Verbindung bringen, sieht auch irgendwie deplatziert aus. Aber gut, wichtig ist was in der Box, die aus sehr robustem Karton besteht, verpackt ist.

Im Inneren ist der Monitor und seine Zubehörteile in eine passgenau geschäumte Styroporhülle gebettet und in diversen Plastiktüten verpackt. Hier gibt es, wie bei allen Herstellern, Luft nach oben was die Umweltverträglichkeit der Verpackung angeht.

Ausgepackt liegen dann vor einem: der Monitor, der Monitorarm, der Standfuß, diverse Kabel (Display-Port, HDMI und USB-C auf USB-C; alle in Weiß), Netzteil und Netzkabel für EU und UK, VESA-Halterung und Schrauben, die mehrsprachige Bedienungsanleitung und ein Schraubendreher. Wobei der kleine Schraubendreher einen recht wertigen Eindruck macht und ein brauchbares Add-on darstellt.

Auch wenn der M27 als Gaming Monitor angepriesen wird, ist das Design doch angenehm zurückhaltend. Das Weiß in dem der Monitor geliefert wird wirkt geradezu elegant! Zur Eleganz trägt auch der filigrane Standfuß maßgeblich bei, ebenso wie die mitgelieferten weißen Kabel.
Die Monitorränder sind angenehm schmal, oben und unten ca. 1,8 cm, links und rechts ca. 1,5 cm.
Das Gamerdesign blitzt dann doch dezent mit einem quer über die Rückseite des Monitors laufenden ARGB-Streifen durch. Einzelne LEDs sind dank des Diffusors nicht sichtbar, sodass ein sehr schöner Effekt entsteht.
Die verwendeten Materialen wirken an und für sich wertig. Eine Ausnahme bildet die Abdeckung des Monitorarms. Die schwarze Abdeckung wirkt tatsächlich etwas billig. Aber es gibt keine scharfkantigen Grate o.ä. zu bemängeln.
Obwohl der Standfuß und der Monitorarm filigran wirken, sie erfüllen ihren Zweck. Trotzdem wäre eine gewichtigere Konstruktion des Standfußes wünschenswert, da er zusammen mit dem Monitor „abhebt“ wenn man die Höhe verstellt.

Viele der Ausstattungsmerkmale kann man bereits aus der Monitorbezeichnung ableiten. Das Panel hat eine Größe von 27 Zoll, bietet eine maximale Auflösung von 2560 X 1440 Pixel, maximale Bildwiederholrate von 165 MHz(!) und das Panel ist gekrümmt mit 1000R (Radus 1000 mm).

LC-Power verbaut ein oberflächenentspiegeltes VA-Panel mit einer Reaktionszeit von 1 ms Grau zu Grau, was zusammen mit der hohen Bildwiederholrate von 165 Hz das Gamerherz höherschlagen lässt. Ebenso wie die RGB-Beleuchtung am Monitor, denn wir wissen ja, mehr RGB = mehr FPS.

Eine hohe Bildwiederholrate bringt allerdings wenig wenn es beim Gamen zu Screen-tearing kommt. Deshalb verbaut LC-Power hier ein Panel mit Adaptive-Sync Technologie, kompatibel mit AMD Radeon Grafikkarten und ebenfalls mit NVIDIA GeForce ab der Pascal Generation von Grafikkarten (GTX 10XX und höher).

 

Mit dem HDR1000 Standard erfüllt der Monitor mit die höchsten Anforderungen an Kontrast und Leuchtdichte, wodurch Spiel- und Filmszenen zu einem Augenschmaus werden sollten.

Was die Anschlussmöglichkeiten angeht, so wird hier guter Standard geboten mit einem Displayport 1.4, drei Mal HDMI 2.0, einem USB-A und 3,5 mm Klinke Audio-In. Eine Besonderheit bietet der Monitor aber dann doch, nämlich einen USB-C Anschluss, der nicht nur Bildsignale empfangen kann, sondern auch mit bis 65W zum Laden von Geräten genutzt werden kann.

Da beim Monitor nur wenige „bewegliche“ Teile dabei sind, ist der Aufbau schnell erledigt. Der Monitorarm wird per im Standfuß gehaltener Flügelschraube schnell und sicher befestigt und die Adapterplatte des Monitorarms einfach in die Aufnahme für die VESA-Befestigung eingeklickt. Alles sehr unkompliziert und von einer Person zu schaffen.

Wer die VESA-Befestigung zur Wandmontage nutzen will schraubt einfach die mitgelieferte Adapterplatte mit den ebenfalls mitgelieferten Schrauben und dem beiliegenden Schraubendreher am Monitrorrücken fest.

Der Anschluss an die Bildquelle in Form von PC, Laptop oder sonstigem ist unproblematisch mittels der mitgelieferten Kabel, die allerdings mi 1,5 m recht kurz dimensioniert sind. Das Netzteil hingegen bietet ca. 3,5 m Kabellänge für genügend „Bewegungsfreiheit“.

Höhen- und Neigungsverstellung funktionieren an und für sich intuitiv und leichtgängig. Einzig die zu leichte Basis führt manchmal dazu, dass selbige festgehalten werden muss

Kommen wir zur Bedienung des OSD, die vollumfänglich über einen kleinen, blau leuchtenden Joystick erledigt wird. Dieser sitz griffgünstig mittig, unten am Monitor. Leider ist der kleine Knubbel recht unpräzise im Handling und eher labil montiert. Zusätzlich weicht LC-Power bei der Bedienungslogik von anderen Herstellern ab, bei denen ein Druck auf den Joystick die Auswahl bestätigt. Hier schaltet ein Druck auf den Joystick den Monitor aus. Das ist mir mehrfach passiert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. In der Bedienungsanleitung ist dies auch nicht klar dargestellt. Zum Bestätigen einer Auswahl muss der Joystick nach rechts gedrückt werden, zum Abbruch bzw. zum vorigen Menüpunkt nach links gedrückt werden.

Ein Druck in eine beliebige Richtung am Knubbel aktiviert das erste Auswahlmenü. Drückt man hier nach links, werden die voreingestellten Bildmodi nacheinander durchgeschaltet. Ein Druck nach unten führt ins Menü zur Steuerung der ARGB-Streifen am Monitorrücken und ein Druck nach rechts führt ins Hauptmenü.

Eine weitere Besonderheit für Gamer bietet der Monitor mit einem hardwareseitig eingeblendeten Zielpunkt. In das Auswahlmenü gelangt man durch Druck nach oben zum Gamepad. Das bietet bei Shootern wie CS:GO sicher einen Vorteil beim Schuss aus der Hüfte mit einer AWP. Ob das Cheating ist, überlasse ich jedem Einzelnen.

Die Sonstigen Einstellungen im Hauptmenü und auch den anderen Menüs sind logisch aufgebaut und alles ist tadellos bedienbar, vorausgesetzt man hat die bereits beschriebene Bedienlogik internalisiert.

Eine kurze Information vorab zum verwendeten Testsystem.

Ich habe primär meinen Desktop PC verwendet in dem ein AMD RYZEN 7 3800X und eine NVIDIA GeForce GTX 1080 (Treiber 497.09) werkeln. Somit konnte ich neben der allgemeinen Bildqualität auch die Adaptive Sync Funktion testen. Die Bildqualität habe ich mit dem bekannten EIZO Monitortest unter die Lupe genommen.

Hier treffen leider viel Licht und viel Schatten aufeinander.

Zum einen sind die Farben schön gesättigt und das Bild ist dank HDR1000 wunderbar kontrastreich und es sind keinerlei tote Pixel erkennbar. Dank 165 Hz und 1 ms Reaktionszeit gibt es keine Schlierenbildung oder Geisterbilder. In der Standardeinstellung ist auch die Farbtreue des Monitors mehr als ausreichend, wer mehr will muss ein bisschen mit den Einstellungen spielen und z.B. ein Retina Display von Apple als Referenz heranziehen.

Zum anderen aber: Die sonstigen voreingestellten Bildmodi sind absolut nicht zu gebrauchen. Die Einstellungen zu Helligkeit und Farbtemperatur wirken völlig willkürlich. Besonders der Spielmodus und noch mehr der Ego-Shooter-Modus sind indiskutabel hell und schlicht überbelichtet. Lediglich der Standardmodus mit leichten Anpassungen liefert gute Ergebnisse.

Das größte Problem dieses Monitors offenbart der EIZO Monitortest.

Was Farben, Kontrast, Reaktionszeit und Pixelfehler beziehungsweise das Fehlen von selbigen angeht, schneidet der Monitor subjektiv hervorragend ab. Die Schwarzwerte und die Trennschärfe der Graustufen stellt sich problematisch dar.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, schimmern beim Schwarzbild deutlich Hotspots der Hintergrundbeleuchtung in einem Rautenmuster durch und das gerade bei einem VA-Panel, das für besonders gute Darstellung von dunklen und Schwarztönen geeignet ist.

Durch die Hotspots wird natürlich auch die Darstellung des Farbverlaufs von Dunkel zu Hell beeinträchtigt, besonders plastisch sichtbar bei Grautönen.

Zum Glück bemerkt man von diesem Manko im Alltagsbetrieb nicht allzu viel, trotzdem ärgerlich.

Wer sich diesen Monitor zulegt, sollte sich im Klaren sein für welche Zielgruppe er gedacht ist: Gamer und sonst eigentlich niemand.

Zur Foto- und Videobearbeitung ist das Panel dank der ungleichmäßigen Grauverläufe und der nominalen 85% AdobeRGB Abdeckung weniger geeignet. Obwohl, zur Erstellung eines Fotokalenders für die Verwandten zu Weihnachten hat es gereicht. Wer aber (semi-)professionell arbeiten möchte wird auf diverse Schwierigkeiten stoßen.

Reine Office-Anwendungen meistert der Monitor aber tadellos, scharfgestochene Buchstaben und Zahlen, sehr kontrastreich dargestellt.

Was bewegte Bilder angeht, also Streaming oder von optischen Datenträgern, macht er ebenfalls eine passable Figur. Lediglich in sehr dunklen Szenen sind die ungleichmäßigen Grauverläufe merklich, aber dank bewegtem Bild nicht wirklich störend.

Wo der M27 aber wirklich glänzen kann ist beim Gaming! Bildwiederholrate von 165 Hz, Reaktionszeit von 1 ms und die tadellose Umsetzung Adaptive Sync wissen zu begeistern. Adaptive Sync ist zwar ab Werk deaktiviert, ein paar Klicks im OSD Hauptmenü und ein Monitor mit variabler Bildwiederholrate wird vom Grafiktreiber erkannt und funktioniert tadellos. Glücklicherweise sind NVIDIA Grafikkarten ab der Generation GTX 10XX mit Pascal Chips kompatibel mit Adaptive Sync und FreeSync, sodass dieses wichtige Gamingfeature nicht mehr nur Besitzern von AMD GPUs und teuren G-Sync Panels vorbehalten ist.

Auch die Grauverläufe fallen hier fast gar nicht ins Auge, nur wieder bei sehr dunklen Szenen kann man mit viel Konzentration die helleren Stellen ausmachen.

Da beim Monitor nur wenige „bewegliche“ Teile dabei sind, ist der Aufbau schnell erledigt. Der Monitorarm wird per im Standfuß gehaltener Flügelschraube schnell und sicher befestigt und die Adapterplatte des Monitorarms einfach in die Aufnahme für die VESA-Befestigung eingeklickt. Alles sehr unkompliziert und von einer Person zu schaffen.

Wer die VESA-Befestigung zur Wandmontage nutzen will schraubt einfach die mitgelieferte Adapterplatte mit den ebenfalls mitgelieferten Schrauben und dem beiliegenden Schraubendreher am Monitrorrücken fest.

Der Anschluss an die Bildquelle in Form von PC, Laptop oder sonstigem ist unproblematisch mittels der mitgelieferten Kabel, die allerdings mi 1,5 m recht kurz dimensioniert sind. Das Netzteil hingegen bietet ca. 3,5 m Kabellänge für genügend „Bewegungsfreiheit“.

Höhen- und Neigungsverstellung funktionieren an und für sich intuitiv und leichtgängig. Einzig die zu leichte Basis führt manchmal dazu, dass selbige festgehalten werden muss

Kommen wir zur Bedienung des OSD, die vollumfänglich über einen kleinen, blau leuchtenden Joystick erledigt wird. Dieser sitz griffgünstig mittig, unten am Monitor. Leider ist der kleine Knubbel recht unpräzise im Handling und eher labil montiert. Zusätzlich weicht LC-Power bei der Bedienungslogik von anderen Herstellern ab, bei denen ein Druck auf den Joystick die Auswahl bestätigt. Hier schaltet ein Druck auf den Joystick den Monitor aus. Das ist mir mehrfach passiert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. In der Bedienungsanleitung ist dies auch nicht klar dargestellt. Zum Bestätigen einer Auswahl muss der Joystick nach rechts gedrückt werden, zum Abbruch bzw. zum vorigen Menüpunkt nach links gedrückt werden.

Ein Druck in eine beliebige Richtung am Knubbel aktiviert das erste Auswahlmenü. Drückt man hier nach links, werden die voreingestellten Bildmodi nacheinander durchgeschaltet. Ein Druck nach unten führt ins Menü zur Steuerung der ARGB-Streifen am Monitorrücken und ein Druck nach rechts führt ins Hauptmenü.

Eine weitere Besonderheit für Gamer bietet der Monitor mit einem hardwareseitig eingeblendeten Zielpunkt. In das Auswahlmenü gelangt man durch Druck nach oben zum Gamepad. Das bietet bei Shootern wie CS:GO sicher einen Vorteil beim Schuss aus der Hüfte mit einer AWP. Ob das Cheating ist, überlasse ich jedem Einzelnen.

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Reviews

MSI Z690 Carbon Wifi Review

MSI Z690 Carbon Wifi - Review

Autor Martin Heits

Mit der neuen 12. Intel Generation kommen nicht nur neue CPUs, sondern ebenso passende Mainboards mit Z690 Chipsatz. Dank der Unterstützung von neuem DDR5 RAM, welcher auf dem Papier eine gute Figur macht, wenn er denn zu kaufen wäre, sowie den üblich großzügig ausgestatteten Mainboards mit Z-Chipsatz, sind diese allerdings nicht günstig.

 

Ein Kauf sollte daher gut überlegt sein & MSI bietet hier, wie bereits bei den letzten AMD & Intel Generation eine Ausgewogenheit aus High-End & Budget Boards, von denen wir uns in diesem Review ein High-End Board anschauen, das „Z690 Carbon Wifi“

Die Verpackung ist klassisch wie bei jedem Mainboard – Schlicht mit einer Abbildung inkl. Legende auf der Rückseite. Hier wird man bereits mit einigen Features bombardiert, auf die wir gleich noch eingehen werden.

Außergewöhnlich hier: MSI wirbt offiziell mit ihrer Spannungsversorgung. Dies habe ich bisher nur bei offiziellen Overclocking Boards von anderen Herstellern gesehen. Dazu ebenso später mehr.

In der Verpackung befindet sich neben dem Mainboard noch einiges an Zubehör hier mal im Schnelldurchlauf:

 

  • Zwei Wifi Antennen zum anschrauben

  • Die Anleitung

  • Eine Kurzanleitung wie man CPU einsetzt, RAM einbaut etc.

  • Clips für die Befestigung von M.2 SSDs

  • Zwei Sata Kabel, einmal abgewinkelt

  • RGB Y Splitter Kabel

  • Corsair LED Verlängerungskabel

  • ARGB Verlängerungkabel

  • Diverse Gimmicks wie Schraubenzieher, Aufkleber, ein Case Badge und ein kleiner Pinsel

 

Zusätzlich legt MSI einen USB Stick bei, auf dem alle Treiber des Boards zu finden sind.

Zuerst einmal: Wir sind endlich soweit & im Jahr 2021 angekommen. Endlich keine CDs mit Treibern mehr… Ich meine wer hat überhaupt noch ein integriertes Laufwerk?! Natürlich solltet ihr die aktuellen Treiber trotzdem immer direkt von der Herstellerseite herunterladen (Findet ihr unter Support/Treiber des jeweiligen Mainboards).


Neben den einigen coolen Goodies gibt es nicht viel zu dem Zubehör zu sagen. Persönlich finde ich die Idee mit den M.2 Clips interessant & im Zeitalter der M.2 Slots beschwert sich glaube ich auch niemand über nur zwei beiliegende SATA Kabel.

 

Löblich erwähnt sei dabei, wie immer bei MSI Mainboards, die sehr ausführliche und verständliche Anleitung inklusive QR Codes und Videoanleitungen zu einzelnen Abschnitten.

 

 

Das Carbon Wifi ist mit neuem Z690 Chipsatz geeignet für die 12. Generation an Intel CPUs inklusive Pentium Gold & Celeron. Dabei setzt Intel auf einen neuen Sockel der auf den Namen LGA1700 hört. Hier sollte in jedem Fall beachtet werden, dass der Sockel nicht Baugleich ist wie die vorherigen 1151 (also seit der 6. Intel Generation) und es muss sich ein entsprechend passender Kühler besorgt werden. Die meisten Hersteller bieten allerdings kostenlose Upgrade Kits an, wenn du deinen aktuellen Kühler z.B. weiter verwenden möchtest.

Wie bereits erwähnt bietet das Board ebenfalls Unterstützung für DDR5 RAM und das bis hin zu 128GB & maximal 6666MHz. Hier kann wie gewohnt Dual Channel und XMP genutzt werden um die passenden Einstellungen automatisch zu laden.

Da es sich hier um eine sehr neue Technologie auf dem Enduser Markt handelt, empfehle ich vorher auf der Mainboard Seite nachzuschauen, ob der gewünschte RAM auch unterstützt wird.

Das Z690 Carbon Wifi ist KEIN Hybrid Board, mit dem DDR4 verwendet werden kann, dies sollte euch vor dem Kauf in jedem Fall bewusst sein.

 

 

Ebenfalls neu ist die Bereitstellung von PCI-E 5.0 womit du in jedem Fall zukunftssicher gerüstet bist.

Schauen wir uns mal das Backpanel mit der integrierten IO Blende etwas genauer an.

Das Board bietet an der Rückseite insgesamt 4 USB 2.0 Anschlüsse, 5 USB 3.2 Gen2, Einen Typ-C Gen2, einen LAN RJ45 Anschluss mit 2.5Gbit, das klassische Audio Panel, die Verschraubungen für die Beiliegende Antenne, sowie einen BIOS Button. Dazu kommen die klassischen HDMI & Displayport Ports,

 

Das Backpanel ist damit sehr gut ausgestattet und bietet mit 10 USB Ports auch sicherlich genügend Anschlüsse für Sim-Racing & Peripherie Enthusiasten.

Für die ganz Verrückten unter euch: Der LAN Controller ist ein Intel I225V & das W-LAN Modul unterstützt unter Windows 11, sowie der neusten Version Windows 10 Bluetooth 5.2, sowie eine 6GHz Verbindung (Standard ist hier 2,4GHz bzw. 5GHz), natürlich ebenfalls Abwärtskompatibel.

 

Die Audioports werden von einem Realtek ALC4080 Codec befeuert, welcher nicht wirklich als Nachfolger des klassische ALC1220 betitelt werden kann, sondern einfach eine neue Technik mit neuer Anbindung nutzt. Dies führt zu einem niedrigerem Grundrauschen und insgesamt einer soliden Audioqualität, welche sich für einen On-Board Sound hören lassen kann.

Schwenken wir mal etwas rüber auf die innen liegende Seite des Boards & schauen uns die Anschlüsse & Features an.

Das Z690 Carbon Wifi bietet zwei verstärkte PCI-E 16er Ports mit PCI-E 5.0 Unterstützung, welche an der CPU angebunden sind, sowie einen 16er Slot welcher mit PCI-E 3.0 und 4 Lanes an dem Chipsatz angebunden ist.

 

Unter den schön anzusehenden Abdeckungen, welche gleichzeitig als passive Kühler fungieren, befinden sich insgesamt 5 M.2 Slots, wobei der oberste an der CPU & die restlichen am Chipsatz angebunden sind. Vier der Slots können uneingeschränkt mit den insgesamt 6 vorhandenen Sata Slots verwendet werden – Der vorletzte 5. M.2 Slot würde bei einer vollen Bestückung einen Sata Port deaktivieren. Außer der erwähnte vorletzte M.2 Steckplatz sind alle mit PCI-E 4.0 angebunden, der vorletzte Port mit PCI-E 3.0, wobei dies sogar eher zu vernachlässigen ist, sofern man keine 8K Videobearbeitung betreibt, mit der man solche Schnittstellen eventuell mal auslasten könnte.

Für das Front Panel des Gehäuses bietet das Board 2x USB 2.0, sprich genügend für 4 Anschlüsse, einmal USB 3.2 Typ-C & einmal USB 3.2 Gen 1 als Standard Typ-A Anschluss und den klassischen Audio Port in der Front, dessen Benutzung für mich immer noch ein Mythos ist.

Das MSI Mainboard bietet ebenfalls einige Fan Anschlüsse – Ganze 8 an der Zahl, wovon einer für die CPU gedacht & standardmäßig mit dessen Temperatur geregelt wird, sowie einen Pump-Fan Anschluss, der mit höherer Belastbarkeit ausgestattet wurde, wenn z.B. eine AiO Pumpe komplett über der Mainboard läuft. Alle Fan Anschlüsse lassen sich auf PWM oder Spannung einstellen und können im BIOS bzw. der MSI Software komplett eingestellt und mit eigenen Profilen versehen werden.

Die Debug LED oben rechts auf dem Board hilft einen potenziellen Fehler zu finden und zeigt nach dem booten die CPU Temperatur an.

 

Die Spannungsversorgung des Boards läuft über das alt bewährte 24Pin ATX Kabel & insgesamt zwei 8Pin EPS Kabel für die Stromversorgung des Prozessors.  

Wie bereits zu Anfang erwähnt präsentiert MSI bewusst die Spannungsversorgung des Mainboard und das auch zurecht: Das Carbon Wifi kommt mit einem 18+1+1 Phasen-Design, welches von MSI selbst mit 75Ampere angegeben wird. Um das mal in Relation zu stellen: Das ist doppelt so viel wie ein solides High-End System beim Gaming unter Vollast benötigt, also nicht nur etwas Spielraum für erste Overclocking Versuche, sondern auch für Enthusiasten und Freunde der H²0, oder LN² Kühlung durchaus nützlich und erwähnenswert.

Wie das Board letztendlich unter extremen Bedingungen performed kann ich aktuell noch nicht sagen, allerdings lassen die großen Kühler auch unter Luft gutes erhoffen.

 

Übrigens kann auch hier, wenn es nicht anders geht, nur ein 8Pin Stecker verwendet werden um die CPU zu betreiben, allerdings sollte man spätestens ab dem 12700k bzw. 12900k eine Limitierung durch zu schwache Spannungsversorgung vermeiden.

Die großen passiven Kühler sorgen dafür, dass auch unter Luft OC kein Problem darstellt und die sehr großzügige Spannungsversorgung dauerhaft kühl gehalten wird.

Wen weitere OC Infos zu dem Board interessieren sollte mal bei uns auf der FB Seite und im Live-Stream vorbei schauen, wo wir das Board mit unserem Overclocker Tino ausführlich getestet haben und weiterhin testen werden!

Sehr viel Technik blabla, dabei kommt jetzt erst das wichtigste & das ist natürlich: Die Beleuchtung und Design des Boards.

MSI Unterstützt hier weiterhin den offenen 5V ARGB Standard mit 3Pin, sowie den 12V RGB Standard mit 4Pin. Das Board verfügt über einen RGB Header, zwei ARGB Header, sowie einen Corsair connect Header, womit ihr Corsair Geräte direkt mit in die MSI Software einbinden könnt. Über das MSI Programm Mystic Light könnt ihr alle RGB Einstellungen vornehmen und per Software angeschlossene Geräte ansteuern.

 

Mir sagt das recht schlichte Design des Mainboard, zusammen mit den vielen Abdeckungen. sowie der dezenten Beleuchtung deutlich mehr zu als viele andere überladene Boards. Der beleuchtete Carbon Schriftzug & der MSI Drache heben sich alleinig etwas ab, was mir persönlich allerdings ebenfalls gefällt, genauso wie die verwendeten Dark Caps rund um den CPU Sockel.
Würden die Beschriftungen & die Carbon Folie fehlen, könnte man glatt an High-End Boards eines anderen sehr beliebten Herstellers denken. Das Design ist und bleibt allerdings in jedem Fall einfach Geschmackssache.

Das Mainboard macht für rund 440€ einen Hausbesuch, was in jedem Fall oberes Mittelfeld der aktuellen 690 Mutterbretter darstellt.

Neben des neuen Sockels und der Unterstützung von DDR5 bietet das Z690 Carbon Wifi ebenfalls eine hervorragende Ausstattung an M.2 Schnittstellen, USB Ports & einer Spannungsversorgung, welche sich von der Masse abhebt & auch für Overclocking Enthusiasten geeignet ist. Integriertes W-LAN der neusten Generation, ein außergewöhnlich guter On-Board Audio Chipsatz & die MSI klassisch einfache BIOS Handhabung machen das Z690 Gaming Wifi zu einem Board, bei dem kein Wunsch offen bleibt.

 

An dem Mainboard an sich habe ich nichts auszusetzen, allerdings sei natürlich die fast zwanghafte Nutzung von Windows 11 erwähnt, sowie das Problem mit der Verfügbarkeit des DDR5 RAMs, welcher aktuell leider nicht wirklich Mehrleistung bringt – Abgesehen davon bietet das Board allerdings alles, was man sich wünschen kann.

 

 

 

Falls du dir das Board kaufen möchtest würden wir uns sehr freuen, wenn du unsere Arbeit unterstützt und unsere Ref-Link nutzt:
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