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Test it - Keep it

Seasonic Syncro Q704 mit Syncro Connect DGC-750w

Seasonic Syncro Q704 mit Syncro DGC-750 + Syncro Connect Modul

Ein Review von Sebastian Schwerdtfeger

Ich bin kürzlich durch die PCHMG „Test it – Keep it“ Aktion an ein Seasonic SYNCRO Q704 mitsamt DGC-750W Netzteil gekommen. Das Gehäuse fand ich wirklich sehr lang sehr spannend und wollte das unbedingt mal in der Praxis ausprobiert haben. Von daher konnte ich kaum froher sein, als Martin mich mit der erfreulichen Nachricht anschrieb 🙂 In diesem Sinne schildere ich jetzt hier Stück für Stück meine Eindrücke!

Zuvorderst: Seasonic ist auf dem Hardwaremarkt eine bekannte Größe. Wer nach qualitativ hochwertigen Netzteilen sucht, wird an dem taiwanesischen Unternehmen kaum vorbeikommen. Selbst wer einen anderen Hersteller wählt, hat mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit am Ende doch ein Seasonic Netzteil daheim. Viele bekannte Hersteller vertreiben letztlich „bloß“ umgelabelte Seasonic Produkte. Mit so viel Vertrauen von Verbrauchern und Industrie hat Seasonic sich nunmehr scheinbar gedacht, dass es an der Zeit wäre, die Produktpalette etwas zu erweitern und mit dem SYNCRO Q704 ein erstes Gehäuse herausgebracht.

Seasonic wählt hierbei nicht den einfachen Weg, sondern liefert in zweierlei Hinsicht einen pfiffigen Tower ab:

1.) Das Gehäuse ist primär auf die Seasonic CONNECT Netzteile abgestimmt. Diese versorgen mit nur einem Kabelstrang die sogenannte CONNECT Box, von der aus Kabel an alle weiteren Komponenten gehen. Aus dem Netzteil selbst kommt sonst kein weiteres Kabel mehr. Das soll vor allem das Kabelmanagement verbessern, da die eigentlichen Anschlusskabel kürzer sein können und besser erreichbar sind. Meines Wissens ist das ein wirklich einzigartiges Konzept, vergleichbare Umsetzungen sind mir nicht bekannt.

2.) Das Mainboard wird auf den Kopf gedreht und wandert deshalb entsprechend auf die linke Gehäuseseite. Da die Heißluft von der GPU so nicht mehr zur CPU aufsteigen kann, soll dies vor allem dem Wärmemanagement dienlich sein und ist für mich der eigentliche Aufbringer, der mich seit Launch so begeistert.

In diesem Sinne bin ich total begeistert, jetzt dieses Schmuckstück in meinen Händen zu halten – wobei ich die 15 kg Case nicht wirklich in den Händen halten will, sondern sie doch lieber vor mir auf den Boden stelle. Die UVP für Seasonics Gehäuse-Erstwerk liegt bei sagenhaften 389,90, selbst mit Netzteil liegt man hier also theoretisch in der absoluten Oberklasse. Der aktuelle Marktpreis (01.06.2022) liegt hingegen bei ungefähr gemäßigteren 260€ – die Erwartungshaltung bleibt hoch. Schauen wir uns also mal an, was Seasonic hier abgeliefert hat!

Auspacken & Loslegen

Es gibt Tage, an denen ich die Paketboten wirklich nicht beneide. Heute ist so ein Tag. Der Karton vor meiner Wohnungstüre wirkt erstmal riesig. Wie groß mag wohl das Gehäuse sein?

Ich habe Hummeln im Hintern und fange direkt mit dem Auspacken an. Da fällt direkt etwas auf: Gehäuse und Netzteil sind jeweils in separaten Kartons verpackt. Das finde ich aus mehreren Gründen merkwürdig:

1.) In Deutschland wird das SYNCRO Q704 nur in Verbindung mit den SYNCRO CONNECT Netzteilen verkauft, nicht stand-alone. Da Gehäuse und Netzteil auch aufeinander zugeschnitten sind, ist das aus meiner Sicht durchaus sinnvoll. Wenn diese Teile nun sowieso nur zusammen verkauft werden, warum sind sie dann nicht bereits vormontiert? Das würde einem einiges an Arbeit beim Aufbau ersparen, worauf ich noch später zurückkommen werde.

2.) Als erfreulichen Side Effect würde man dadurch noch Verpackungsmaterial einsparen und auch die Verpackungsgröße könnte deutlich reduziert werden.

Einmal ausgepackt sieht das Gehäuse klasse aus. Ein Blick ins Innere wird zwar anfangs noch aufgrund der verschraubten Transportsicherung verwehrt, aber äußerlich hat man hier ein sehr dezentes Schmuckstück geschaffen. Der Materialmix aus robustem Stahl, Alu und Glas hinterlässt eine hohe qualitative Anmutung. Seasonic liefert hier kein „dünnes Kuchenblech“ sondern ein rundum stabiles Produkt. Nichts wackelt, nichts klappert, hat irgendwie Spiel oder macht schon beim Ansehen seltsame Geräusche. An den Kanten schneidet man sich nicht und vom ersten Eindruck her muss man kein Raketenwissenschaftler sein, um das Case mit den Komponenten seiner Wahl zu verschmelzen. Die Staubfilter sitzen alle gut und lassen sich auch einwandfrei entnehmen und reinigen. Kaum 5 Minuten nach Auspacken machte mein Kater seinerseits einen Praxistest und sprang auf’s noch leere Gehäuse. Steht fest, Staubfilter oben sitzt und wird auch nicht von seinen Krallen durchlöchert. Es könnte also gar nicht besser anfangen.

Seasonic CONNECT DGC-750W

Das DGC-750W ist für mich gewissermaßen ein Abstieg, da ich bis zum Beginn des Tests noch ein etwas größeres Seasonic PRIME GX-850 verwende. Dieses sieht quasi 1:1 wie das CONNECT Netzteil aus – bis auf den Umstand, dass eben nur ein großes Kabel aus der Rückseite kommt und in die CONNECT Box geht. Die CONNECT Box wird im Gehäuse befestigt und ist dann ein von außen sichtbares Element. Dazu muss man allerdings erst das standardmäßig verbaute Tray zum Kabelmanagement demontieren. Wenn man doch eh beides zusammen erwerben muss, hätte das aus meiner Sicht bereits passiert sein können. Schwamm drüber! Falls es jemanden interessiert: Standard-Netzteile lassen sich NICHT mit der CONNECT Box verbinden.

Die CONNECT Box stellt 6 PCIe Stromanschlüsse Mainboard-seitig bereit sowie den ATX-Stromanschluss für’s Mainboard. Alle weiteren Anschlüsse (CPU, SATA,…) sind auf der Vorderseite und somit per se gut hinter der Gehäusetüre versteckt. Die Box verfügt zudem über einen PWM und RGB Connector zum Mainboard und insgesamt 7 PWM Fan sowie 6 RGB Header. Von Haus aus gibt es allerdings keinerlei Beleuchtung (bis auf natürlich die Power-LED), es bleibt erstmal dezent. Die frontseitig standardmäßig verbauten 3 Gehäuselüfter sind anfangs über einen Splitter gekoppelt, können aber so einzeln an die Box angeschlossen werden. Bei theoretischem Vollausbau im Gehäuse mit 8 Lüftern müsste somit höchstens einer (bzw. 2 zzgl. CPU-Lüfter) am Mainboard angeschlossen werden, wodurch nochmal weniger Kabel zu sehen sind. Anschließend konfiguriert man nur im BIOS den jeweiligen PWM-Anschluss vom PWM-Sync mit der Connect Box und schon surren alle Lüfter mit der gewünschten Drehzahl.

Das Netzteil selbst besitzt den bekannten Hybrid Modus, bei dem der Netzteillüfter erst unter Last zu drehen beginnt. Hörbar ist er aber ohnehin nicht. Das mitgelieferte DGC-750 sowie das kleinere DGC-650 sind jeweils 80 PLUS GOLD zertifiziert, das größere DPC-850 sogar 80 PLUS PLATINUM. Darüber hinaus gibt es zumindest zum Testzeitpunkt keine größeren Alternativen mehr. Da der Stromhunger der Hardware mit jeder Generation größer zu werden scheint, wird Seasonic hier eventuell in absehbarer Zeit nachlegen müssen. Andernfalls müssten Interessenten des Gehäuses bzw. vielmehr der Gehäuse-PSU-Kombi auf andere Netzteile schwenken, was aber den Reiz hinter dem Ganzen etwas schmälert. Und wenn man sowieso ein Netzteil mitkaufen müsste, welches anderswo kaum je Verwendung finden wird, was damit anstellen?

Damit die Glastüre wirklich zur Geltung kommt, sollte man – anders als ich anfangs – die Schutzfolie tunlichst auf BEIDEN Seiten abziehen. Es handelt sich übrigens wirklich um eine richtige Türe zum Aufziehen mit rückseitigen Scharnieren, die an der Vorderseite magnetisch gehalten wird. Der vordere Gehäusestaubfilter lässt sich nur bei geöffneter Türe entnehmen, würde aber auch sonst nicht einfach aus Versehen herausfallen. Alle Staubfilter sind übrigens sehr gut luftdurchlässig – ein Luftzug ist deutlich bemerkbar.

Sobald man die Türe dann mal geöffnet hat, fällt schnell auf: in diesem Gehäuse gibt es Platz. Jede Menge Platz! Ob riesige Grafikkarten, umfangreiche Custom-Wasserkühlung, hohe Towerkühler, Radiatoren (2 x 360mm möglich!), drei Plätze auf der Mainboardrückseite für 2,5″ Laufwerke, entnehmbarer Käfig für zwei weitere 3.5″ Laufwerke.. wer braucht mehr? Und was sehe ich bei der Gelegenheit: Alphacool hat tatsächlich einen fullcover Kühlkörper für meine 3080 Xtreme, ruft da wohl ein neues Projekt? (●’◡’●)

Aufbauen

Der Aufbau geht grundsätzlich locker von der Hand, auch wenn man natürlich erstmal die Blenden fürs Kabelmanagement entnehmen und dann stattdessen die CONNECT Box einbauen muss. Gehäuselüfter sollten evtl. VOR der restlichen Hardware verbaut werden. Speziell der untere Lüfter auf dem Netzteil-Tray wird unkonventionell verschraubt, vor allem aber sind vermutlich die allermeisten CPU-Kühler später im Weg. Für keinen Lüfter ist eine Entkoppelung vorgesehen, einzig und allein 3.5″ Laufwerke werden entkoppelt. Festplatten müssen jeweils verschraubt werden, werkzeuglose Montage ist hier nicht möglich. Speziell angesichts der UVP hätte ich hier mehr erwartet.

Der Eindruck vom Platzangebot im leeren Gehäuse täuschte nicht. Sobald meine Hardware drin steckte, war immer noch reichlich Stauraum vorhanden. Durch das CONNECT Netzteil samt zugehöriger Box ist das Kabelmanagement wirklich ein Kinderspiel. Weniger Aufwand für ein aufgeräumtes Gehäuseinnenleben hatte ich noch nie.

Die standardmäßig mitgelieferten Gehäuselüfter lassen sich nur äußerst wackelig an der CONNECT Box anschließen, aus irgendeinem Grund rasten die 4 Pin Anschlüsse nicht richtig ein. Was aber viel mehr aufstößt, ist ihre unheimliche Lautstärke. Ich hatte die Lüfter initial an der Box angeschlossen und meine gewohnte Lüfterkurve beibehalten. Das führte dann dazu, dass mir fast die Ohren abfielen, obwohl die Lüfter laut Sensoren mit „nur“ knapp über 900 RPM drehten. Bei ansteigender CPU-Temperatur sitzt man dann gefühlt neben einer Turbine. Weil ich anfangs an einen Fehler meiner selbst oder der CONNECT Box dachte, schloss ich die Lüfter testweise direkt ans Mainboard an, jedoch ohne Besserung.
Laut Fan Specifications im User Manual können die Lüfter bis zu 2150 RPM schnell werden und erzeugen maximal 34 dBA, wobei nicht angegeben wird, in welchem Abstand die Lautstärke gemessen wurde. Jedenfalls sind mir die Nidec Gehäuselüfter VIEL zu laut. Ich wollte ursprünglich die Lautstärke des Systems messen, aber das halten meine empfindlichen Ohren nicht aus. Nicht nur ist das Lüftergeräusch an sich schon laut, es kommt mir auch noch so vor, als würden Schwingungen das Problem noch potenzieren. Unter ca. 900 RPM lassen sich die Lüfter per PWM nicht regulieren und laden im Prinzip dazu ein, die Kopfhörer lauter zu stellen. Aber will man sich anschreien lassen, weil die Hintergrundgeräusche so enorm sind?

Von daher zog fast unverzüglich mein Sammelsurium an Noctua Redux Lüftern aka den grauen Eminenzen ins Gehäuse, insgesamt 6 x 140mm und 2 x 120 mm und damit doppelt so viele Lüfter wie vom Werk. Und voila: Ohne Anpassung der Lüfterkurven (35%/45%/65%, 40/50/70°C) kehrt sofort Ruhe ein. An dieser Stelle muss ich klar die Empfehlung abgeben, die Standardlüfter nicht zu verwenden und möglichst auszutauschen. Jedoch wird das preislich ohnehin nicht gerade günstige Gehäuse so zu einem preislich ziemlich teurem Vergnügen, wenn man nicht gerade noch entsprechende Lüfter auf Vorrat hat. Ich muss hier anfügen, dass die Lüfter das System absolut vertretbar belüfteten und kühlten. Die Laufstärke ist aber aus meiner Sicht nicht nur angesichts der stolzen UVP absolut unangemessen. Zudem spricht Seasonic von „powerful, yet silent cooling“. Letzteres trifft nicht zu.

OPTIMIZED AIRFLOW

Kaum viel intensiver bewirbt Seasonic das gedrehte Layout auf der Artikelseite, dabei ist das ja noch längst keine Alltäglichkeit. Und wer weiß, ob es je eine wird? Was mein Interesse an diesem Gehäuse bisher besonders förderte, war, dass Seasonic hier bei luftgekühlten Systemen gewissermaßen gegen die Physik kämpft. Wo anderswo kalte Luft von unten reinströmt und die warme Luft nach oben abgeführt wird, blasen die Grafikkarten hier die warme Luft plötzlich nach unten. Damit soll vermieden werden, die CPU weiter aufzuheizen. Ein echtes Dilemma hinsichtlich der Belüftung: Sollen die Lüfter im Deckel nun herausblasen oder hineinsaugen? Seasonic selbst sagt dazu:

Empfohlen wird also, die Lüfter für die bestmögliche Kühlung der GPU hineinsaugen zu lassen – und bis auf den Lüfter auf der Rückseite alle anderen Lüfter ebenso. Maximal ein 140mm Lüfter findet dort Platz, was mich zweifeln lässt. Schafft der das?

Ich habe dazu entsprechend ein paar Tests mit reinsaugenden bzw. herausblasenden Lüftern im Deckel in für mich üblichem Betriebsmodus durchgeführt. Neben Messungen der idle Temperaturen habe ich noch einen 30-minütigen Gaming-Benchmark durchgeführt. Zum Vergleich habe ich dieselbe Hardware im vorherigen Gehäuse, einem kleineren und weniger belüfteten Fractal Design Define 7 herangezogen. Die Lüfterbestückung lasse ich möglichst vergleichbar, da das Define 7C weniger Lüfter aufnehmen kann: 2 x 140 mm Front, 2 x 140 mm Deckel, 1 x 120 mm jeweils unten und hinten.

Im idle unterscheiden sich meine Messungen nicht ungeachtet der Lüfterausrichtung, CPU (i7-11700) und GPU (AORUS RTX 3080 Xtreme) schlummern bei ca. 36°C. Die GPU-Lüfter sind bei diesen Temperaturen nicht aktiv.
Unter fortwährender Last dagegen kommt die Belüftung richtig zur Geltung: im kleinen Define sowie herausblasend im Q704 erreicht die Grafikkarte (Hot Spot) bis ca. 84°C. (Die GPU-Temperaturen liegen in meinem Falle immer ca. 10°C darunter, Memory Junction etwa 3-4°C.) Saugen die Lüfter im Deckel jedoch Luft ein, gehen die Temperaturen herunter, und zwar deutlich. Plötzlich waren es nur noch ca. 79°C (Hot Spot). Immer noch zu viel? Mit Vollbestückung an Lüftern lande ich nunmehr bei ca. 77°C. Die CPU-Temperaturen habe ich dabei noch gar nicht erwähnt. Die Differenzen waren hier im Höchstfall 1-2°C, was ich grundsätzlich als Messungenauigkeit abtuen würde. Zudem war das nicht die Differenz zwischen unterschiedlicher Ausrichtung, sondern der oben genannten Anzahl Lüfter und maximaler Vollbestückung. Im Gaming-Test hieß das allerdings, dass die Temperatur 70°C erreichte, wodurch die Lüfter auf das von mir festgelegte Limit von 65% Drehzahl loslegten. Fazit für das Belüftungskonzept also bisher: Es klappt! Ich würde durchaus Vollbestückung empfehlen, es macht sich bemerkbar.
Als Anmerkung sei an dieser Stelle gesagt, dass alle dieser Temperaturen völlig im erlaubten Betriebsrahmen sind.

Der Vollständigkeit halber eine kurze Auflistung meiner Testhardware:

MSI Z590 Unify
Intel i7-11700 + Deepcool AK620
Crucial 2 x 16GB DDR4-3600
Gigabyte AORUS RTX 3080 Xtreme
WD SN850 + WD SN750

Seltsames

Ein paar von Seasonics Design- oder Ausstattungsentscheidungen kommen mir etwas merkwürdig vor. So lässt sich der Laufwerkskäfig an 2 Positionen im Boden befestigen. Anders gesagt: es ließen sich 2 Laufwerkskäfige installieren – wenn nicht nur einer geliefert würde. Als Zubehör wird’s scheinbar auch nicht vertrieben, schade eigentlich. Ob jetzt jemand in heutigen Zeiten abseits von NAS & Co. wirklich so viele 3.5″ Laufwerke beherbergen will oder muss, sei hier dahingestellt. Die Festplatten werden übrigens entkoppelt, können allerdings nicht werkzeuglos montiert werden.

Benötigt man den Laufwerkskäfig aber nicht und entnimmt diesen, täte sich auf dem Boden prinzipiell wieder reichlich Platz für Gehäuselüfter auf, zwei 140er könnten unten vielleicht reinpassen. Leider sieht man das bei Seasonic wohl anders und hat das Gehäuse hier nicht entsprechend mit Bohrungen vorbereitet. Verschenktes Potenzial!

Ein 120mm Lüfter kann immerhin auf dem Netzteiltray befestigt werden, allerdings sollte man das speziell mit luftgekühlter CPU UNBEDINGT machen, BEVOR der CPU Kühler eingebaut wurde. Andernfalls kann man genauso gut das gesamte Board mit Kühler erstmal entnehmen oder wie ich mit nur 2 von 4 Schrauben zufrieden sein. Passt, wackelt und hat Luft (Quatsch, fest genug!).

Irgendwie gefällt es mir ja schon, dass die Kabel hier so sauber und schön verlegt werden, ohne, dass man viel dafür tun müsste. Dennoch sind die Stromkabel für PCIe und Mobo weder Fisch noch Fleisch, besonders schön sehen sie m.E. nicht aus. Das ist für mich nicht ganz so wichtig, da der Rechner unter den Tisch kommt und neben dem Glasfenster doch frecherweise mein Tischbein steht. Das Glasfenster ist ja aber gerade der Indikator dafür, dass man hier vermutlich auch an all diejenigen denken wollte, die ihre Technik gerne zur Schau stellen.

Wer im Übrigen die Stock Fans nutzen will (z.B. aufgrund akuter Taubheit nach dem ersten Einschalten), der wird feststellen, dass das Kabel vom hinteren Lüfter im Leben nicht bis zur CONNECT Box reicht. Das man sowas nicht bedacht hat, bereitet mir doch irgendwie Kopfkratzen.

Was ich ehrlich gesagt toll gefunden hätte, wäre ein integrierter GPU-Halter. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob / wie ich die AORUS 3080 Xtreme (1,8kg Grafikspaß) davon abhalte, der Schwerkraft nachzugeben. Eventuell mit einem stabilen Faden am Deckel festbinden? Ansonsten fällt bei der Grafikkarte die tolle LCD-Anzeige auf, wer AiO-Waküs mit Display verwendet oder entsprechende Anzeigen auf dem Mobo hat (wie auch mein MSI Z590 Unify) wird aber ebenso feststellen, dass er sich absofort auf den Kopf stellen muss, um die Anzeigen abzulesen. Aus den bereits genannten Gründen ist das für mich nur Spielerei. Falls jemand auf derlei Späße steht: bei Gigabyte z.B. lässt sich die Anzeige der AORUS 3080 Xtreme nicht einfach auf den Kopf stellen, kA wie’s anderswo aussieht!

Wer im Übrigen die Stock Fans nutzen will (z.B. aufgrund akuter Taubheit nach dem ersten Einschalten), der wird feststellen, dass das Kabel vom hinteren Lüfter im Leben nicht bis zur CONNECT Box reicht. Das man sowas nicht bedacht hat, bereitet mir doch irgendwie Kopfkratzen.

Was mich angesichts des neuen und kleineren Seasonic Q503 etwas überrascht hat ist der Umstand, dass das Q704 eine andere CONNECT Box verwendet. Das bereitet mir doch etwas Sorge in Hinblick auf die Zukunft. Ich würde mich jedenfalls nicht darauf verlassen wollen, dass man in ein paar Jahren noch problemlos Ersatzteile für dieses proprietäre Stück Technik bekommt, welches ja quasi nur in diesem einen Gehäuse Verwendung findet.

Fazit

Kurz und schmerzlos: Im Grunde genommen macht man mit dem Gehäuse nichts verkehrt und ich empfehle es sehr gerne weiter. Wer jedoch nicht unbedingt das gedrehte Layout und die hohe Integration von Netzteil und Gehäuse braucht oder will, dem fehlt hier vielleicht irgendein besonders lockendes Argument.

Dabei spricht sehr vieles für das Q704:

+ Top Verarbeitung
+ sehr gutes Platzangebot
+ 1A Kabelmanagement
+ leichte Montage
+ Das Kühlkonzept funktioniert!
+ Seasonic-typisch einwandfreies Netzteil
+ Optik (klar, subjektiv)
+ Entkopplung für 3,5″ Laufwerke (wer solche denn noch braucht)

Weniger gut sind hingegen:

– die ab Werk verbauten Lüfter gehen unter keine Kuhhaut und sind unnötig laut
– keine Entkopplung der Lüfter, besonders mit den Stock Fans sorgte das für zusätzliche Unruhe
– an vielen Stellen wäre werkzeuglose Montage wünschenswert

Einigen Punkten stehe ich relativ neutral gegenüber. Ob die Integration von SYNCRO und CONNECT oder die CONNECT Box als solches sich durchsetzen wird und auch auf mittel- oder längerfristige Sicht Ersatzteile verfügbar sein werden, wird sich erst zeigen müssen. Ich, von Haus aus Pessimist, kann hier somit bestenfalls positiv überrascht werden. Problematisch sehe ich da schon eher, dass Seasonic hier nur von 650 bis 850W gedacht hat, was für Interessenten mit leistungshungrigerer Hardware u.U. nicht ausreicht.

Der Preis ist grundsätzlich ein heikles Thema. Würde mich jemand fragen, ob ich ihm die Kombi aus Q704 und DGC-750 für 389,90 UVP wärmstens empfehle, müsste ich verneinen. Mir scheint das nicht angemessen, zu diesem Kostenpunkt würde ich zumindest Features wie Entkopplung der Gehäuselüfter und werkzeuglose Laufwerksmontage erwarten. Zudem wäre ein integrierter GPU-Halter wirklich toll; wie ihr seht, mehr Features kann man sich immer wünschen. Vor allem aber erwarte ich dann leise Gehäuselüfter.

Reden wir nun von 260€ klingt das erstmal immer noch nach viel Geld, aber man bekommt dafür ja zum Gehäuse auch noch ein passendes Netzteil und zusammen dann ein pfiffiges Gesamtkonstrukt mit prima Kabelmanagement. Ein vergleichbares Seasonic Prime GX-750 Netzteil kostet aktuell knapp 130€, womit noch 130€ für’s Gehäuse blieben. Das kostete mein Define 7 Compact und ganz ehrlich: da bin ich Seasonics Q704 dann eher zugeneigt. Das Gesamtpaket aus Optik, Belüftung und Platzangebot gewinnt hier, auch wenn der Vergleich mit dem deutlich kleineren Kompaktgehäuse vielleicht nicht ganz fair ist. Die Nidec-Lüfter lassen mich allerdings weiterhin die Zähne knirschen. Bitte Seasonic, setzt in der nächsten Generation hier an. Ihr macht hier viel richtig, verscherzt es euch nicht an den Ohren eurer Käuferschaft 🙂

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Reviews

MSI MAG B660M Mortar WiFi (DDR5) Review

MAG B660M Mortar WiFi (DDR5) Review

Ein Test von Tobias Oestreich

Einleitung
Mit dem MAG B660M Mortar WiFi zeigt MSI die inzwischen siebte Generation dieser Mittelklasse-Mainboard-Famile. Dieses mal für Intels aktuellen Sockel LGA 1700 mit dem – selbsterklärend – neuen Intel B660 Mittelklasse-Chipsatz. Und das ganze in der bisher wenig beachteten DDR5-Version. Wir schauen, ob MSIs Vorstellung überzeugt und bieten einen umfassenden Überblick, was gut und ist – und was aus unserer Sicht nicht so gut ist.
Da die vier Modelle
– MAG B660M Mortar WiFi
– MAG B660M Mortar WiFi DDR4
– MAG B660M Mortar
– MAG B660M Mortar DDR4
bis auf die durch die Namensgebung offensichtlichen Unterschiede quasi baugleich sind, kann dieses Review durchaus auch für all diese Modelle hergenommen werden. Entsprechende Unterschiede werden teilweise im Text behandelt.

Alder Lake
Intels heiß erwartete Veröffentlichung von „Alder Lake-S“, der 12. Core-i-Generation, gelang Anfang November 2021 mit drei bzw. sechs Prozessoren (und einem Chipsatz) und erfüllte die die hohen Erwartungen. Man war wieder an der Spitze der allermeisten Gaming-/Endanwender-Benchmarks angelangt und auch in Sachen Effizienz konnte man zumindest in Alltags-Anwendungen mit dem Hauptkonkurrenten AMD gleichziehen. 

Der Intel Core i5-12600K, i7-12700K und das Top-Modell Core i9-12900K sowie deren F-Varianten ohne integrierte Grafikeinheit bildeten den Voraus-Trupp und konnten mit hoher IPC, ihrem im Desktop-Bereich innovativen Ansatz der Hybrid-Kerne (Performancesowie
Effizienz-Kerne) punkten. Genau wie der hohe Stromverbrauch im Gaming- und sonstiger Single-Core-Belastung stark gemindert werden konnte. Weitere wichtige Innovationen betreffen die Einführung von PCIe 5.0 und der Speichercontroller kann nun auch mit DDR5-RAM umgehen.
Kurz nach dem Jahreswechsel gab Intel dann den Startschuss für alle weiteren Prozessoren der Alder Lake-S-Riege. So kamen in allen Preisklassen Prozessoren ohne „K“ in der Produktbezeichnung hinzu – also ohne offenen Multiplikator. Außerdem gab es neue Celeron, Pentium und auch interessante Core i3-Modelle. Erwartet wurde auch die Neuauflage des beliebten Core i5-10400F bzw. 11400F – der Core i5-12400F erfüllte die Erwartungen an ihn in allen Belangen. Hier konnte Intel wieder einen Preis-Leistungs-Kracher in den Markt bringen, der auch die Konkurrenz endlich gezwungen hat, die Preise zu senken. Warum das aber nur eine Art Trostpflaster ist, wird nachfolgend auch noch erklärt.

Chipsätze
Intel macht es nun schon einige Generationen so: erst kommt der Highend-Chipsatz auf den Markt, später dann die Einstiegs- und Mittelklasse. Das ist sicherlich irgendwo den verschiedenen Käuferschichten geschuldet: wer „Early Adaptor“ ist, ist in der Regel auch ein Enthusiast und möchte sowieso den besten und unbeschnittenen Chipsatz. Hier wird man kaum Käufer verprellen, denkt sich zumindest Intel. Hier war es genauso. Intel hat mit dem Z690 einen sehr konnektiven Chipsatz vorgestellt, der (fast) alles bietet, was der Enthusiast begehrt. Zwar hätte man mit 10 GBit/s Ethernet, USB 4.0 bzw. Thunderbolt 4 noch mehr Optionen bieten können, aber ansonsten ist wirklich alles da. Das DMI ist beim
Z690 mit Alder Lake-Prozessor satte acht PCIe 4.0-Lanes breit (~16 GB/s), was einen neuen Standard im Desktop-Segment setzt.
Zusammen mit den übrigen Alder Lake-S Prozessoren kamen Anfang 2022 alle „Geschwister“-Chipsätze des Z690 in den Markt. Alle namhaften Hersteller haben zahlreiche Mainboards mit diesen neuen Chipsätzen vorgestellt. Neben dem „Brot und Butter“-Chipsatz B660 runden H610 und H670 das Portfolio unterhalb des schon seit November erhältlichen Z690 ab. Q670 und W680 bedienen spezielle Anforderungen im Enterprise- und Workstationbereich.
Warum „Brot und Butter“? Nun, die B-Reihe mit der 60 (bzw. früher 50) am Ende (B150, B250, B360, B365, B460, B560 und nun B660) eignet sich schon immer gut für den preisbewussten Durchschnittsanwender bzw. PC-Spieler. Der Chipsatz hat kaum messbar weniger Performance, bringt aber alles mit, was man so braucht. Übertakten des Prozessors ist nicht drin, aber seit dem B560 geht aber endlich das wertvolle RAM-OC.

B660-Chipset
Und was ist nun genau anders zwischen Z690- und B660-Chipsatz? Eine der größten technischen Beschneidungen ist wohl die Halbierung der DMI-Bandbreite im Vergleich zum Z690, was vier PCIe 4.0 Lanes bedeutet, also fast 8 Gigabyte pro Sekunde pro Richtung an Bandbreite zwischen CPU und Chipsatz. Damit ist man hier auf Augenhöhe mit Core i 11000 („Rocket Lake“) und dem Z590 Chipsatz bzw. dem, was AMD schon seit
Mai 2019 mit Ryzen 3000 („Zen 2“) und den Chipsätzen X570 und B550 bietet. Weitere Spezifikationen werden ebenfalls halbiert: B660 bietet maximal 6 statt 12 PCIe 4.0 Lanes, bis zu 8 statt 16 PCIe 3.0 Lanes, 4 statt bis zu 8 SATA-Ports. Auch die USB-Ports sind beschnitten: zwei statt vier USB 3.2 20 GBit/s-Anschlüsse, 4 statt 10 USB 3.2 10 GBit/s-Anschlüsse und bis zu sechs 5 GBit/s-USB Ports – statt bis zu 10 Stück beim
Z690-Chipsatz.
Dem B660-Chipsatz wird noch ein weiteres Feature für Enthusiasten genommen: RAID-Konfigurationen können keine PCIe-Geräte beinhalten, also auch keine m.2 NVMe-SSDs.
Wie schon erwähnt: B660 kann kein Übertakten per Multiplikator (bei „K“-CPUs) oder auch über die Base Clock („BCLK“). Das ist eine große Einschränkung, andererseits sollte man hier auch bedenken, dass der Anteil an übertaktungswilligen Käufern am Ende doch recht
klein ist.
Das Übertakten über den BCLK, was erstmals seit 2013 und der Intel Core i 4000 („Haswell“) Serie wieder gut funktioniert, wäre eine sehr interessante Funktion gewesen, um auch bei kleineren Budgets ein Maximum an Leistung vor allem aus den kleineren Prozessoren herauszukitzeln. Asus und Asrock haben jedoch die Sperre für BCLK-OC bei einer Hand voll B660-Boards weggelassen und einen zusätzlich benötigten Hardware-Taktgeber auf diese Platinen gelötet, um das interessante Feature zu ermöglichen. Das sucht man bei MSI B660-Platinen leider vergebens.

MSI MAG B660M Mortar WiFi - Technische Daten

Verpackung und Lieferumfang

MSI verpackt die Hauptplatine in einem auf die μATX-Maße angepassten, einfachen Karton. Zweckdienlich und platzsparend. Das Board selber kommt in einer antistatischen Tüte, das Zubehör befindet sich davon abgegrenzt in einem Fach unter dem Motherboard. Mitgeliefert werden ebenfalls die Wifi-Antennen, einige Aufkleber, zwei SATA-Datenkabel – davon eines mit an einem Ende 90° gewinkeltem Stecker – und ein kleines Schrauberdreherpaar. Schrauben für die Montage von zwei M.2 SSDs sind ebenso dabei, was leider immer noch keine Selbstverständlichkeit ist. Eine heutzutage wirklich immer nutzloser werdende DVD mit Treibern und sonstiger Software ist – so muss man es leider schreiben – leider dabei.

Bedienungsanleitung(en) und sonstige Werbebroschürchen sind obligatorisch.

Design

Das Design des B660M Mortar WIFI beruht auf zwei Farben: Schwarz für das eigentliche PCB und Silber / Aluminium für alle Kühlkörper. Und die Kühlkörper sind für ein Mittelklasse-Mainboard überzeugend: groß dimensioniert, hochwertig verarbeitet.

Gebürstetes / geschliffenes und eloxiertes Aluminium könnte man so auch teilweise auf Hauptplatinen der Oberklasse finden. Das macht was her. Chipsatzkühler, M.2-Abdeckungen, und die Kühlkörper der Stromversorgung (mitsamt dem eleganten Übergang auf die Abdeckung des I/O-Shield) sind hier in einer zueinander passenden Optik gestaltet. Der metallverstärkte erste PCI-Express Slot passt dabei ebenso gut ins Bild. Die Schriftzüge („MSI“, „MAG“, „MORTAR“) und Ausschmückungen sind nicht aufgeklebt oder lackiert, sondern schwarz eloxiert.

Ein wichtiger Hinweis zum Design: die B660M Mortar-Varianten ohne die Wifi-Erweiterung – egal ob in der DDR4 oder DDR5-Version – sind komplett dunkel gehalten. Die Kühlkörper sind hier also wie das PCB auch schwarz bzw. dunkelgrau. Auch das sieht – zumindest auf Produktfotos – sehr edel aus.

Technik, Layout und Implementierung

Die vier RAM-Slots des MSI MAG B660M Mortar Wifi schlucken offiziell bis zu 6200 MT/s schnellen Speicher. Da schon kurze Zeit nach dem Marktstart von DDR5-RAM Kits mit 6400 MT/s vorgestellt worden sind, ist eigentlich davon auszugehen, dass das Motherboard auch diese Geschwindigkeiten packt. Inzwischen sind DDR5-6600 Kits lieferbar, noch schnellere Speicherriegel sind schon angekündigt. Hier liefern aber nur Praxistests mit solch schnellen Kits zuverlässige Aussagen.
Im Bereich RAM ist – wie zu erwarten – auch der kleine Unterschied zwischen dem DDR4- und DDR5-Modell zu sehen. Hier hat der Hersteller zwei Kondensatoren umplatziert. Auf dem DDR4-Modell sind diese beiden kleinen Caps quasi mitten auf dem Signalweg
zwischen Prozessor und RAM-Slots positioniert. Auf der DDR5-Version sind diese Caps in Richtung MOSFETs bzw. zwischen RAM-Slots und ATX-24-Pin-Port gewandert. Dies ist vermutlich den bei DDR5-Speicher erhöhten Anforderungen an die Signalintegrität
geschuldet.
Wie das „B660M Mortar“ die Kenner schon vermuten lässt, handelt es sich bei dem Motherboard um ein solches im μATX-Format (oder auch „Micro-ATX“) mit 244 mal 244 Millimetern Größe. Damit einhergehend gibt es natürlich Einschränkungen, vor allem bei
den Erweiterungsmöglichkeiten.
Bei dem auf “Position 1” sitzenden PCI Express Graphics Slot handelt es sich um einen mechanisch durch Metall-Applikationen verstärkten PCIe x16 Slot nach 4.0-Spezifikation.
Rund ein Viertel aller B660-Boards kommt auch mit einem PEG-Slot nach der erstmals mit Alder Lake-S eingeführten PCIe 5.0 Spezifikation. Aber wir sehen es nicht unbedingt als Nachteil, dass MSI hier nur eine Anbindung nach PCIe 4.0 macht – das Performance-Plus ist schon beim Wechsel von 3.0 auf 4.0 eher klein. 16 Lanes PCIe 4.0 werden in Sachen Bandbreite nur selten zu über 50% ausgelastet. Davon ab, dass die ersten PCIe
5.0-fähigen Grafikkarten noch einige Monate auf sich warten lassen werden. Der PEG Slot muss sich keine PCIe-Ressourcen mit anderen Chips teilen, die 16 Lanes liegen also immer an.
Die Positionierung des Slots und der übrigen Header auf dem Board ist so gewählt, dass auch sehr lange Grafikkarten nichts blockieren. Auch bei einer dicken Triple- oder gar Quad-Slot wird nichts weiter wichtiges blockiert als die übrigen PCIe-Slots. Die SATA-Ports sind im 90°-Winkel aufgebracht, so dass auch eventuelle SATA-Kabel nicht im Weg stehen. Der USB-3.0-Header ist so platziert, dass die Grafikkarte auch eine Backplate haben kann, ohne dass der oftmals recht starre USB-Header-Stecker etwas blockiert.

Die zweite mögliche Position für einen PCI-Slot lässt MSI beim Mortar frei. Hier hätte der taiwanesische Hersteller durchaus irgendwie Platz für einen dritten M.2-Slot mit M-Key schaffen können. Schade, aber verständlicherweise braucht es natürlich irgendeine Abgrenzung zu MSIs B660-Topmodell “MAG B660 Tomahawk” – denn das bringt einen dritten M.2 Slot mit sich. Der Chipsatz bietet dafür durchaus genug Ressourcen.
Auf der dritten Position (Positionsangabe entsprechend (Micro-)ATX-Standard) befindet sich ein PCIe 3.0 x1 Slot, mechanisch und elektrisch. Dieser ist an den Chipsatz angebunden, nicht an den Prozessor. Direkt hinter diesem Slot befindet sich der zweite M.2-Steckplatz. Gefühlt ist dessen Kühlkörper so hoch, dass er ausladende PCIe-Karten touchieren könnte – was aber letztlich nicht der Fall ist. Es ist sogar eher besser, M.2-SSDs, die unter einer PCIe-Karte versteckt werden könnten, mit einem ordentlichen Passivkühler auszustatten. So kann die Hitze besser abgeführt werden. Der x1-Slot teilt sich keine Lanes mit anderen an den B660-PCH angeschlossenen Geräten und funktioniert in jeder Konstellation.

Der auf dem μATX-Format letzte Slot ist mechanisch als x16-Slot ausgeführt und ist elektrisch nach Spezifikation PCIe 3.0 mit 4 Lanes an den Chipsatz angebunden. Da hier kein PCIe Resource Sharing vorliegt, muss sich dieser Slot keine Lanes mit einer M.2 NVMe SSD oder anderen Geräten teilen. Er eignet sich hervorragend für passende Erweiterungskarten: hochwertige Capture-Karten, Netzwerkkarten, RAID-Controller, eine weitere (eher einfache) Grafikkarte für mehr Bildschirm-Anschlüsse. Aber Achtung: eine Dual-Slot Karte würde so einige der Pin-Header an der Unterkante des Boards verdecken. Dann muss man mit recht stark geknickten Kabeln rechnen.

Die beiden M.2-Slots sind nach PCIe 4.0-Standard mit vier Lanes angebunden. Der obere an die CPU, der untere an den Chipsatz. Der Chipsatz-angebundene M.2-Slot kann auch eine M.2-SATA-SSD aufnehmen, dann wird aber ein SATA-Port des B660 deaktiviert.

SATA-Ports gibt es 6. Vier davon laufen direkt über Intels PCH, zwei weitere kommen über einen verbreiteten Chipsatz von ASMedia, der selber natürlich ebenfalls am Intel-Chipsatz B660 hängt. RAID in den Modi 0, 1, 5 und 10 ist nur mit den am B660 angeschlossenen Geräten möglich.

Bei den USB-Ports wird es noch etwas komplizierter: MSI offeriert hier die drei am I/O-Shield befindlichen USB 3.2 Gen 2×1 Ports (10 Gigabit/s) mittels eines USB-Hub-Controller (Genesyslogic GL3590), vermutlich um PCIe-Lanes zu “sparen”. Das selbe mittels eines Genesyslogic GL850G für die beiden USB 2.0 Header direkt auf der Platine. Hier soll man sich aber nicht täuschen lassen: das machen andere Hersteller genauso oder diese bieten in der Regel gar keine drei USB-A Ports mit 10 Gigabit/s maximaler Bandbreite – zumindest in ihrer B660-Produktpalette nicht.

Der USB-C-Port auf der Rückseite ist nach USB 3.2 Gen 2×2-Spezifikation (20 Gigabit/s) angebunden, der USB-C-Header auf dem Mortar mit Gen 2×1 (10 Gigabit/s).

Und die sonstigen Header und Anschlüsse auf dem MAG B660M Mortar? Die Platzierung ist durchweg gut gewählt. Der 4-Pin PWM Header für den CPU-Lüfter ist überdurchschnittlich weit vom Sockel entfernt. Anschlusskabel für die CPU-Lüfter sind fast immer zu lang und man muss teilweise Schleifen legen, damit es nicht hässlich aussieht.

Das ist hier anders, das finden wir gut.

Lüfter, (A)RGB, Netzwerk & I/O

Aber apropos Lüfter: ein Punkt, der uns nicht gefällt: es sind nur zwei 4-Pin-Anschlüsse für (Gehäuse-)Lüfter vorgesehen. Das ist wirklich wenig für ein modernes Board der Mittelklasse. Das macht die Mortar-Reihe schon leider immer so. Hier sollte MSI nicht geizen und vielleicht bei dem Nachfolgemodell nachbessern. Natürlich kann man immer mit Lüfterhubs hantieren – aber drei oder vier PWM-Anschlüsse sind niemals verkehrt. Die Mitbewerber bieten das schon auf teilweise deutlich günstigeren Boards – auch im μATX-Formfaktor.

Die angeschlossenen Lüfter lassen sich allesamt durch das BIOS, durch die MSI-eigene Software oder auch durch alternative Software (Empfehlung: “Fan Control”) steuern. Auch in Sachen Beleuchtung ist das Motherboard der Taiwanesen maximal mittelmäßig aufgestellt: ein 12 Volt / 4-Pin RGB-Header für beleuchtetes Zubehör der “älteren” Generation und zwei 5 Volt / 3-Pin A-RGB-Header für modernes RGB-Zubehör ist nun nicht überragend, aber in der Regel ausreichend. Mit maximal 3 Ampere pro Anschluss sind zumindest die A-RGB-Header auch nicht in der Lage, überdurchschnittlich viele LEDs zu steuern. Auf dem Mainboard selber gibt es außer den obligatorischen Diagnose-LEDs keine RGB-Beleuchtung.

Die Auswahl des LAN-Controllers ist für uns nicht ganz nachvollziehbar. Intel bietet über seine 600er-Chipsatzserie die native An-/Einbindung des (mittlerweile ausgereiften) Intel I225-V Controller an. Dennoch wurde hier der Realtek RTL8125BG als NIC gewählt. Damit geht leicht schlechtere Performance und ein nicht ganz so exzellenter Treibersupport einher. Wer aber nicht dauerhaft die vollen 2,5 Gigabit/s Bandbreite, spezielle (Treiber-)features oder ein exotisches Betriebssystem nutzt, dem kann das egal sein.

Beim Wi-Fi-Chip bleibt MSI dagegen fast schon keine andere Wahl: alle Desktop-Chipsätze für Alder Lake-S kommen mit nativer Anbindung für den ebenfalls ziemlich neuen WLAN-Chipsatz Intel AX211. Der kann “Wi-Fi 6E”, also neben 2,4 und 5 GHz auch im 6 GHz Band funken – und das mit auf zu 160 MHz breiten Kanälen. Hoher Durchsatz ist quasi garantiert. Was uns bei der Ausführung stört: die mitgelieferten Antennen werden ohne weiteres Antennenkabel direkt an die SMA-Buchsen am Mainboard I/O-Shield geschraubt. Wenn die Antennen also direkt hinter einem großen PC-Gehäuse aus Blech werkeln, kann sich das nachteilig auf den Empfang auswirken. Quasi alle anderen Hersteller arbeiten hier mit kurzen Antennenkabeln, damit man die Antennen selber optimal aufstellen kann.

Der Chip kann alle aktuellen Funkstandards abdecken und bietet zusätzlich Bluetooth 5.2 – also in der neuesten Version.

Leider verzichtet MSI darauf, bei den Mainboard-Varianten (DDR4 / DDR5) ohne Wi-Fi den durch die wegfallenden Antennen freigewordenen Platz auf der I/O-Blende durch anderweitige Anschlüsse sinnvoll zu nutzen. Das ist schade, denn die ausgeführten externen USB-Ports schöpfen noch nicht das Potential der Alder Lake-CPUs und des Chipsatzes bzw. der verbauten Hubs aus

Audio, Thunderbolt & Stromversorgung

Mit der Wahl des Audiochips Realtek ALC1200 macht MSI nichts falsch. Der Chip bietet brauchbare Soundqualität an seinen Ausgängen und passt gut zu einem Mittelklasse-Mainboard. Die Konkurrenz hat hier teilweise noch den älteren, schlechteren Realtek ALC897 an Bord. Der Toslink-Ausgang ermöglicht es, die mit qualitätsentscheidende Digital-Analog-Wandlung und Verstärkung durch ein externes Gerät machen zu lassen – gut, dass der Anschluss auch in 2022 nicht eingespart wird.

Ein Nischenbereich, den wir aber nicht unerwähnt lassen möchten: Das Motherboard hat einen 15-poligen Thunderbolt-Header. Leider kocht in Sachen Thunderbolt jeder Hersteller sein eigenes Süppchen, so dass nur eine Thunderbolt-Zusatzkarte von MSI auf Mainboards von MSI funktioniert. Was zuvor ein 5-poliger Anschluss für Thunderbolt 3 bis Core i 10000 bzw. der 400er-Chipsatzreihe war, ist seit Core i 11000 und den 500er-Chipsätzen nun 15-polig für Thunderbolt 4.

Was ist nun damit? Die alte Thunderbolt 3-Zusatzkarte passt nicht auf die neueren Mainboards und war ohnehin kaum lieferbar. Aber zumindest ist sie noch auf der MSI-Homepage gelistet. Die Thunderbolt 4 Add-In-Card (“AIC”) wurde hingegen von der MSI-Webseite genommen und ist zu keinem Zeitpunkt im Handel aufgetaucht. Wer also Thunderbolt (4) möchte, muss beim Mainboard derzeit zu einem Mitbewerber von MSI greifen. Hier sollte der Hersteller endlich abliefern, dieser Zustand hält seit über einem Jahr an und macht den TB-Header auf dem Board völlig nutzlos.

Die Stromversorgung ist wie so oft bei MSI exzellent aufgestellt: mit dem RenesasRAA229132 hat man einen ernsthaften PWM-Controller aufgelötet, der mit bis zu 20 Phasen aufwarten kann. An dessen Seite stellen gleich zwölf “Smart Power Stages” vom Typ Renesas ISL99360 mit je satten 60 Ampere Saft für den Prozessor bereit. Im Angesicht des kürzlich vorgestellten Intel Core i9-12900KS scheint dies auch gar nicht übertrieben, obgleich man sich für so einen Prozessor wohl ein Oberklasse-Mainboard mit Z690-Chipsatz zulegen würde. Für den RAM und weitere Komponenten auf dem Mortar gesellt sich noch ein 70 Ampere starker “MP87992” von Monolithic Power Systems hinzu.

Ein MOSFET, der so auch auf Mainboards der Oberklasse zu finden ist. Diesem ist auch ein eigener PWM-Controller zuteil: Monolithic Power M2940A. Diese starken elektronischen Komponenten können sogar mit gleich zwei 8-Pin EPS12V-Anschlüssen mit Strom vom Netzteil versorgt werden. Das ist für fast alle denkbaren Kombinationen auf diesem Mainboard eher “Overkill”, aber Lastverteilung ist nie schlecht und zeigt auf, dass MSI es hier wirklich ernst meint.

Die Kühlkörper für die VRMs / MOSFETs sind rund 33 Millimeter hoch und blockieren so auch keine übergroßen Kühlkörper wie beispielsweise einen Noctua NH-D15. Zum I/O-Shield hin wächst die Höhe auf 40 Millimeter an, was auch in Ordnung ist. Hier sind keine Komplikationen zu erwarten. Die Temperaturen der MOSFETs haben in unseren Tests zu keinem Zeitpunkt 49°C überschritten – allerdings ist natürlich klar, dass ein Core i5-12400 die Spannungsversorgung zu keinem Zeitpunkt wirklich auslastet.

Auf der Rückseite des Boards finden sich mehrere kleine “Abstands”-Schrauben, um das Board gegen Kurzschlüsse zu schützen. Die normalen Mainboard-Abstandshalter des Gehäuses werden dadurch nicht ersetzt, sie sollen lediglich als zusätzlichen Schutz dienen.

Letzter Punkt in Sachen Implementierung: am I/O-Shield findet sich ein DisplayPort 1.4a sowie ein HDMI 2.1-Port. Dessen Fähigkeiten richten sich grundsätzlich nach dem eingesetzten Prozessor. Bei F- Prozessoren, dessen interne Grafikeinheit deaktiviert wurde, bleiben die Anschlüsse natürlich tot. Alle sonstigen mit Alder Lake-S vorgestellten iGPUs können am HDMI-Anschluss 4K / 60 Hertz so wie 8K / 60 Hertz am DisplayPort ausgeben, sogar der kleine UHD 710 der Pentium-G7000-Prozessoren kann das. Diese iGPUs unterscheiden sich nur durch die 3D-/Rechenleistung, nicht durch Features.

Test-Setup

MSI stellte uns ein Test-Kit mit dem Board, einem Intel Core i5-12400 sowie einem 32GB RAM-Kit (DDR5-5200 CL40) von Kingston zur Verfügung. Alles weitere an Test-Hardware stammt von uns:

  • Gehäuse Phanteks Enthoo 719
  • Netzteil Sharkoon Silentstorm Cool Zero 750W
  • CPU-Kühler Arctic Freezer 34 eSports DUO
  • M.2 PCIe 3.0 NVMe SSD Samsung 970 EVO Plus 500GB
  • M.2 PCIe 4.0 NVMe SSD Western Digital WD Black SN850 1TB
  • SATA-SSD Samsung 860 EVO 500 GB
  • externe USB-C 3.1 SSD Samsung T7 1TB

Handling, BIOS und Speicherperformance

Die Montage des Boards mit CPU-Kühler, RAM und NVMe SSDs war erwartungsgemäß problemlos. Die erste M.2 SSD ist aber definitiv komfortabler einzubauen, wenn der CPU-Kühler noch nicht montiert ist. Die schon positiv hervorgehobene Platzierung der
Header und Anschlüsse auf dem Board tut sein Übriges zum angenehmen Einbau dieser Hauptplatine.
Das BIOS / UEFI ist das von MSI gewohnte, aufgeräumte und dennoch umfangreiche Standard-BIOS (“MSI CLICK BIOS 5”)

RAM, XMP, Memory Try it

Das Aktivieren des XMP-Profils gelang sofort und ohne irgendeine Schwierigkeit. Gewisse Mitbewerber von MSI hatten hier in den ersten Monaten nach Release der Plattform starke Schwierigkeiten, die auch nach mehreren BIOS-Updates nicht ganz behoben worden sind. Anfänger möchten sich ungerne mit sehr viel mehr als dem XMP-Feature rumschlagen. 

Zwischen XMP und echtem, filigranen RAM-OC gibt es aber noch eine Zwischenstufe: teilautomatisiertes RAM-OC. 

MSI nennt diese Funktion im BIOS “Memory Try It!”, welche wir sogleich ausprobierten. Das mitgelieferte Memory-Kit von Kingston ist momentan eines der günstigsten 32GB großen DDR5-Kits am Markt. Stand Ende Mai 2022 ist es für rund 210,- € “Straßenpreis” zu haben. Das ist immer noch rund 90,- € teurer als ein 32 Gigabyte großes, vernünftiges DDR4-Kit – aber immerhin deutlich günstiger, als das, was noch Anfang des Jahres für DDR5 aufgerufen wurde. Und die Lieferbarkeit ist auch deutlich besser. Jedenfalls konnten wir dieses preiswerte RAM-Gespann mittels der Funktion problemlos 6000 MHz und einer ebenfalls reduzierten CAS Latency von 36 betreiben. Das hat den Speicherdurchsatz gleich mal um mehr als 13% angehoben und die Latenz um mehr als 10% verringert. Ein starker Boost – und das geschenkt. Natürlich kommt dieser Boost so nicht in vielen realen Anwendungen an, aber lohnen kann es sich.

CPU-Z

Wir lesen das System mit CPU-Z in aktueller Version aus.

Test mit CineBench R23
Hier erwarten uns keine Überraschungen. Der Core i5-12400 performt genau so, wie er soll.

Test der Storage-Systeme

Zunächst testen wir unsere M.2 SSDs an beiden M.2-Slots. Keine Überraschungen, alle Werte liegen im grünen Bereich. Die Abweichungen zu anderen Systemen, die wir sehen, liegen allesamt in der Messtoleranz. Wir testen hier nur die sequenziellen Datenraten, um den Aufwand in Grenzen zu halten.

Bei der SATA-SSD gibt es dann schon einen deutlichen Unterschied zwischen beiden verfügbaren Anbindungen: der SATA-Controller von ASMedia ist schon mehr als 20% langsamer als die Direktanbindung per Intel B660. Wir empfehlen, am ASMedia Controller am besten für mechanische Festplatten oder optische Laufwerke zu verwenden. Das macht die Minderleistung dann irrelevant.

Wir haben auch noch eine mehr oder weniger schnelle, NVMe-fähige externe SSD zur Verfügung. Die liefert ziemlich genau die erwarteten Datenraten, egal ob am rückseitigen USB-C 3.2 Gen 2×2 Anschluss (bis zu 20 Gigabit/s) oder über den Front-Header, welcher als USB-C 3.2 Gen 2×1 (10 Gigabit/s) ausgelegt ist. Wobei die Samsung T7 auch gar kein Gen 2×2 kann.

Test der Audio-Performance

Mit dem RightMark Audio Analyzer und einem hochwertigen Klinke-Kabel unterziehen wir dem verbauten Realtek ALC1200 einem einfachen Loopback-Test. Die Ergebnisse entsprechen absolut den Erwartungen.

Test der DPC-Latency

Hier wurden wir positiv überrascht. Das liegt nicht nur an der Implementierung durch MSI, sondern dies ist eine der Verbesserungen, die Alder Lake mitbringt, aber kaum jemand diskutiert. Selbst ohne Optimierung war die höchste Latenz, die wir in 5 Minuten messen konnten, 75 Microsekunden. Bei dem Z590-System (i7-11700K, 64GB RAM) des Autors haben wir mehr als das Doppelte (190 μs) gemessen, selbst mit Optimierung war hier nur 111 Microsekunden erreichbar. Alder Lake-S eignet sich damit zur Audio-Produktion und anderer latenzkritischer Anwendungen mehr als die direkten Vorgänger.

Betriebssysteme / alternative Betriebssysteme

Das Board funktioniert hervorragend mit Windows 10 als auch Windows 11. Für die Installation von Windows 11 sind im BIOS schon alle relevanten Einstellungen vorab getroffen worden. Das ist hilfreich für PC-Neulinge. Auch die wichtigsten Treiber bringt Windows 10 21H2 oder Windows 11 direkt mit, so dass man zumindest ins Netz kann und die fehlenden Treiber herunterladen (lassen) kann.

Intel Alder Lake-Plattformen funktionieren auch mit aktuellen Linux-Distributionen ganz gut. Ab Kernel 5.15 sind die nötigsten Anpassungen dabei, mit 5.16 und 5.17 wurde weiter optimiert. Die Realtek-Chips auf dem Board werden auch fehlerfrei erkannt und genutzt. Das brandneue Linux 5.18 konnten wir nur kurz antesten, aber leider nicht benchmarken: hier hat Intel nochmal massive Optimierungen in das Task Scheduling eingebaut, Performance- und Hybrid-Kerne sollen noch besser zusammenarbeiten. Die Tests haben wir mit dem neuen Ubuntu-Release 22.04 LTS und Arch Linux durchgeführt.

Auch unter FreeBSD 13 konnten wir die Funktion prüfen. Es läuft, obgleich hier sicherlich noch viele Optimierungen für Alder Lake fehlen.
Die Realtek-Chips für Audio und Netzwerk 
funktionieren aber.

Unter OpenBSD (aktuelle Version 7.1) bekamen wir verschiedene Schwierigkeiten – hier ist noch von einem Einsatz abzuraten. Eventuell schafft die November-Ausgabe in 2022 (Version 7.2) Abhilfe, wenn mehr Entwickler um Theo de Raadt eine Alder Lake-Plattform zuhause stehen haben.

 

Fazit

Das MSI MAG B660M Mortar WIFI ist ein ordentliches Mittelklasse-Mainboard für Intels aktuelle Plattform. Es sieht gut aus, ist hochwertig verarbeitet und bietet alle wichtigen Anschlüsse und Erweiterungsmöglichkeiten. Die Stromversorgung ist überdurchschnittlichgut und wir würden nicht zögern, einen Core i9-12900 auf das Board zu schnallen. Um dieses Feature optimal auszunutzen, wäre es perfekt gewesen, wenn MSI einen zusätzlichen externen Taktgeber verbaut hätte um so BCLK-Overclocking zu ermöglichen – aber man kann nicht alles haben. Gefallen hat uns hingegen das sehr brauchbare RAM-Overclocking.

Die wenigen Lüfteranschlüsse und die eingeschränkten RGB-Möglichkeiten sind ein Wermutstropfen, aber das sind auch Dinge, die nicht unbedingt jeder braucht. Genau wie die real fehlende Möglichkeit, Thunderbolt nachzurüsten.

Was leider sämtlichen Alder Lake-S-Motherboards aller Hersteller negativ anhaftet ist der Preis. 229,- € UVP bzw. momentan rund 195,- € günstigster Straßenpreis sind wirklich viel für dieses Mittelklasse-Mainboard mit B660-Chipsatz. Dennoch denken wir, dass das Board einen Blick wert ist, wenn man sich ein preiswertes Alder Lake-System bauen möchte. Zweifelsfrei ist dabei der noch immer hohe Preis von DDR5-Speicher zu berücksichtigen. Der geht jedoch langsam aber kontinuierlich in die Tiefe. Um so mehr sich an der Front tut, desto lohnender ist hier eine Investition in die Zukunft und macht auch DDR5-Mainboards mit Mittelklasse-Chipsatz sinnvoll.

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Asus ROG Gladius 3 Wireles Review – Niclas Engelmann

Review Rog Gladius lll Wireless

Ein Review von Niclas Engelmann

Ich hatte die Ehre an der „Test it Keep it“ Aktion 3/22 teilzunehmen und damit verbunden natürlich auch die Aufgabe die ASUS ROG GLADIUS III Wireless auf Herz und Nieren zu testen.

Zuerst natürlich die Verpackung der Maus, und da lässt sich Asus Rog Strix natürlich wie bei allen Produkten nicht zweimal bitten und legt mal wieder ordentlich vor. Die Maus kommt in einem kleinen aber feinen rot schwarz gehaltenen Karton. An der rechten Seite ist der Karton mit dem Klebestreifen versiegelt und darunter ist ein Magnetstreifen, der auch nach dem Öffnen den Karton schön zusammenhält. Öffnet man den Karton dann sieht man eine Schaumstoffform in welcher die Maus selbst, das USB-C Kabel und der Dongel liegen. Nimmt man die Maus dann aus der Verpackung ist diese mit Folie an der groben Oberfläche und an den Gleitpads geschützt. Nimmt man die Schaumstoffform dann raus erspäht man die üblichen Beilagen, Handbuch, Aufkleber usw. Aber auch für mich neu waren die beiliegenden 5pin Omron Switches, doch dazu später mehr.

Die Maus verfügt wie im Namen verraten über Wireless Verbindungsmöglichkeiten. Man kann die Maus per USB-Dongel über RF 2,4 GHz verbinden oder mit der Standard BT Verbindung betreiben. Natürlich ist die Maus auch mit dem USB c Kabel verbunden weiterhin verwendbar. Der Dongle sowie das Kabel sind unfassbar hochwertig verarbeitet, und auch am Dongle hat ROG Strix nicht an Individualität gespart. Überall „sexy“ Kanten und Ecken, meiner Meinung nach sehr edel, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Als Sensor ist ein üblicher optischer Sensor verbaut der von 100 bis 26.000 DPI bei einer maximalen Abweichung von 1 % unterstützt.
Die verbauten Rog-Mikroschalter verfügen über eine Lebensdauer von ca 70Millionen Klicks, doch Asus Rog Strix liefert dazu noch die Möglichkeit bei Plug n‘ Play die Switches einfach auszutauschen. Man kann die Switches von 3 Pin Mikroschalter zu den neusten optischen 5pin Omron Schaltern tauschen.

Optisch macht die ROG GLADIUS III Wireless natürlich schick was her. RGB Beleuchtung über Armory Crate steuerbar, was will man mehr? 
Mich besonders hat die Beleuchtung an der linken Seite der Maus sehr angesprochen, diese kleinen feinen und hochwertigen Schriftzüge beleuchtet sind schon beeindruckend. Unter anderem ist das Mausrad und das ROG STRIX Logo auf der Front der Maus mit beleuchtet.
Nun zu meiner Meinung nach 14 Tagen Test.
Optisch wie auch technisch macht diese Maus ordentlich was her. Für mich als absoluter ROG STRIX Fanboy ist das natürlich wie gemacht. Optisch gebe ich der Maus daher eine glatte 10/10. Technisch muss ich leider einen Punkt abziehen, da ich in Verbindung mit 3 weiteren WLAN verbundenen Geräten feststellen musste, dass die Maus dann „Verbindungsprobleme“ aufweist. Daher eine 9/10.

Zusammenfassend ist die ROG GLADIUS III Wireless eine absolute Empfehlung wert.


Hersteller Seite: https://rog.asus.com/de/mice-mouse-pads/mice/wireless/rog-gladius-iii-wireless-model/

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Asus ROG Keris Wireless – Domenico L. Ninotta

Asus ROG Keris Wireless Gaming Maus

Ein Review von Domenico Lauricella Ninotta

Testobjekt: „Asus ROG Keris Wireless“

Vielen Dank vorab an PCHMG und Asus, die mir die Möglichkeit geboten haben, die neue Wireless Maus „Asus ROG Keris“ ausführlich zu testen.

Lieferumfang / Karton:
Die Maus kommt in einer schlichten, aber dennoch stylischen Verpackung, auf der man eine gute Übersicht der Eigenschaften und Funktionen erhält. Die Verpackung ist ökologisch gut durchdacht und umgesetzt, da sie hauptsächlich aus Papier bzw. Pappe besteht und wirklich kaum Plastik verwendet wurde.
Neben den Handbüchern wird ein „ROG Paracord“ als Aufladekabel mitgeliefert.
Neue „100% PTFE-Mausfüße“ mit abgerundeten Kanten sind auch enthalten und können jederzeit ersetzt werden, sobald die alten durch sind.
Zwei Sets austauschbarer farbiger „Seitentasten“ und die neuen „Omron Mouse Switches“ werden mitgeliefert und verlängern somit die Lebenszeit der Maus enorm.

Optik / Qualität / Bewertung
Die Optik der ROG Keris ist schlicht und dennoch interessant. Sie ist relativ klein, aber dafür ergonomisch ausgereift.
Die Maus hat eine hochwertige Qualität. Der untere Teil der Maus ist „glatt“ gehalten, während die Oberfläche der Maustasten und die Oberfläche der Seiten etwas rauer ist und man somit mehr Grip hat.
Die Maustasten haben ein wirklich gutes Feedback und das Klicken fällt nicht zu leicht aber auch nicht zu schwer, man klickt also nicht ungewollt mehrfach wie es leider bei manchen anderen Mäusen der Fall ist. Einzelklicks wie z.B. für das „singlefire“ funktionieren also problemlos.
Die Daumentasten sind auf fast einer Ebene mit der Maus und stören somit keineswegs. Die austauschbaren Daumentasten, die mitgeliefert werden unterscheiden sich jedoch nur farblich. Für die Auslösung der Daumentasten muss man etwas mehr Druck ausüben, was aber am Ende gegen „ungewollte“ Klicks hilft und somit positiv zu bewerten ist.
Die Gleitfüße der ROG Keris habe ich in dieser Form bisher noch nicht gesehen, aber die Gleiteigenschaft der Maus ist wirklich sehr gut.
Das Mausrad ist aus einem weichem Gummi, welcher einen super Grip und ein super Handling liefert. Außerdem fühlt sich das Mausrad qualitativ hochwertig an und sitzt sehr stabil. Das „scrollen“ fällt leicht und unbeschwert.
Die ROG Keris ist sehr präzise dank des „PAW3335“ Sensors und es macht Spaß mit ihr FPS Shooter zu spielen. Die wireless Übertragung der Maus ist wirklich klasse und ich hatte sogar das Gefühl weniger input Lag im Vergleich mit meiner alten
wireless Maus beim Spielen zu haben..
Die Software besitzt alle regulären Einstellungen.
Die DPI lässt sich in 100ter Schritten einstellen und man kann zwischen insg. vier verschiedenen Profilen per Knopfdruck wählen. Es gibt sogar spezifische Profilvergaben für eure Spiele bei denen ihr die Maussettings je nach Spiel anpassen könnt. Man kann noch eine „Winkel-Erfassung“ oder auch die „Lift-off“ Erkennung einstellen.
Ihr habt diverse Beleuchtungseinstellungen sowie die „Aura-Sync“ Funktion bei der ihr eure Hardware etc. passend farbig synchronisieren könnt.
Das Gewicht der Maus ist kein Problem und man hat ein gutes Allround Handling.
Der Akku der Maus wird leider nur in 25er Schritten angezeigt, so dass man den genauen Entladezeitpunkt der Maus schwer deuten kann. Da die Maus aber nach ca. 15min Ladezeit wieder bei rund 50% Akku steht, ist dies nicht allzu störend.
Der Akku hält ca. 2-3 Tage bis er wieder geladen werden muss.

Fazit:
Die Form der Maus ist sehr ergonomisch und selbst eine Stundenlange Nutzung wirkt nicht belastend. Meine Finger verkrampfen nicht mehr nach mehreren Stunden wie es bei anderen Mäusen der Fall war.
Die ROG Keris ist bestens für Nutzer mit einem „Palmgrip“ oder „Clawgrip“ geeignet.
Durch ihre Größe ist sie jedoch eher optimal für Nutzer mit kleineren bis mittelgroßen Händen.
Ich habe große Hände und mein Daumen und mein rechter kleiner Finger, schleifen beim spielen auf dem Mauspad. Dadurch bin ich öfters mal beim tracking des Gegner verrutscht, was aber für mich nicht so schlimm ist, als vielleicht für andere Gamer.
Aus dem Grund würde ich die Maus wie oben schon erwähnt, eher Leuten mit kleinen bis mittelgroßen Händen empfehlen.
Im Großen und Ganzen ist die ROG Keris jedenfalls für mich eine definitive Kaufempfehlung.
Sie bringt alles mit was ein echter Gamer braucht und ist zudem noch wirklich zuverlässig und Präzise. Die wireless Übertragung funktioniert einwandfrei und ich hatte keine einzige Unterbrechung oder Störung während der gesamten Nutzung.
Ich habe zudem noch keine Maus im Einzelhandel gesehen, die sogar Ersatzswitches mitliefert und somit die Lebenszeit der Maus auch nach Ablauf der Garantie enorm steigert.
Ein klarer Daumen hoch für die „ASUS ROG Keris wireless“ !!

Herstellerseite: https://rog.asus.com/de/mice-mouse-pads/mice/wireless/rog-keris-wireless-model/

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Sharkoon TG7M Review – Adrian Kramny

Sharkoon TG7M PC Gehäuse

Ein Review von Adrian Kramny

Guten Tag Community.

Heute darf ich euch das Sharkoon TG7M RGB vorstellen. Vielen dank an dieser Stelle an Sharkoon für das Bereitstellen des Gehäuses. Wer schon länger bei uns ist, weis, dass Sharkoon einer unserer Partner mit seiner Produktpalette ein starkes P/L Verhältnis hat und neben Gehäusen auch Netzteile, Lüfter und sonstiges Zubehör auf dem Markt zu Verfügung hat.

Das Gehäuse, kommt sicher verpackt und eingetütet in einer Stoffhülle welche wie sonst auch üblich von Styropor an der Front und Rückseite gesichert ist. Nach dem Entfernen der Umverpackung konnte ich den ersten Blick auf das ganze werfen. Ein modern aussehendes Case mit den Abmessungen L/B/H von 48,5 x 22,0 x 48,8 cm. Mit einem Gewicht von gerade einmal 7,8 kg ist es zudem auch noch recht leicht. Das Sharkoon TG7M Rgb kommt mit schon 4 vorinstallierten ARGB Lüftern von denen 3 in der Front sitzen, wo wir eine schickes Mesh vorfinden, um Maximalen Airflow zu bekommen und einem als outtake auf der Rückseite. Man könnte jedoch noch weitere 3 x 120 mm im Deckel platzieren. Oder optional 2 x 140mm. Sharkoon liefert zudem jede Menge zubehör mit, welches wie folgt aussieht.

  • Kabelbinder

  • Enkopplungsringe

  • PWM Adapterkabel

  • jede Menge Schrauben

  • Blende für den vertikal Mount

  • Klettverschlüsse

Dies ist ehrlich gesagt mein erstes Gehäuse von Sharkoon, das mir bislang auf den Tisch gekommen ist und ich muss direkt mal sagen, die Aufmachung macht schon einiges her und auch auf den ersten Blick ist es ein sehr hochwertiges gut verarbeitetes Gehäuse.

Ich bin hinsichtlich des ersten Eindrucks über das Platzangebot in dem Case positiv überrascht. Denn nicht nur die schon vorhandenen Lüfter machen es einem einfach sein System darin zu komplettieren, sondern vor allem der großzügige Platz auf der Rückseite lässt genügend platz für ein ordentliches Kabelmanagement. Sehr schön finde ich auch den schon vorinstallierten ARGB HUB der sauber verkabelt auf der Rückseite Platz gefunden hat.

Laut den Abmessungen, habt ihr im TG7M RGB, genügend Platz, um in der Front oder Oberseite 3x 120 mm Lüfter / 2 x 140 mm zu platzieren sowie an beiden stellen Radiatoren bis zu 360 einzubauen. Falls es Luftgekühlt sein soll, besteht die Möglichkeit Kühler mit bis zu 172 mm Maximalhöhe zu verbauen, was es problemlos macht, einen Noctua NH-D15 zu montieren.

Auf der unteren Seite des Gehäuses gibt es neben der Abdeckung, die eine Aussparung für Netzteile mit Display bietet, auch die passenden Gewindebohrungen für den Vertical Mount den Sharkoon uns ebenfalls mitgeliefert hat. Die Montage dieses Vertical Mounts ist kinderleicht und in wenigen Minuten vollzogen. Zudem hat man unter der Abdeckung noch die Möglichkeit eine 3,5 Zoll HDD zu platzieren.

Es können in TG7M RGB Grafikkarten mit eine Maximalen Länge von bis zu 38 CM verbaut werden, was so gut wie jedes Modell Kompatibel macht.

Staubfilter auf der Unterseite der Front und im Deckel verhindern hier das zu viel Staub angesaugt wird und ersparen einem ständiges saubermachen.

Leider ist es mir derzeit nicht möglich gewesen ein Testsystem darin zu verbauen, weil mir schlichtweg die notwendige Hardware fehlt. Dafür entschuldige ich mich an dieser Stelle.

Im Großen und Ganzen, kann ich sagen, dass Sharkon mit dem TG7M RGB ein schönes solides und sehr hochwertig verarbeitetes Gehäuse im Sortiment hat, das mit einem Preis von 100€ +- 5 € P/L technisch gesehen einen sehr guten einstieg, bietet. Es ist laut Herstellerangaben mit den gängigsten Programmen steuerbar darunter,

  • MSI Mystic Light Sync

  • ASUS Aura Sync

  • Gigabyt RGB Fusion Ready

  • ASRock Polychome Sync

Bedauerlicherweise konnte ich das diesmal nicht selbst testen. Ich kann das Case jedoch ohne Bedenken empfehlen und zwar aufgrund seiner doch großen Flexibilität, was die gesamte Ausstattung betrifft. Der Einbau von maximal 7 Lüfter, die Mesh Front und das gesamte durchdachte Gehäuse lassen sicherlich problemlos die Hardware mit einem Kühlen Kopf ins Rennen gehen.

Alles in allem werde ich sicherlich beim nächsten Build das TG7M RGB zum Einsatz bringen, denn optisch spricht mich das ganze schon sehr an.

Vielen Dank nochmal an Sharkoon für das Bereitstellen und die Chance es euch hier zeigen zu können.

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PCHMG x Noiseblocker Ostern Verlosung

PCHMG x Noiseblocker Ostern Verlosung

 
Gewinnspiel !

Zusammen mit unserem Partner Noiseblocker verlosen wir zur Osterzeit zwei Lüfterpakete nach Wahl & legen jeweils noch ein PCHMG Merch Paket oben drauf!
Was du tun musst um teilzunehmen:

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– Diesen Post mit „Gefällt mir“ markieren
Optional: Ein Kommentar schreiben, was du über die Oster Tage vor hast.

Wir wünschen euch schöne Ostertage & viel Glück beim Gewinnspiel 🐥


 
__________
Dieses Gewinnspiel steht nicht in Verbindung mit Meta & wird veranstaltet von der PCHMG Community (vertreten durch Martin Heits, Am Mittelfpad 16, 50374 Erftstadt).
Teilnahmeschluss ist der 18.04.22. Die Auslosung erfolgt am Tag darauf. Die Gewinner werden auf unserer FB Seite bekannt gegeben und haben 48std. sich zu melden, ansonsten verfällt der Gewinn.
Teilnahmebedingungen:
 

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Test it - Keep it

Sharkoon TG7M RGB + Vertical GPU Kit

Test it - Keep it: Sharkoon TG7M RGB + Vertical GPU Kit

Ein Review von Andreas Wolf

An dieser Stelle ein Danke an Sharkoon für die Bereitstellung des TG7M RGB, für das folgende „Test it- Keep it“ Review.
Wer kennt Sharkoon nicht? Ein Hersteller für PC Hardware und Peripherien, der durch eine grosse Palette an Produkte, die ein sehr gutes P/L Verhältnis haben, bei immer mehr PC Enthusiasten auf der Auswahlliste steht.
Auch ich hatte schon ein Case aus der TG Reihe im Einsatz, nämlich das TG5. Ein tolles Case, wenn es nicht dieses eine Problem hätte: die Front aus Glas sorgte leider dafür dass der Airflow nicht sehr optimal war.
Im folgenden Review möchte ich meine Erfahrung mit dem TG7M mit Euch teilen und Euch zeigen wieso Ihr bei Eurer Suche nach einem neuen Case, auch das TG7M zur Auswahl hinzufügen solltet oder auch nicht. 

Link zur Produktseite: https://de.sharkoon.com/product/35069

Versand und Verpackungsinhalt

Das Sharkoon TG7M Gehäuse kommt in einem sehr robusten und schlicht gehaltenen Karton.
Der Karton zeigt uns auf den Aufdruck was uns hier erwartet und die wichtigsten Spezifikationen.
Im
Inneren ist das Case nochmals in einer Stoffhülle verpackt und wird von 2 Styroporteile, die dazu dienen das Case zu sichern, gehalten. Diese sind am Boden und Top des Gehäuses positioniert.
Um das Case aus dem Karton zu entfernen muss dieser oben geöffnet werden, auf der linken Seite gekippt und danach das Case rausgezogen werden, damit es auch richtig rum steht.
Da das Glas nicht sehr geschützt wird, z.B durch ein Styroporteil, hätte ich mir hier eine andere Möglichkeit zur Sicherung im Karton gewünscht, vielleicht so dass die Seitenteile in Styropor eingeschlossen werden und nicht wie jetzt nur Boden und Top des Gehäuses.
Einmal ausgepackt, steht vor uns das Sharkoon TG7M, eine Anleitung sowie ein Stickerbogen.
Weiteres Montagematerial ist, wie meist üblich, in einem kleinen Karton im HDD Schacht verstaut.
Hier enthalten ist:
– die Blende für den vertikalen Einbau der GPU
– Klettverschlüsse
– Kabelbinder
– Entkopplungsringe
– PWM Adapterkabel
Schrauben
Schon vormontiert, finden wir im inneren des TG7M eine Anzahl von 4 x 120mm aRGB Lüfter.

Spezifikationen / Einbaumöglichkeiten

Um nicht alles hier reinzuschreiben, könnt Ihr gerne die Daten den Spezifikationen, die Sharkoon zur Verfügung stellt, entnehmen.
Was ich aber hinzufügen möchte ist, anders als angegeben, dass in der Front auch ein Radiator bis zu 60 mm eingebaut werden kann, wenn die Lüfter zwischen Frontblende und Gehäusefrontwand befestigt werden. Bei einer Push-Pull Konfiguration ist dann wieder nur eine geringere Dicke möglich.

Was den vertikalen Einbau einer Grafikkarte betrifft, hier ist nur der Einbau einer 2-Slot Grafikkarte möglich. Eine 3-Slot Grafikkarte kann man auch einbauen, jedock „klebt“ diese am Glasseitenteil und könnte langsam „ersticken“, da hier kein Platz „zum Atmen“ übrig bleibt.

Für den Einbau einer Custom-Wasserkühlung sehe ich da ausreichend Platz.

Erster Eindruck

Sharkoon bietet uns hier ein sehr stabiles und wertiges PC Gehäuse, das genügend Platz für die zu verbauende Hardware zur Verfügung stellt.

Mit dem TG7M bieten nun Sharkoon auch eine Lösung für die schlechtere Luftversorgung der Komponenten bei den Vorgängermodellen, durch den Einbau einer Meshfront, die dafür sorgt dass die Komponenten ausreichend mit kühlere Luft versorgt werden und auch den Airflow verbessert.
Der Front wurde, abgesehen vom Mesh, 2 graue metallische Zierblenden spendiert, die der Front einen besonderen Look verleihen, anders als sonst flacher Form bei anderen Hersteller. Ein Sharkoon Logo ist im unteren Bereich des Meshgitters angebracht.

Die schon erwähnte Lüfter sind genauer gesagt die Silent Storm RGB PWM 120mm, bieten ein Drehzahlbereich von 400 bis 1400 rpm und als Beleuchtung finden wir 9 adressierbare LEDs pro Lüfter. Die Einstellung der Beleuchtung der Lüfter erfolgt über den mitgelieferten und bereits eingebauten Controller. Diesen kann man entweder als Controller mit eigenen Beleuchtungsmodi nutzen oder als Hub durch die Verbindung am aRGB Header des Mainboards. Wird der Controller am Mainboard angeschlossen, ist die Steuerung über den Resetknopf nicht mehr möglich. Eine Anzahl von 8 aRGB Lüfter sind damit steuerbar. Wer auch im oberen Bereich des Gehäuses Lüfter einbauen will, der sollte über einen PWM Lüfter Hub nachdenken, um die Drehzahl den eigenen Bedürfnissen anpassen zu können und den Lüfter Header am Mainboard zu entlasten.
Die Seitenteile werden von der Rückseite durch jeweils 2 Rändelschrauben fixiert und lassen somit das Gehäuse etwas cleaner aussehen. Das Glas ist leicht getönt, was aber den Einblick auf die verbaute Hardware nicht stört.
Um den Betrieb staubfreier zu halten, finden wir auf den Deckel und hinter der Front
jeweils einen magnetisch fixierten Staubgitter. An der Unterseite befindet sich noch ein Staubfilter für das Netzteil, der nach hinten herausgezogen werden kann um ihn zu säubern.
Der Einschaltknopf, Resetknopf (alternativ Umschaltknopf für
den aRGB Controller), 2 x Status-LEDs, 2 x USB 3.0, 1 x USB-C und Audiobuchsen für Kopfhörer und Mikrofon befinden sich auf den Deckel des Gehäuses.
Das Innere des Gehäuses bietet ausreichend Platz für den Einbau eines Mainboards von einer mITX bis hin zu eATX Grösse. Ausreichende Kabeldurchführungen sind vorhanden, sowohl über als auch unterhalb des Mainboards. Seitlich finden wir Kabeldurchführungen passend für ein Mainboard bis zu einer ATX Grösse und zusätzliche für ein eATX Mainboard. Der Platz zwischen diesen Kabeldurchführungen wird auf der Rückseite für das Kabelmanagement genutzt. Leider werden beim TG7M keine Gummidurchführungen genutzt oder mitgeliefert, so dass die Kabel auf der Rückseite sichtbar bleiben und so das Kabelmanagement erschweren. Das PSU Cover bietet, durch die vorinstallierte Aufnahmen, den Einbau der 2,5 Zoll Laufwerktrays von der Rückseite, so dass diese sichtbar bleiben. Eine Öffnung im PSU Cover lässt den Blick auf das eingebaute Netzteil frei. Die auf dem Cover befindlichen „Schlitze“ dienen zur Umleitung des Luftstroms des unteren Frontlüfters, so dass die eingebaute Grafikkarte besser mit Luft versorgt wird.
Die Rückwand
stellt typisch eine Aussparung für die I/O Blende, 7 Slots mit Blenden für Erweiterungskarten und eine Aussparung für die mitgelieferte Blende für den vertikalen Einabu einer Grafikkarte.
Was den Platz für den hinteren Lüfter betrifft, hier ist leider nur der Einbau eines 120mm Lüfter möglich.
Die Gehäusewand bietet in der Front die Aufnahme von 3 x 120mm oder 2 x 140mm Lüfter,
was auch auf den Deckel zutrifft. Wie schon erwähnt, bleibt bei einer Montage der Lüfter in der Front zwischen Frontblenden und Gehäusewand, mehr Platz für ein Radiator, jedoch entfällt dabei die Möglichkeit der Nutzung des Filtergitters.
Die Rückseite des Mainboardtrays bietet genug Möglichkeiten für ein gutes Kabelmanagement, auch wenn man die Kabeln anders verlegt als vorgegeben. Die hier befindlichen
2,5 Zoll Laufwerktrays können werkzeuglos montiert werden, die Laufwerke müssen aber an den Trays verschraubt werden.
Im vorderen Bereich, unter dem PSU Cover, befindet sich noch ein HDD-Käfig. Hier ist der Einbau einer 3,5 Zoll Festplatte im Käfig und einer 3,5 Zoll Festplatte oder einem 2,5 Zoll Laufwerk auf den Käfig, möglich.
Das Netzteil liegt zur Entkopplung auf 2 Moosgummistreifen.

 

Kleiner Testeinbau

Verwendete Hardware:

  • Netzteil: Sharkoon Silent Storm Cool Zero 750W

  • Mainboard: Asus ROG Maximus XI Hero

  • CPU: Intel i7 9700k

  • CPU Kühler: Arctic Freezer 34 eSports Duo Weiss

  • RAM: Patriot Viper RGB 16GB DDR4-3600 CL17

  • Grafikkarte: 1 x MSI RTX 3070ti Ventus 3x 8GB
    1 x Gigabyte GTX 970 G1 Gaming Windforce

  • Laufwerk: Micron 240GB SATA SSD

Der Einbau war dem verfügbaren Platzangebot entsprechend leicht und der kurze Testbetrieb angenehm leise.
Auch die RGB Steuerung war problemlos möglich, sowohl per Resetknopf als auch per Software, bei einer Verbindung mit einem aRGB Header am Mainboard.

Das „Vertical Graphics Card Kit“

Das mitgelieferte Kit für den vertikalen Einbau einer Grafikkarte beinhaltet einen PCIe 3.0x16 Riser Kabel, Schrauben und eine Halterung für die Befestigung des Riserkabels im Gehäuse. Leider ist diese Halterung nicht für das TG7M Gehäuse geeignet. Hier müssen die Abstandshalter für die Befestigung auf dem PSU Cover genutzt werden. Dadurch geht meiner Meinung nach etwas an Stabilität des PCIe Slots am Riserkalbel verloren. Wie oben schon erwähnt, ist hier nur der vertikale Einbau einer 2-Slot Grafikkarte möglich.

Mein Fazit

Das Sharkoon TG7M Gehäuse kann durchaus überzeugen, auch wenn paar Kleinigkeiten noch Verbesserungen benötigen. Sharkoon ist aber auf den besten Weg dahin, wenn man die Entwicklung der TG Reihe anschaut, sowie die neuen Produkte aus dem Hause Sharkoon. Für einen aktuellen Preis von knapp 103 Euro ( https://geizhals.de/sharkoon-tg7m-rgb-a2655435.html ) bekommt man ein solides Case das sich zeigen lässt. Von mir eine klare Kaufempfehlung für jemanden der nicht viel ausgeben will, dennoch ein tolles Case haben möchte.

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Reviews

Asus ROG Delta S

Asus ROG Delta S - Gaming Headset

Ein Review von Philip Didsche

Wieder traf ein neues Headset bei mir ein, dabei handelt es sich um das ⇒Delta S
vom bekannten Hersteller Asus – Republic of Gamers.

Datenblatt

Typ: Stereo Headset

Bauform: Over Ear

Prinzip : Geschlossen

Anschluss: USB 2.0 Type-C

Gewicht : 300g

Kopfhörer-Spezifikationen

Lautsprecher-Durchmesser: 50 mm

Impedanz: 32 Ω

Frequenzbereich: 20 Hz – 40.000 Hz
Hi-Fi-DAC : ESS 9281 Pro

Hi-Fi-Verstärker : ESS 9281 Pro

Kanal : Virtual 7.1
Beleuchtung : RGB

Mikrofon-Spezifikationen

Richtcharakteristik: Omnidirektional

Frequenzbereich: 100 Hz – 10.000 Hz

Empfindlichkeit: -40 dB

Abnehmbares Mikrofon: ✓

Flexibles Mikrofon: ✓

Kabel und Anschlüsse

Modulares Kabel: X

Kabellänge 1x USB C Kabel : 150 cm

Adapter : 1 x USB C auf USB A Kabel : 100cm
Gesamt-Kabellänge : 250cm

Kompatibilität

PCs/Notebooks: ✓

Tablets/Smartphones/MP3-Player/Notebooks (TRRS): ✓

PlayStation 5: ✓

PlayStation 4: ✓

Nintendo Switch: ✓

Lieferumfang / Karton

Der Karton ist tatsächlich recht hochwertig. Sowohl von Innen als auch von Außen.
Nach dem ersten Öffnen stahlt einem das ROG direkt schon ins Gesicht.
Der Kopfhörer ist noch nicht zu sehen, da er sich unter einem weiteren Deckel versteckt, welcher von unten nochmal mit Schaumstoff bezogen ist und damit sehr gut geschützt und für den Transport sicher liegt.

Nach entfernen des Deckels erblickt uns dann auch der Kopfhörer.
Aber packen wir diesen erst einmal zur Seite.

Darunter befindet sich nämlich das komplette Zubehör in einem weiteren kleinen schwarzen Karton.
Zu finden ist hier

– Die Bedienungsanleitung
– Ein Mini Garantiebuch

– Das ansteckbare Mikrofon

– Ein USB C auf USB A Verlängerungskabel (1m)

– 1 Paar Stoffpads

Komplett ausreichend, alles recht simple gehalten und kein großer Schnickschnack.

Optik / Qualität

Auf die Optik wurde hier wahrscheinlich sehr viel Wert gelegt.
Mich selbst spricht das Design an, was natürlich komplett unterschiedlich ankommt.
Die zusätzliche RGB Beleuchtung ist dann wohl ebenfalls Geschmackssache. Für mich ist es nutzlos, da die Kopfhörer eh auf dem Kopf sitzen und man daher nichts von der Beleuchtung hat.
Wem es aber gefällt, kann diese komplett in der Software nach belieben einstellen.


Die Qualität zeigt hier und da seine Stärken allerdings auch einige Schwächen.
Der Bügel selbst ist aus Stahl gefertigt, was für eine lange Lebenszeit spricht.
Dagegen wurde beim Rest des Kopfhörers sehr viel Plastik verwendet. Hätte da mehr auf Aluminium gehofft.
Die Gelenke zum Eindrehen der Muscheln gibt mir auch ein wenig zu denken, diese könnten eine bekannte Sollbruchstelle aufweisen, wie man es von leider vielen anderen Herstellern kennt.

Sowohl die Kunstlederpads als auch die Stoffpads überzeugen bei der Bequemlichkeit nach mehreren Stunden. Die Form der Muscheln ist zwar nicht wie üblich rund oder oval geformt, jedoch gefällt mir diese Form sehr, da ich selbst einen Tunnel im Ohr trage und das Ohrläppchen perfekt in die Ecke passt, wodurch es zu keinem unangenehmen drücken führt.
Der Anpressdruck könnte ein wenig straffer sein. Dürfte dann allerdings auf Kosten der Bequemlichkeit gehen.

Funktionalität

An dem linken Kopfhörer finden wir eine 3,5mm Buchse. Diese ist jedoch nicht für das Klinkenkabel gedacht, denn das Kabel für die Tonübertragung mit USB-C ist hier fest verbaut, sondern für das beiliegende Mikrofon.
Daher haben wir hier die Möglichkeit es sowohl als Headset oder auch als Kopfhörer zu benutzen, wenn man das Mikrofon mal nicht benötigt.
Ebenfalls finden wir hier eine art Rädchen wodurch wir direkt die Lautstärke vom PC regeln, oder auch direkt das Mikrofon muten können.
Darüber ist noch ein Dipschalter zu finden, dieser ist für die RGB Beleuchtung zuständig.

Wie schon im Lieferumfang erwähnt wurde haben wir hier ein Paar Lederpads sowie auch ein Paar Stoffpads.
Diese sind recht einfach zu wechseln und daher gut dem Wetter anzupassen, wenn es einem unter den Lederpads zu warm wird.

Den Kopfhörer aber auch das Mikrofon kann man noch per Software Namens „Armoury Crate“ von Asus beliebig einstellen, sowohl ein Bass Boost als auch ein kompletten Equalizer finden wir hier vor.

Test Equipment

Kopfhörer : Asus ROG Delta S
Mainboard : Asus B560 f-gaming

Eine Soundkarte kann man hier nicht gebrauchen, da das Headset entweder per
USB-C oder per USB-A angeschlossen wird.

Klang Kopfhörer


Nun ist die Frage, wie sich der Kopfhörer unter Beweis stellt.
Hören wir also mal rein. Zuerst mal mit den mitgelieferten Stoffpads.

Uns fällt direkt auf, dass die Stimmen ein wenig zurück genommen sind.
Sie wirken verdeckt, wodurch sie etwas dumpf klingen.
Allgemein ist der Kopfhörer recht dunkel abgestimmt.
Die Bühne könnte ein Stück größer sein, was beim Gaming davon profitieren würde um eine bessere Ortung zu gewährleisten.
Die Höhen klingen vernünftig, es fehlt jedoch ein Stück an Klarheit, viele Streichinstrumente klingen nicht gut separiert.
Einen tiefen Bass suchen wir hier vergebens, wodurch es in den einem oder anderen Song doch ein wenig flach wirkt, zudem klingt der Oberbass nicht aufgesetzt und ist damit recht ausgeglichen.
Insgesamt fehlt es dem Kopfhörer jedoch an Charakter, einem Audiophilen wird es hier nicht ansprechen aber das ist auch nicht die Zielgruppe von einem Headset.

Anschließend wechsle ich auf die Standard montierten Kunstlederpads.
Es fällt auf, das der Bass ein Stück zugelegt hat.
Die Lieder klingen jetzt um einiges kräftiger und voluminöser.
Der Rest bezüglich den Mitten und den Höhen bleibt unangetastet und stellt daher keine weiteren Änderungen mit den Pads dar.

In der Software finden wir dann, wie angesprochen, die verschiedenen Möglichkeiten den Kopfhörer anzupassen.
Standardmäßig und auch so getestet wurde der Kopfhörer auf dem Profil „Ausbalanciert“.
Weitere Profile wie Ego Shooter, Gaming, Film, Musik verschlimmern eher den Klang des Kopfhörers.
Auch einen Bass-Boost finden wir hier vor, welcher ein starkes Volumen dazu bringt, den Tiefbass allerdings schnell zum wummern bringen kann.
Zu guter Letzt ist in der Software selbstverständlich ein 10 Band Equalizer.
Dort kann man nach seinem eigenen Geschmack das komplette Band anpassen.
Wer natürlich Lust und Spaß daran hat,- ich habe es weniger und teste daher immer nur den Kopfhörer Out of the Box.

Zum Schluss möchte ich mal schauen wie Pegelfest dieser Kopfhörer ist.

Bei erhöhter Lautstärke, welche noch erträglich, fängt der Kopfhörer dann doch stark an zu verzerren, er spielt hier recht unsauber.
Daher ist der Kopfhörer nicht für laute Passagen geeignet.

Klang Mikrofon

Kommen wir zu dem, was ein Headset eigentlich erst ausmacht – das Mikrofon.
Dies ist wie schon erwähnt einfach an dem Kopfhörer angeschlossen indem man das mitgelieferte Mikrofon in die vorgesehene Klinkenbuchse an der linken Muschel steckt.

Die Lautstärke des Mikrofons ist recht ausreichend um in vielen Voice Chats verstanden zu werden.

Die Klangqualität des Mikrofons ist hingegen leider nicht ausreichend.
Der Klang ist recht begrenzt und dumpf, wodurch es sehr unsauber klingt.
Man wird zwar verstanden jedoch fehlt es hier dem Mikrofon definitiv an Klarheit.
Asus sollte hier nochmal nachlegen, denn das haben viele Hersteller schon besser gemeistert.

FAZIT

Das Headset weißt leider in allen Kategorien zu viele Schwächen auf. Unter anderen die Qualität des Kopfhörers, das Mikrofon und auch beim Klang. Wenn man bedenkt, dass man hier fast 200€ auf den Tisch legen muss.. spreche ich hier leider defintiv von einer Kaufempfehlung ab.
Asus muss an vielen Ecken nochmal nachlegen.

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AlphaCool – PCHMG – neue Partnerschaft

Alphacool x PCHMG - neue Partnerschaft

 
 

Heute möchten wir euch einen neuen offiziellen Partner von PCHMG vorstellen, welcher bereits in der Vergangenheit Aktionen mit uns und für euch als Community veranstaltet hat: Alphacool Deutsch !

Den meisten Modding-Enthusiasten und längeren PCHMG Mitgliedern wird Alphacool in jedem Fall ein bekannter Name sein & für alle die ACool nicht kennen: Alphacool ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Braunschweig & einer der weltweit größten Hersteller im Bereich Wasserkühlung, sowohl für Endkunden als auch im industriellen Bereich.

ACool bringt dauerhaft viele neue spannende Produkte für Modding Enthusiasten auf den Markt, ist allerdings auch bei vielen anderen Marken im Hintergrund vertreten wie z.B. beQuiet, Medion & Fractal Design.

Durch unsere Partnerschaft könnt ihr dauerhaft den Code „PCHMG10“ im Alphacool Online-Shop nutzen und so 10% auf euren gesamten Einkauf sparen!

Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit & viele coole Aktionen in unserer Community!

Links:
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Reviews

Sharkoon Skiller SGH50 Review

Sharkoon Skiller SGH50 Headset

Ein Review von Philip Didsche

Heute habe ich für euch das neue Sharkoon SGH50 getestet, welches erst vor kurzen auf den Markt gekommen ist.
Ich habe es ausgiebig auf Herz und Nieren getestet.
Vorweg habe ich mir schon mal einige Daten und Bilder aus dem Internet besorgt und wurde sehr neugierig auf den Test.
Von daher lasst uns nicht lange Reden sondern direkt zu den Themen kommen.

Datenblatt

Typ: Stereo Headset
Bauform: Over Ear
Prinzip : Geschlossen
Anschluss: 3,5-mm-TRRS-Stecker
Gewicht ohne Kabel: 342 g

Kopfhörer-Spezifikationen

Lautsprecher-Durchmesser: 50 mm
Impedanz: 55 Ω
Frequenzbereich: 10 Hz – 40.000 Hz
Empfindlichkeit: 112 dB ± 3 dB
Max. Leistung: 40 mW
Lautstärkeregelung: Am Inline-Controller

Mikrofon-Spezifikationen

Richtcharakteristik: Omnidirektional
Impedanz: 2.2 kΩ
Frequenzbereich: 100 Hz – 10.000 Hz
Empfindlichkeit: -38 dB ± 3 dB
Abnehmbares Mikrofon: ✓
Flexibles Mikrofon: ✓
Mikrofon-Stummschaltung: Am Inline-Controller

Kabel und Anschlüsse

Modulares Kabel: ✓
Gesamt-Kabellänge 1x 3,5-mm-Klinkenstecker (TRRS): 110 cm + 150 cm
Gesamt-Kabellänge 2x 3,5-mm-Klinkenstecker: 110 cm + 150 cm + 15 cm
Goldbeschichtete Anschlüsse: ✓
TRRS-Pinbelegung: CTIA

Kompatibilität

PCs/Notebooks: ✓
Tablets/Smartphones/MP3-Player/Notebooks (TRRS): ✓
PlayStation 5: ✓
PlayStation 4: ✓
Xbox Series S/X: ✓

Lieferumfang / Karton

Der Karton kommt in einem sehr schlichten schwarz, welcher mit vielen Details in silber beschrieben wurde.
Der innen liegende Kopfhörer ist lediglich auf einem Stück Pappe geklemmt, was ich nicht als negativen Punkt ansehe, denn sein wir mal ehrlich.
Wer schaut 100 mal in den Karton rein oder wem ist ein hochwertiger Karton Innenraum wichtig? – ich denke niemanden.
Von daher finde ich das schlichte Prinzip recht klasse.

Zusätzlich finden wir dort das komplette Zubehör.
Sharkoon hat hier
– die Bedienungsanleitung
– das ansteckbare Mikrofon
– ein 3,5mm Klinken Kabel mit Inline Controller,
– ein 3,5mm Klinken Verlängerungskabel
– ein Doppelklinken Adapter für die Kopfhörer und dem Mikrofon
hinzu gepackt.
Aber auch ein wenig Werbung muss sein, daher liegen dem Karton noch ein paar Sharkoon Aufkleber bei.

Optik / Qualität

Kommen wir zu Qualität oder Quantität sowie eine subjektive Einschätzung der Optik.
Hier hat Sharkoon alles richtig gemacht und die Qualität gewählt.
Das Headset kommt mit einem weichen Stahlbügel was das ganze sehr robust und flexibel zugleich macht.
Leider fällt der Anpressdruck ein wenig schwach aus, was aber den Vorteil mit sich bringt, das der Kopfhörer recht bequem auf dem Kopf sitzt.
Selbst nach ein paar Stunden merkt man ihn kaum noch auf dem Kopf sitzen.
Die Größe wird hier nicht wie bei den meisten über ein Raster eingestellt, sondern direkt über das Kopfband.
Sprich, man brauch hier nichts einstellen, es passt sich dem Kopf selbst direkt an.
Eine sehr schöne Umsetzung.
Auch die Verbindungen von den Muscheln an dem Bügel funktionieren einwandfrei und sollten keine Sollbruchstellen wie bei anderen Marken aufweisen.
Die 50mm Treiber verstecken sich in den Muscheln, welche mit recht dicken Memory-Schaum-Pads bestückt und mit Kunstleder bezogen sind.
Diese und auch das Kopfband ist mit einer weißen Naht besetzt, was einen schönen Kontrast zu dem sonst recht dunklen Headset bringt.
Doch das soll nicht heißen das er langweilig wirkt, ich finde ihn tatsächlich optisch sehr gelungen.
Keine unnötige Farbexplosion oder LED, was man auf dem Kopf dann eh nicht mehr sehen kann.

Funktionalität

Das Sharkoon SGH50 wird als ein Headset beworben, doch durch die vielen Möglichkeiten von Steckverbindungen kann man ganz schnell daraus ein einfachen Kopfhörer machen.
Das Mikrofon lässt sich bei bedarf einfach an das Headset anstecken oder abnehmen.
Sollte es nicht gebraucht werden, kann man die Klinken Buchse dann einfach mit dem Werkseitig beigelegten Propfen schließen, wodurch kein unnötiger Dreck oder Satub in die Buchse gelingen kann.
Aber auch das eigentlich wichtigste 3,5mm Klinken Kabel, wodurch wir überhaupt erst Ton in unseren Kopfhörer bekommen, lässt sich ganz einfach entfernen, wodurch die Möglichkeit besteht auch andere Kabel zu benutzen.
An dem mitgelieferten Klinken Kabel befindet sich ein so genannter Inline Controller, womit wir recht einfach das Mikrofon zb Stumm schalten oder die Lautstärke regulieren können.

Test Equipment

Kopfhörer : Sharkoon SGH50
Mainboard : Asus B560 f-gaming
DAC : Sharkoon Gaming DAC Pro S
RME ADI-2 DAC FS

Klang Kopfhörer

Nun kommen wir zu dem Hauptthema worauf wahrscheinlich jeder gewartet hat.
Vorweg genommen, ich war tatsächlich recht erstaunt was Sharkoon hier abgeliefert hat.
Ich habe zuerst den Kopfhörer an meinem Mainboard angeschlossen.
Die Lautstärke war hier mehr als ausreichend, trotz der angegebenen 55Ohm ist er daher recht leicht zu betreiben wenn es rein um die Lautstärke geht.
Allerdings klingt der Kopfhörer ein wenig Emotionslos.

Anschließend habe ich ihn an dem Sharkoon Gaming DAC Pro S angeschlossen, was dieser kleine DAC dann mit dem Kopfhörer macht ist wirklich erstaunlich.
Das selbe Ergebnis hatte ich auch an dem großen RME ADI-2 DAC FS.
Der Kopfhörer bekommt auf einmal ein Charackter.
Er klingt plötzlich viel lebendiger, daher ist ein kleiner DAC immer zu empfehlen, denn Lautstärke ist nicht alles was ein Kopfhörer brauch.
Den Kopfhörer würde ich tatsächlich als eine Badewanne einstufen.
Der Tiefgang ist recht gut und die Kicks sind präzise und trocken, jedoch mit ein wenig Oberbass betont, wodurch viele Lieder sehr voluminös klingen.
In vielen Liedern wird es passen aber in einigen Genres ist es dann eher unpassend.
Durch manuelles andrücken der Muscheln an den Kopf, erzeugt er plötzlich viel mehr Volumen was dann aber auch zum dröhnen führt, daher ist der Anpressdruck doch recht gut gewählt.

Die Mitten, welcher der Haupbestandteil eines Liedes ist, da sich dort die ganzen Stimmen aufhalten, halten sich ein wenig zurück.
Diese klingen allerdings nicht zu dunkel und gehen nicht bei vielen weiteren Instrumenten unter.

Die Bühne des Kopfhörers ist ausreichend, ist allerdings dem geschlossenen Prinzip zu danken, wodurch die genaue Trennung der einzelnen Instrumente nicht so gut funktioniert.

Die Höhen klingen nicht schrill und auch bei höherer Lautstärke kommt es nicht zum klirren.
Die bekannten Sibilanten meistert er recht gut.
Trotz alldem sind die Höhen nicht ganz präzise, wodurch viele Details bei Instrumenten verloren gehen.
Insgesamt klingt der Kopfhörer jedoch recht gut und wird vom Klangbild wahrscheinlich viele ansprechen, da sich die meisten mit einem analytischen Bild fremd fühlen.
Zudem darf man den Preis des Kopfhörers nicht vergessen, da kann man halt keine Glanzleistung erwarten und muss ein wenig abzüge machen.
Trotzdem ein recht gelungener Kopfhörer.

Klang Mikrofon

Auch hier habe ich mit meinem Mainboard zuerst angefangen.
Das Mikrofon klingt sehr klar, allerdings viel zu leise was wohl bei Unterhaltungen im Voice Chat zu Problemen führen wird.
Getestet habe ich es unter Windows Einstellung mit einem Pegel von 95.
Anschließend kam wieder der DAC von Sharkoon.
Wahnsinn. Es ist tatsächlich erstaunlich was der DAC hier wieder bringt.
Ich stellte auch hier den Pegel in den Einstellungen auf 95.
Es war viel zu Laut.
Mit einer Pegeleinstellung von ca 85-90 sollte man hier recht gut fahren um in einer vernünftigen Lautstärke verstanden zu werden.
Das Mikrofon weist nur sehr geringes Grundrauschen auf was einen hochwertigen Eindruck vermittelt.
In einem Test mit ein paar Freunden wurde es sehr angenehm und positiv aufgenommen, ich war sehr verständlich zu verstehen.
Hier kennt man schon weit aus schlimmeres von anderen Herstellern, welche sich bei einem höheren Budget bewegen.

Fazit

Was Sharkoon hier auf den Markt gebracht hat ist wirklich klasse.
Das Preis Leistungs Verhältnis stimmt hier einfach.
Das Headset hat ein gutes Mikrofon an Board und ist in wenigen Sekunden zu einem Kopfhörer umgebaut.
Sowohl der Klang von dem Kopfhörer selbst als auch von dem Mikrofon ist für den Preis recht gut.
Lediglich, sollte man sich dafür entscheiden sich dieses Headset zu kaufen, kann ich nur empfehlen dieses über ein extra DAC wie zb den Sharkoon Gaming DAC PRO S laufen zu lassen, da hierdurch nochmal das letzte Potentzial aus dem Headset raus geholt wird.

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