Crucial Overclocking Pro 6000 MT/s CL 36-38-38-80 1.35v DDR5 Ram – Review

Ein Review von Tino Müller

Heute wollen wir euch ein weiteres Speicherkit der neuen Crucial Overclocking Pro Serie vorstellen.
Hierbei handelt es sich um das Crucial Overclocking Pro 6000 MT/s CL 36-38-38-80 1.35v

Unboxing:

Die Speicher befinden in einer ganz gewöhnlichen Verpackung mit Aufschrift der genauen Bezeichnung, Timings und Taktraten. Die schwarzen Module selbst liegen in einem transparentem Blister aus Kunststoff, haben eine Crucial Aufschrift auf der einen, und einen Aufkleber mit den Spezifikationen, Teile – sowie Seriennummer auf der anderen Seite.

Technik und Details:

Alle Crucial Pro Kits unterstützen gleichzeitig Intel XMP und AMD EXPO mit dedizierten Profilen. Obwohl die meisten aktuellen Mainboards auch die Profile des jeweils gegnerischen Standards interpretieren können, sind diese Module von Crucial unseres Wissens nach die ersten, die offiziell beide CPU-Hersteller jenseits von JEDEC Taktraten unterstützen.
Die „Pro Overclocking“ Kits gibt es wiederum in Schwarz und in Wies, mit einer Taktrate von jeweils 6000 MT/s bei einer Kapazität von 16 GB je Modul. Obwohl Crucial bzw. Micron uns dies nicht offiziell bestätigen konnte, gehen wir davon aus, dass die Crucial Pro Kits mit 16 GB Modulen die neuen 16 Gbit Rev D ICs nutzen. Die enaue Bezeichnung auf den IC´s lautet 3ZD4D D8CD. Im heutigen Test haben wir das Crucial Pro Overclocking DDR5-6000 2x16GB Black Kit (CP2K16G60C36U5B).
Die Heatspreader beider Kits bestehen jeweils aus schwarz eloxiertem Aluminium. Während bei den Overclocking Modulen dieses auch noch um die Seiten herumgebogen ist, um visuell mit den DIMM-Slots abzuschließen, bleiben die Seiten bei den nicht-OC Modulen offen. Die OC Module sind zudem farblich etwas satter und leicht glänzend, während die nicht-OC Module matter sind.

Testaufbau:

Für unsere Tests nutzen wir das Asus ROG Maximus Z790 Apex Encore (Test BIOS 9903), unseren Intel Core i9 14900KS und ein Seasonic Prime Platinum Netzteil mit 1300 Watt.
CPU MC Spannung (Speichercontroller) 1.425v und CPU SA Spannung (System Agent) 1.3v.
Im offenen Aufbau auf dem Benchtable ist die CPU wassergekühlt, in einem „Custom Loop“ mit zwei 360er Radiatoren und einem Alpha cool Core 1 CPU Block, die Speichermodule selbst bleiben im Originalzustand und werden mit aufgelegtem Lüfter betrieben.

Übertakten:

Die Speicher wurden problemlos erkannt und das XMP Profil von 6000MT/s CL 36 läuft auf Anhieb stabil im Windows und durch jegliche Benchmarks. Je nach benutztem Mainboard, hat man hier wieder die Möglichkeit drei unterschiedlich starke XMP Profile einzustellen. Im XMP 1 erreichen die Speicher eine Leistung von 10633 Punkten beim Geekbench 3 Speichertest. Uns ist aufgefallen das sich mit dem Einstellen von XMP 2 oder XMP tweaked, an den Timings nichts verändert und die Leistung somit gleich bleibt. Das liegt daran, dass ASUS diese beiden schärferen XMP Profile mit den weit verbreiteten Hynix A bzw. Hynix M DIE Chips programmiert hat, hier würden wir uns Nachbesserungen von seitens des Mainboardherstellers wünschen.

Einfaches erhöhen des Ramtaktes klappt auch ohne irgendwelche zusätzlichen Einstellungen bis 6800 MT/s, für mehr Takt und niedrige Timings mussten wir dann alle Einstellungen manuell vornehmen.
Schließlich liefen dann bis zu 7400 MT/s mit CL36 bei 1.40/1.40v VDD/VDDQ, was ein Ergebnis im Geekbench 3 von 13927 Punkten in der Speicherleistung hervorbrachte. Im Aida64 Speicherbenchmark kommen wir auf 117.74 GB/s Lesen, 109.47 GB/s Schreiben, 108.83 GB/s Kopieren und einer Latenz von 54.4 ns.

Um weiter in Richtung Alltagsstabilität zu kommen, testen wir mit dem Benchmark Y-Cruncher im 1b und 2.5b, was in beiden Tests mit 7200MT/s CL36 42 42 80 CR2 bei 1.35v VDD/VDDQ funktionierte.
Beide Tests haben wir jeweils fünfmal durchlaufen lassen, die IC´s erreichten dabei eine Temperatur vom bis zu 42° Celsius.
Vergleichen wir das XMP Profil mit den 7400 CL36 Einstellungen erreichen wir eine Leistungssteigerung von 32 % gemessen im Geekbench 3, die wiederum auch in diversen anderen Tests wie Aida64 und Cinebench problemlos laufen.
Bei Speicherintensiven Benchmarks wie Y-Cruncher mussten wir dann die Frequenz reduzieren und die Timings anpassen um, mit einer moderaten Spannungseinstellung, Stabil zu bleiben.

Fazit:

Diese Speicher sehen schick aus und kommen ohne jegliches Geschnörkel daher. Mit ihrer niedrigen Bauform passen sie in jedes System, auch wenn ein verwendeter Luftkühler noch so monströs ausfällt.
Beim Übertakten hätten wir uns am Ende jedoch mehr Leistung gewünscht, dafür benötigen sie eine geringe Betriebsspannung.
Wer sich diese Speicher gönnen möchte, muss im Moment ca. 120 € dafür ausgeben.

Wir bedanken uns bei Crucial für das Zusenden der Testkits!

Wir Verwenden Cookies, um die Zugriffe auf unsere Website zu Analysieren. Außerdem werden Informationen durch Plugins von Drittanbietern gesammelt, welche auf unserer Homepage integriert sind. Durch die weitere Nutzung unserer Homepage stimmt ihr der Nutzung der Cookies und dem Sammeln von Informationen durch Drittanbietern zu.